| Ein Fileserver stellt sogenannte Shares für die Verwendung durch entfernte Clients zur Verfügung. | In der Praxis bedeutet das die Benutzung gemeinsamer Festplatten, CDs und DVDs in einem Netzwerk. |
Server
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Dienste im Hintergrund |
| FileServer | Begriffe - Hardware und Software |
| Kompress | Linux, Windows, Apple, Freigabe, Samba, ... |
| SoftLinks | Verknüpfungen (Alias, Links) auf einem FileServer |
Fileserver - Kompress
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LinuxLinux Datei-Systeme sind nicht an Volumes (Festplatten) gebunden. Das ist für Windows-AnwenderInnen zunächst ungewohnt. Auf Linux kann ein entferntes Dateisystem (z.B. das Angebot eines Fileservers) an jedem beliebigen Punkt des Dateisystems eingehängt werden. Man kann sich als AnwenderIn beispielsweise in einem großen Dateisystem bewegen ohne genau zu wissen, auf welchem PC oder auf welcher seiner Festplatten sich eine bestimmte Datei befindet.Bei Bedarf (Administration, Daten-Sicherung) kann man natürlich auch auf Linux gezielt auf bestimmte Hardware (Festplatten) zugreifen. AppleApple Systeme verwenden seit jeher nicht Buchstaben sondern Namen zur Bezeichnung von Fileservern. Daher war es nie ein Problem, beliebig viele angebotenen Shares zu nutzen. |
WindowsWindows Datei-Systeme schleppen das längst veraltete Konzept einzelner Volumes mit je einem eigenen Laufwerks-Buchstaben mit. Wer nur Windows kennt, hält das allerdings für normal. Auf Windows muss man jedes einzelne Angebot eines Fileservers als "Netz-Laufwerk" einbinden und dafür einen eigenen Buchstaben vergeben.Laufwerks-Buchstaben sind rar: Von den 26 Zeichen sind 2 an nicht mehr verwendete Floppy-Laufwerke vergeben, bis zu 4 weitere an Festplatte, CD- und DVD-Laufwerke, danach noch 2-8 für USB-Geräte (Sticks, Camera, ...). Das Angebot eines oder mehrerer Fileserver kann zahlreiche Shares umfassen, die sich wie Festplatten, CDs oder DVDs verhalten. Notfalls muss man auf einem Win-PC einige Netzlaufwerke trennen, um freie Buchstaben für andere Shares zu bekommen. |
Mehrere Fileserver-PC im LANIn jedem Netzwerk können im Rahmen seiner Konfiguration beliebig viele Fileserver-PC (Hardware) betrieben werden. In größeren LANs wird diese Möglichkeit für spezialisierte Server genutzt, z.B. eigene Server-PC für frei nutzbaren Speicherplatz, für read-only Angebote oder für bestimmte Arbeitsgruppen. Auf einem einzelnen PC wird meistens nur ein einziger Fileserver betrieben, der allerdings beliebig viele verschiedene Shares anbieten kann.Auch die Installation mehrerer fertig konfektionierter Netzwerk-Festplatten ist nichts anderes als der Betrieb mehrerer Fileserver-PC. Mehrere Server auf einem PCAuf einem einzelnen Server-PC (Hardware) werden meist mehrere Server betrieben, die alle zur Nutzung gemeinsamer Resourcen im lokalen Netzwerk (LAN) verwendet werden. Besonders häufig wird die LAMP-Kombination eingesetzt:Linux Betriebssystem, → Apache Webserver, → MySQL Datenbank Server, → Perl und → PHP als Programmiersprachen, sowie → Samba als Fileserver. Alle genannten Komponenten sind in jeder gängigen Linux Distribution enthalten (im Zweifel die Server-Variante einer Distribution) und kostenfrei aus dem Internet zu laden. |
Windows FreigabeAuf jedem neueren Windows-PC kann man Verzeichnisse zur gemeinsamen Benutzung im Netzwerk freigeben. Das ist eine einfache Variante eines Fileservers. Von der regelmäßigen Verwendung wird eher abgeraten:Die Maßnahmen zur Sicherheit sind gering und vom jeweiligen User abhängig. Meist wird keine regelmäßige Daten-Sicherung durchgeführt. Das Angebot kann nur verwendet werden, wenn der PC eingeschaltet ist. Wenn mehrere PC Freigaben anbieten, dann enthalten die Shares fast immer unerwünschte Duplikate. Deren Verwaltung ist aufwändig, wenn verschiedene Versionen (oft ohne Bezeichnung) auf mehreren PC vorliegen. Weit besser ist es, alle derartigen Freigaben aufzulösen und auf einem Server-PC zu konzentrieren. Server-PCEin eigener Server-PC ist in jedem lokalen Netzwerk (LAN) sinnvoll. Der Server arbeitet auch auf älterer Hardware viel schneller als ein Arbeits-PC, da die größte Belastung - grafische Oberfläche, Fenster- und Maus-Bedienung - fast oder ganz wegfällt. An einem Server lassen sich alle gewünschten Einstellungen und Arbeiten automatisieren, z.B.Genaue und strenge Beachtung der Zugriffs-Rechte, automatische Datensicherung, zentrale Verwaltung. Eine der wichtigsten Aufgaben eines LAN-Servers ist der Betrieb eines Fileservers - das Thema dieser Seite. |
Samba ist die bekannteste und am weitesten verbreitete Fileserver Software.
Samba läuft nur auf einem Linux Betriebssystem, ist in jeder gängigen
Linux-Distribution enthalten und kann kostenlos aus dem Internet geladen werden. |
NFSDas Network File System (NFS) ist die Grundlage für Linux Fileserver. Jeder Linux-PC kann sowohl als NFS-Server als auch als NFS-Client auftreten.Ein NFS-Server exportiert beliebige Teile seines Datei-Systems. Diese Verzeichnisse sind bei entsprechender Berechtigung von entfernten Linux-PC nutzbar. Ein NFS-Client importiert Teile von entfernten Datei-Systemen. Diese Shares können an beliebiger Stelle im eigenen Datei-System eingehängt werden. Jede gängige Linux-Distribution enthält NFS. SMB-ClientLinux-Server können nicht nur mit Samba Shares für Windows-PC anbieten, sondern auch mit dem Programm smbclient Windows-Netzlaufwerke in das eigene Dateisystem einbinden. SmbClient ist in jeder gängigen Linux-Distribution enthalten und kann kostenfrei aus dem Internet geladen werden. |
SoftLinks (Alias, Verknüpfungen) |
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SoftLinkJedes moderne Betriebssystem bietet die Möglichkeit, SoftLink-Objekte anzulegen. Diese Objekte (je nach System auch Alias oder Verknüpfungen genannt) arbeiten als 'Wegweiser' zu anderen (realen) Objekten. Damit ist es möglich, Objekte mehrfach im Dateisystem anzuzeigen, jedoch nur einmal real zu führen.Zur besseren Unterscheidung werden in diesem Kapitel Windows-Links mit dem Begriff 'Verknüpfung', Linux-Links mit 'SoftLink' bezeichnet. |
Dieses Konzept ist aus dem Internet bekannt: Es ist möglich, mit Klick auf einen Link von beliebigen Webseiten zu einer bestimmten Seite zu gelangen. Die Webseite selbst gibt es nur einmal, es können jedoch beliebig viele Links zu dieser Seite existieren, und zwar überall dort, wo das zum Thema passt. |
Links anlegen !Es ist sinnvoll und sehr empfehlenswert, Links überall dort anzulegen, wo sie Sinn ergeben - Eine Datei oder ein Verzeichnis (Ordner) sollte auch im Dateisystem überall dort zu finden sein, wo das zum Thema passt.♣ Tipp: Legen sie sinnvolle Links nur zu solchen Objekten an, deren Namen und Pfade voraussichtlich nicht geändert werden. Verzeichnisse (Ordner) sind dazu besser geeignet als Dateien. ♣ Tipp: Benennen sie häufig verwendete Objekte möglichst unabhängig von Datum und Version. Bringen sie derartige Daten evtl. in einer kleinen Text-Datei im gleichen Verzeichnis unter. |
Windows-LinksAuch Windows-Systeme können unter dem Namen 'Verknüpfung' Links zu Laufwerken, Ordnern oder Dateien anlegen und verwenden. Sie werden im System als Dateien *.lnk geführt, deren Erweiterung normalerweise unsichtbar ist.Windows-Verknüpfungen enthalten normalerweise die absoluten Pfade zu den Ziel-Objekten, d.h. sie sind von den jeweiligen Laufwerks-Buchstaben abhängig. Das ist in der Praxis moderner Netzwerke ein großer Nachteil. |
Windows Laufwerks-BuchstabenDie meisten Probleme mit Windows-Verknüpfungen entstehen durch das längst überholte System der Laufwerks-Buchstaben:● Netzlaufwerke (Volumes auf einem FileServer) lassen sich an beliebige freie Laufwerks-Buchstaben zuweisen. Dieser Buchstabe kann daher auf jedem einzelnen PC eines lokalen Netzwerks frei gewählt werden, und zwar bei jeder einzelnen Anmeldung. Man kann sich zwar darauf einigen, ein Netzlaufwerk mit einem bestimmten Buchstaben zu verbinden, das ist jedoch höchst unsicher. ● Mobile Laufwerke (USB-Sticks, USB-Festplatten) erhalten automatisch einen freien Laufwerks-Buchstaben zugewiesen. Dieser Buchstabe hängt daher auf jedem einzelnen PC von der Vorgeschichte ab, d.h. von den vorher verbundenen Laufwerken. Auch das ergibt zahlreiche Probleme, die jedoch auf dieser Webseite (FileServer) nicht weiter vorgestellt werden. |
Absolute Pfade geben den kompletten Pfad zu einem Dateisystem-Objekt an, z.B. X:\Ordner\Datei.txt Variable Laufwerks-Buchstaben führen dazu, dass die absoluten Pfade (z.B. in Windows-Verknüpfungen) zu Netzlaufwerken und mobilen Laufwerken nicht sicher vorhersagbar sind. Die absoluten Pfade zu Objekten auf einem Netzlaufwerk können auf jedem einzelnen PC des lokalen Netzwerks verschieden sein ! • Unmittelbar nach dem Anlegen (am gleichen PC) funktioniert die Verknüpfung. Bei Klick auf den Link gelangt man zum gewünschten Ziel. • Wenn man die Verknüpfung jedoch auf einem anderen PC verwendet (welcher das gleiche Netzlaufwerk mit einem anderen Buchstaben verbunden hatt), dann tritt ein Fehler auf. Der Link versagt auch am gleichen PC, wenn man das Netzlaufwerk später einmal mit einem anderen Buchstaben verbindet. |
Linux-SoftLinksLegen sie an Stelle der unzuverlässigen Windows-Verknüpfungen Linux-SoftLinks an:● Derartige Links funktionieren unter allen Bedingungen, d.h. für alle verbundenen PC, unabhängig von den verwendeten Laufwerks-Buchstaben. Linux-Links am (Samba) FileServer
Linux SoftLinks lassen sich nicht auf einem Windows-PC anlegen.
Man benötigt einen Zugang zum Linux-Server, z.B.
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Direkter Zugang (Server-Arbeitsplatz)
• SSH (ferngesteuerte Linux-Konsole) • VNC oder ein anderer ferngesteuerter Linux-DeskTop |
SoftLink mit der Shell-Konsole
An der Linux Konsole (oder mit SSH von einem beliebigen PC des Netzwerks)
gibt man diese Anweisung:
# ln -s target linkname
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Ersetzen sie target durch den absoluten Pfad zum Ziel.• Ersetzen sie linkname durch den absoluten Pfad zum SoftLink. Hilfe zu dieser Anweisung erhalten sie mit # man ln
► Windows kann derartige SoftLinks nicht erkennen. An einem Windows-Netzlaufwerk verhält sich jeder mit Linux erstellte SoftLink exakt genauso wie das Original (Verweis-Ziel des Links). |
Beispiel:● Es wird angenommen, dass der Samba Fileserver dieses Verzeichnis als Netzlaufwerk 'Jumbo' freigibt:/srv/filesrv/jumbo
● Es wird angenommen, dass sich im Netzlaufwerk 'Jumbo' u.a. diese beiden Verzeichnisse befinden:
/srv/filesrv/jumbo/Entwicklung
/srv/filesrv/jumbo/Internet |
So erscheinen d ie beiden Verzeichnisse in einem Windows Netzlaufwerk:
X:\Entwicklung
Der Laufwerks-Buchstabe (X) ist allerdings unsicher, denn er kann auf jedem PC
und bei jeder einzelnen Verbindung frei gewählt werden.
X:\Internet |
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Unsichere Windows-Verknüpfung:
Sie können am Windows-PC eine unsichere Verknüpfung anlegen:• Wechseln sie in den Ordner X:\Entwicklung und legen sie eine Verknüpfung mit dem Namen 'WinTest' und dem Ziel X:\Internet an. • Die Verknüpfung erscheint danach an jedem Windows-PC: X:\Entwicklung\WinTest
Mit Klick auf 'WinTest' gelangen sie wie erwartet in das Verzeichnis 'Internet'.• Wenn sie das Netzlaufwerk trennen und mit einem anderen Buchstaben verbinden, dann versagt die unsichere Windows-Verknüpfung. Sie wurde nicht geändert, findet sich jedoch nun z.B. als Y:\Entwicklung\WinTest
und ergibt in diesem Fall (und mit jedem anderen Buchstaben ausser X) einen Fehler.
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Sicherer Linux-SoftLink:
Legen sie diesen SoftLink direkt am Linux-Server an.• Öffnen sie eine Shell-Konsole und geben sie diese Anweisung ein:
# ln -s /srv/filesrv/jumbo/Internet /srv/filesrv/Entwicklung/LinuxTest
Beachten sie die korrekte Angabe von Groß- und Kleinbuchstaben,
die von Linux streng unterschieden werden.• Der erzeugte SoftLink erscheint danach auf jedem Windows-PC: X:\Entwicklung\LinuxTest
Mit Klick auf 'LinuxTest' gelangen sie wie erwartet in das Verzeichnis 'Internet'.• Dieser SoftLink funktioniert unter allen Bedingungen, unabhängig davon, welcher Laufwerks-Buchstabe benutzt wird, z.B. auch mit Y:\Entwicklung\LinuxTest
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● Link-KopieJeder Link lässt sich kopieren oder an einen anderen Pfad verschieben.Das gilt fü Linux-SoftLinks ebenso wie für Windows-Verknüpfungen. Da jeder derartige Link über den absoluten Pfad auf das Ziel verweist, funktioniert er auch an jeder beliebigen Stelle gleich gut, d.h. er verweist entweder immer auf das richtige Ziel oder ergibt immer einen Fehler. |
Änderung des Link-Ziels
Wenn man den Namen des Ziel-Objekts ändert oder das Objekt an einen anderen
Pfad verschiebt, dann werden alle darauf verweisenden Links unwirksam. Vermeiden
sie diesen Fall unter allen Umständen.Falls es doch passiert, dann helfen Programme zur Link-Kontrolle: Sie prüfen bei jedem gefundenen Link, ob das angegebene Ziel existiert. Für Windows-Verknüpfungen ist diese Arbeit weitgehend sinnlos, wenn es sich um Links auf Netzlaufwerke handelt. Wenn sie Linux-SoftLinks angelegt haben, dann können sie zur Kontrolle nur Linux-Programme verwenden, da nur diese die Links überhaupt als solche erkennen. |
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