SQLite

Leicht-gewichtiger Mini SQL-Server

SQLite ist ein Sonderfall unter den Datenbank-Servern. Als Mini-Programm ideal geeignet für einfache, kleine Daten-Lösungen. SQLite ist einfach, rasch und zuverlässig, sowie kostenlos für alle gängigen Betriebssysteme.
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SQLite

SQLite ist ein bewußt einfach gehaltener Datenbank-Server. Im Vergleich zu vollwertigen Servern wie MySQL, Firebird oder Postgre sind die Möglichkeiten bescheiden, andererseits ist SQLite für manche einfache Anwendungen unschlagbar. Die Anzahl der Downloads konnte nicht ermittelt werden, liegt jedenfalls in der Größerordnung von Millionen. Die Anzahl der Anwendungen ist weit höher, denn SQLite ist Bestandteil vieler anderer Anwendungen.

Datenbank-Dateien

SQLite speichert Datenbanken in Dateien. Deshalb ist es einfach, SQLite Datenbanken zu verwalten, zu sichern, auf Datenträger oder im Internet zu transportieren.
Die Datenbank-Dateien sind binär, d.h. mit einem Editor nicht lesbar. Als Datei-Namen sind *.db oder *.sqlite üblich. (Die Endung *.sql sollte man nur für Text-Dateien mit SQL-Anweisungen verwenden.)

Klein und schnell

Der gesamte SQLite Server ist <500kB klein und belegt <800kB Hauptspeicher. Der Server wird meist bei Bedarf wie jedes andere AnwenderInnen-Programm gestartet.
SQLite ist erstaunlich schnell und in der Performance - bei kleinen Lösungen - den meisten vollwertigen Servern mindestens ebenbürtig. Daher wird SQLite u.a. in Organizern und Mobil-Telefonen oft verwendet.

Sicher

SQLite speichert nur abgeschlossene Transaktionen (DB-Atome). Während eines Zugriffs ist die Datenbank gesperrt.
Nicht zuletzt wegen der einfachen Struktur ist SQLite auch sehr sicher. Viele vollautomatisch laufende Programme verwenden auch aus diesem Grund SQLite.

Portabel

Der SQLite wird als ausführbares Programm (Binary) oder als Programm-Bibliothek (DLL) eingesetzt, benötigt keine fremden Resourcen wird nicht 'installiert'.
SQLite greift nicht ins Betriebssystem ein und horcht (listen) daher nicht wie andere Server an einem Port.
SQLite kann auch ohne (Admin) Zugangs-Rechte und sogar auf CD oder USB-Stick laufen.

User Interface

Server haben normalerweise kein User-Interface. SQLite horcht nicht wie andere Server an einem Port, sondern wird als Programm direkt angesprochen. Dazu bietet es ein Minimal-Interface als Konsolen-Programm

Zur bequemen Bedienung gibt es für alle gängigen Betriebssysteme (meist kostenlose) Administrations-Programme mit Fenster- und Maus-Komfort. Auch diese Programme sind allerdings einfach gehalten und nur für die Datenbank-Administration oder SQL-Training geeignet.
In diese Kategorie fällt auch das PlugIn SQLite Manager für den Firefox Browser: Der (optional auch portable) Browser kann als vollwertiger Administrator von SQLite Datenbanken arbeiten.

SQLite wird häufig als Datenbank-Motor (Engine) in größere AnwenderInnen-Programme eingebaut (embedded). In diesem Fall kann das User-Interface beliebig komplex werden.
Je nach Programmierung der übrigen Teile können solche Programme etablierte Software wie Access in Komfort und Geschwindigkeit problemlos schlagen.

Alle modernen Programmiersprachen bieten Module für die Verwendung von SQLite. Man kann auf diese Weise eine besonders rasche und effiziente Datenbank direkt in eigene - portable - Lösungen einbauen.
SQLite wird häufig mit C++, Perl, PHP oder Python angewendet. Auch Konsolen-Programme (cmd.exe, Linux-Shell, Cygwin) arbeiten gut mit SQLite zusammen.
Mit SQL-Anweisungen lassen sich oft auch sehr komplexe Arbeiten rasch und effizient erledigen.

SQLite kann auch mit einem Webserver zusammenarbeiten. Das Interface wird so wie mit vollwertigen SQL-Servern über dynamische Webseiten bedient. Auf diese Weise sind Netzwerk-fähige Datenbank-Lösungen mit Internet-Interface realisierbar.
Nach SQLite-Angaben ist diese Variante auf Webservern mit <100000 Zugriffen / Tag sinnvoll.

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