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Telnet ist eine 'ferngesteuerte Konsole'. Ein Telnet Programm-Fenster sieht so ähnlich aus wie eine gewöhnliche Konsole cmd.exe (Eingabeaufforderung). |
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Im Unterschied zu cmd.exe kommuniziert Telnet jedoch nicht (nur) mit dem eigenen PC sondern mit jedem beliebigen Gerät, welches im lokalen Netzwerk oder im Internet erreichbar ist. |
Telnet-Server |
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ProtokollTelnet ist ein Netzwerk-Protokoll zur Kommunikation zwischen 2 Geräten (Server, Client). Telnet stützt sich dabei auf TCP (Transmission Control Protocol).TCP stellt u.a. sicher, dass die gewünschte Verbindung zustande kommt, dass keine Daten verloren gehen, sowie dass Fehler erkannt und berücksichtigt werden. |
Telnet gehört zu den ältesten Netzwerk-Protokollen, ist jedoch heute weitgehend überholt. Diese Seite stellt einige jener wenigen Gebiete vor, auf denen Telnet weiterhin praktisch verwendet werden kann. |
ServerVoraussetzung für die Telnet-Kommunikation ist ein funktionierender Server = ein Programm, welches an einem genau festgelegten Port auf Anfragen wartet (listen).Praktisch jedes Server-Programm (Webserver, Fileserver, Print-Server, Datenbank-Server, FTP-Server, MailServer ...) erfüllt diese allgemeine Bedingung. |
Jedes der genannten Server-Programme lauscht (listen) an einem anderen Port - Nur so ist es möglich, mehrere unterschiedliche Server-Programme an einem einzigen PC = an einer einzelnen IP-Adresse zu betreiben und die transportierten Daten an das jeweils zuständige Server-Programm zu leiten. Die Server-Ports (well-known ports) sind festgelegt, man kann sie jedoch (am eigenen Server, bei Bedarf) anders konfigurieren. |
Es gibt Telnet Server-Programme, die auf die Konsolen-Fernsteuerung von Geräten
spezialisiert sind. Das Telnet-Protokoll transportiert jedoch unverschlüsselten
Text und wird daher heute nicht mehr eingesetzt. |
Alle weiteren Texte dieser Seite betreffen die Anwendung von Telnet auf allgemeine Server, nicht jedoch auf die ausgestorbenen Telnet-Server. ♣ Es wird davon abgeraten, einen unsicheren Telnet-Server auch nur für Experimente zu installieren. |
SSH-ServerDas Secure Shell Protokoll ist der moderne Ersatz für die unsicheren Telnet-Server: Damit ist die Fernsteuerung beliebiger Geräte mit einer Konsole möglich. Dieses Protokoll ist jedoch verschlüsselt und daher praktisch abhör-sicher.SSH-Server arbeiten normalerweise auf Port=443 SSH ist das wichtigste Werkzeug zur Fernsteuerung von Servern. Das funktioniert sicher und besonders schnell. Die Anwendung erfordert allerdings Kenntnisse der Konsolen-Befehle und -Programme. |
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Das VNC Protokoll erlaubt die Fernsteuerung von PC mit modernen grafischen Methoden,
d.h. mit Fenster- und Maus-Technik. In diesem Sinn ist VNC eine moderne
Weiter-Entwicklung von Telnet. VNC-Server arbeiten normalerweise auf einem der
Ports 5800, 58012, 5900, 5901 |
Wenn die Verbindung hergestellt ist, sieht man den entfernten PC in einem Fenster des eigenen PC. Auf diese Weise kann man von einem Linux-PC jeden anderen Windows- oder Linux-PC steuern und umgekehrt. Diese Art der Fernsteuerung kommt vor allem solchen AnwenderInnen entgegen, die nicht über spezielle Kenntnisse der PC-Administration verfügen. ♦ Details zur PC-Fernsteuerung mit VNC |
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Der Telnet-Client beginnt die Kommunikation: Dazu wird am Client ein Socket geöffnet (= IP-Adresse + beliebiger Port). Vom Client-Socket wird eine Anfrage an den gewünschten Server-Port gesendet. Partner-Geräten ein Socket eröffnet = Kombination von IP-Adresse+Port Zwischen den beiden Partnern wird zuerst ein Socket hergestellt, das ist eine Kombination von werden in beide Richtungen Daten ausgetauscht. |
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Telnet-Client |
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Telnet-SessionEin klassischer Telnet Client wird von einer/m menschlichen AnwenderIn bedient:Die Bedienung erfolgt ausschließlich durch Text-Eingabe über die Tastatur. Man tippt die Adresse des gewünschten Telnet-Servers ein. Wenn die Verbindung funktioniert, dann kann man anschließend den entfernten (Server)-PC durch Eingabe von Konsolen-Befehlen steuern - Genauso wie wenn man an diesem PC selbst mit einem Konsolen-Programm arbeiten würde. Eine allfällige Text-Ausgabe des entfernten PC wird im Fenster der eigenen Telnet-Konsole angezeigt. |
Diese Art der PC-Fernsteuerung ist heute nicht mehr möglich, weil man wegen fehlender Sicherheit keine Telnet-Server mehr einsetzt. Hier wird lediglich vorgestellt, wie man einen Telnet Client als Hilfs-Werkzeug für andere Zwecke einsetzen kann. Immerhin kann man Telnet als Trainings-Werkzeug einsetzen, um damit die eingesetzte Technik besser zu verstehen und andere Programme vorteilhaft zu verwenden. |
telnet Konsolen-ProgrammJedes Betriebssystem bietet eine Konsole und dafür u.a. auch ein Telnet Client Programm. Der Name des Programms ist ausnahmsweise auf allen Systemen gleich. Man startet den Telnet Client daher (Linux, Windows) so:
# telnet
Danach wird am Beginn jeder Eingabe-Zeile ein > angezeigt.C:\> telnet So wird die allgemeine Hilfe angezeigt: telnet> ?
So wird die spezielle Hilfe zu einem Telnet-Befehl angezeigt:
telnet> open ?
Mit quit oder einfach q verlässt
man das Programm:
telnet> quit
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Die wichtigste Funktion ist die open-Anweisung telnet> open 192.168.0.1 80
Damit wird die Verbindung zu einem entfernten Server versucht - Genauer:
Zu einem entfernten Socket = IP-Adresse + PortErsetzen sie die Adresse (hier 192.168.0.1) durch Name oder Adresse des gewünschten Servers und den Port (hier 80 x Webserver) durch den festgelegten Port des jeweiligen Server-Programms. An der Reaktion kann man meistens (nur) erkennen, ob man den entfernten Server tatsächlich erreicht hat. da die einzelnen Server-Programme zu ihrer Bedienung jeweils ganz speziellen Regeln folgen, ist die weitere Kommunikation nur selten möglich. Wenn der gewünschte Socket (Adresse und/oder Port) nicht erreicht wurde, dann erhält man nach Ablauf der eingestellten Wartezeit (Timeout) eine Fehlermeldung. |
Terminal-ProgrammeDerartige Programme wurden in der Urzeit der Netzwerk-Technik dazu eingesetzt, um über Modem-Verbindungen zu kommunizieren.Ein Modem ist ein Gerät, welches Daten in Ton-Signale umwandelt und diese über normale Telefon-Leitungen sendet - bzw. empfängt und die Töne wieder in Daten umwandelt. Heute gibt es kaum mehr Modems, aber jedes gängige Betriebssystem bietet noch immer Modem-Programme, die man nicht nur für den ursprünglichen Zweck sondern meist auch als Telnet-Client verwenden kann. |
Ein Beispiel ist das Windows-Programm HyperTerminal (hypertrm.exe). Suchen sie in jedem evtl. verwendeten Terminal-Programm jene Option die nicht mit einem Modem, sondern mit einem Socket (TCP/IP, WinSock, ...) verbindet. Für die Verbindung muss das Programm nach IP-Adresse (Host, Server, ...) und Port (Anschluss, ...) fragen. Die gleiche Funktionalität bietet auch die Windows Programm-Bibliothek hypertrm.dll, die man z.B. mit jedem Browser verwenden kann: Geben sie diesen Text in die Browser-Adresszeile ein (ändern sie IP-Adresse und Port wie gewünscht): telnet://192.168.0.1:80
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Spezialisierte ClientsDie meisten Server-Programme werden heute unbewusst verwendet - Die Verbindungen werden automatisch hergestellt, die Daten (fast) unbemerkt transportiert. Ein gutes Beispiel sind Webserver - heute vermutlich die meist-verwendeten Server-Programme: Die meisten AnwenderInnen haben von ihrer Existenz und Funktion keine Ahnung. Das ist auch gut so, denn ein manuell eingetippter Befehl an einen Webserver (HTTP Get-Request) würde sie überfordern. |
Für einige Server gibt es spezialisierte Konsolen-Programme, die so ähnlich arbeiten wie ein Telnet-Client, jedoch auf die Kommunikation mit dem jeweiligen Server abgestimmt sind. |
| FTP-Client | |
| MySQL-Client | |
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Wikipedia: Telnet, SSH |
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