| Ethernet ist seit Jahrzehnten bis heute die meist verwendete Netzwerk-Technoilogie. | Das wurde möglich, weil Hardware uns Software sehr geschickt an neue technische Möglichkeiten angepasst wurden. |
Netzwerk
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Zusammenarbeit - Lokal und weltweit - Ethernet |
| Hardware | Kabel und Stecker - OSI Schicht 1 |
| 10Base2 | Thin Coax - Ethernet mit BNC-Rundsteckern |
| 10BaseT | Standard Twisted Pair - Ethernet mit RJ45 Flachsteckern |
| 100BaseT | Fast Ethernet |
| Hub & Switch | Verteiler oder Schalter im Zentrum eines Stern-Netzwerks |
| 1000BaseT | Gigabit - Ethernet |
| Frame | Ethernet Daten-Pakete |
| Werkzeug | Ethernet Werkzeug - Programme |
| Tricks | Vorsicht mit Alternativen zum "Einsparen" von Ethernet |
| Links |
Ausgewählte
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Ethernet
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| Ethernet ist derzeit die weltweit am meisten eingesetzte Netzwerk-Technologie. Sie umfasst Komponenten der Schichten 1 (Physikalische Übertragung - Physical) und 2 (Sicherung - Data Link) im → OSI-Modell. | Ethernet kann auf unterschiedlicher Hardware-Basis (Kabel, Stecker) arbeiten. Auch für die Software (Details der Daten-Codierung) sind mehrere Varianten möglich. In den meisten Fällen sind Kombinationen sowohl verschiedener Hardware als auch verschiedener Codierung möglich. |
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Ethernet wird als Standard IEEE 802 mit vielen Sub-Standards vom
IEEE
(Institute of Electrical and Electronics Engineers) verwaltet. Die Original-Unterlagen sind Online erhältlich, jedoch leider kostenpflichtig. |
Ethernet hat bereits eine (für die IT ungewöhnlich) lange Geschichte. Ein funktionsfähiger Vorläufer wurde 1972 von Robert Metcalfe bei Xerox hergestellt. Ein besonderer Erfolgsfaktor ist die Möglichkeit, verschiedene Hardware-Versionen einfach miteinander zu kombinieren, sowie die Strategie, neue Software-Versionen so zu implementieren, dass ältere Varianten voll kompatibel bleiben. |
Zeit-MultiplexDaten werden in Paketen zeitlich hintereinader gestaffelt übertragen.• Wenn ein Netzwerk-Teilnehmer Daten senden will und die Leitung gerade frei ist, dann wird ihm das Recht erteilt, mindestens 1 Daten-Paket zu übertragen. • Wenn die Leitung besetzt ist, dann muss der Teilnehmer warten und es nach einer Wartezeit erneut versuchen. |
KeepAliveJedes Ethernet-Interface kann feststellen, ob das Netzwerk angeschlossen ist und zumindest minimal funktioniert: Dazu vesendet es ein Daten-Paket an sich selbst (an die eigene → MAC-Adresse) und testet den Empfang.In ähnlicher Weise können sie die Funktion ihres E-Mail Providers testen: Wenn sie ein Mail an ihre eigene Adresse senden und erhalten, dann funktioniert ihr Internet-Zugang und der Mail-Server ihres Providers. Allerdings können sie auf diese Weise nicht feststellen, ob ein anderer Empfänger existiert und funktioniert. |
Serielle ÜbertragungAlle gängigen Ethernet-Technologien transportieren die Daten seriell:Die einzelnen Bits folgen zeitlich hintereinander auf nur einer Daten-Leitung. Im Gegensatz dazu transportiert ein Bus die Daten parallel auf mehreren Leitungen. Neuere Entwicklungen (→ 1000BaseT) beginnen mit der Verwendung mehrerer paralleler Leitungen. |
TerminierungJedes (!) Datenkabel muss an beiden Enden abgeschlossen werden. Die Signale laufen im Kabel mit hoher Geschwindigkeit vom Erzeugungs-Punkt zum anderen Ende bzw. zu beiden Enden (Erzeugung in der Mitte).An einem offenen Ende wird das Signal reflektiert, ebenso an einem Kurzschluss. Reflexion ist schädlich, weil sich das Nutz-Signal mit den Reflexionen überlagert. Das führt zu Störungen, die im günstigsten Fall das Netz völlig lahmlegen, im ungünstigen Fall unbemerkt bleiben und das Netz langsam machen. Der Abschluss wird so gewählt, dass an den Enden keine Reflexion eintritt, sondern das Signal vollständig verschluckt wird. Dieser Wert ist die nominelle Impedanz des Kabels in Ohm (Ω). Ethernet-Geräte sind so gebaut, dass angesteckte (!) Kabel mit dem genau dazu passenden Widerstand abgeschlossen werden. Frei verlegte Kabel (z.B. → 10Base2) muss man jedoch durch Anstecken eines Terminator-Widerstands manuell abschließen. |
BroadcastIn der einfachsten Form sind alle Teilnehmer eines lokalen Netzwerks gleichzeitig an die Daten-Leitung angeschlossen.Jedes Daten-Paket erreicht alle Teilnehmer. Das wird zum Versenden von Nachrichten an alle Teilnehmer (Broadcast) verwendet. |
UnicastIn der Praxis ist meist der gezielte Transport der Daten zu genau einem Empfänger erwünscht. Dieser muss die Nachricht erkennen und verwerten. Die Interface aller anderen Teilnehmer empfangen die gleichen Daten, müssen sie jedoch ignorieren. Mit spezieller Software (Sniffer, Packet Monitor, ..) kann man alle Netzwerk-Pakete abhören - zu Spionage- oder Diagnose-Zwecken. Moderne Switches schalten nur jeweils die Leitung zwischen Sender und Empfänger zusammen, in diesem Fall ist das Abhören auf dei aktive Verbindung begrenzt. |
Frame - Ethernet Daten-Paket
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| Ethernet überträgt Daten wie jede andere Technologie in Form von verpackten Paketen (Frames). Die Daten-Pakete können eine variable Länge haben. | Pro Paket werden mindestens 54 Byte, maximal 1500 Byte übertragen. Verschiedene Frame-Formate sind möglich (Hier wird das häufigste demonstriert). | ||||||||||||||||||||||||||||||
Typischer Ethernet-Frame nach Standard IEEE 802.3:
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PräambelInsgesamt 8 Bytes (hexadezimal)#AA AA AA AA AA AA AA AB
Die Zahl 10. = #A = binär 1010
eignet sich als Bit-Muster ideal zur Erkernnung und Synchronisation der Taktrate zwischen
Sender und Empfänger.EtherTypeBezeichnet den Daten-Typ, z.B. #0800 für → IPv4 oder #86DD für → IPv6Liste der wichtigsten EtherType Codes (ohne Gewähr):
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CRC-Prüfsumme(Frame Control Sum FCS) insgesamt 4 Byte. CRC (Cyclic Reduncy Check) ist ein Standard-Verfahren, mit dem die Integrität der Übertragung sichergestellt wird.Die Überprüfung erfolgt allerdings erst in der nächsten → OSI-Schicht (3 - IP). CRC bietet keine Garantie, aber eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, Fehler zu erkennen. Daten:64 - 1500 Byte binäre (Nutz)-Daten.► Kleinere Daten-Mengen werden auf 64 Byte aufgefüllt. ► Größere Mengen müssen vorher von einer höheren Kommunikations-Schicht (z.B. → TCP) in Pakete <=1500 Byte zerlegt werden. ► Die Nutz-Daten enthalten bereits den gesamten Verwaltungs-Overhead höherer Schichten. Bei einem Standard → IP-Header von 20 Byte können daher in 1 Ethernet-Frame max. 1480 Byte Nutz-Daten transportiert werden. ► Bei Anwendung von DSL (ADSL) wird zwischen Ethernet und IP das Protokoll PPP (Point-to-Point-Protocol) verwendet. PPP verbraucht selbst 8 Byte pro Frame. In diesem Fall beträgt die Größe der verwendeten Nutz-Daten max. 1452 Byte. ► Jede höhere Schicht (z.B. → TCP) 'verdünnt' die Nutzdaten etwas mehr. Sehen sie dazu das → OSI-Modell. |
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Ablauf einer Ethernet Daten-Übertragung: Vorbedingung:
Die → MAC-Adresse
des Empfängers muss bekannt sein.Dazu dienen Broadcast-Rundsprüche, die (mindestens) beim Hochfahren eines Geräts (PC) die MAC-Adresse seines Ethernet-Interface an alle Netzwerk-Teilnehmer melden. Senden:
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Die Zerlegung von Daten in Pakete erfolgt in
→ OSI-Schicht 4 (Transport,
→ TCP).★ Von TCP (oder UDP) werden auch die → Ports von Sender und Empfänger eingetragen. ★ Die Pakete werden an Schicht 3 (Vermittlung - Network - IP) übergeben. IP trägt die IP-Adressen von Sender und Empfänger ein und gibt die Pakete an die Übertragung (Ethernet) weiter. ★ Ethernet überträgt die Daten, und zwar immer nur zwischen 2 PC des gleichen Netzwerks. ★ An jedem → Router wird das Paket ausgepackt und mit geänderter IP-Adresse und Port des Absenders neu verpackt und abgesendet. |
Empfangen:
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Ethernet
empfängt Daten-Pakete und gibt sie an
→ IP weiter.★ Die Empfangs-Daten werden von IP geprüft (CRC-Prüfsumme). Defekte Pakete werden ausgeschieden. ★ Die Transport-Schicht (→ TCP) versucht, die Daten-Pakete in der richtigen Reihenfolge zusammenzusetzen. Für korrekte Pakete wird der Empfang bestätigt, fehlende oder defekte Pakete werden erneut angefordert. ★ Die fertig zusammengesetzten Daten werden von → TCP an die höheren → OSI-Schichten (5..7 - Software) zur Verarbeitung übergeben. Der → Port bestimmt, an welches der wartenden Programme (Fenster) die Daten übergeben werden. |
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Ethernet-EffizienzJeder Frame erfordert 26 Byte für die Verwaltung, dazu kommen die Daten.• Bei Übertragung sehr weniger Daten ist die Effizienz Nutzdaten / Übertragene Daten gering. • Bei 26 Daten-Bytes wird 50% Effizienz erreicht (Anzahl Daten-Bytes = Anzahl Overhead-Bytes). • Bei 232 Daten-Bytes wird 90% Effizienz erreicht. • Bei Übertragung größerer Daten-Mengen ist der Verwaltungs-Overhead für Ethernet-frames praktisch vernachlässigbar - Allerdings wurden die Original-Daten bereits durch höhere Schichten (IP) verdünnt, dadurch liegt die Gesamt-Effizienz etwas niedriger. |
Anteil der Nutz-Daten ( 1 Byte .. 10kB ) an der Gesamt-Menge
übertragener Daten
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Ethernet |
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Maximale Paket-Länge MTU (Maximum Transmission Unit)Die maximale Länge der Daten-Pakete richtet sich normalerweise nach demjenigen Anschnitt eines Transport-Wegs, welcher die kleinste Maximal-Größe zulässt. Das ist meist → Ethernet mit max. 1500 Byte, abzüglich der Header der einzelnen Schichten. |
→ TCP versucht, diesen Wert mit Hilfe von → ICMP-Anweisungen vor Beginn der eigentlichen Übertragung zu erfahren. Wenn trotzdem größere Pakete zum Transport anstehen, dann werden sie fragmentiert. Das kann jedoch zu Problemen führen, denn Fragmentierung benötigt zusätzlichen Aufwand und wird von manchen Routern überhaupt abgelehnt. |
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