Windows
Der Marktführer bei Desktop-Betriebssystemen
Windows ist - in vielen Varianten - das weltweit meist-verwendete Betriebssystem. Zum Thema 'Windows' liefert Google mehr als 1 Milliarde Treffer. Das sollte eigentlich keine Fragen offen lassen. In diesem Web sind daher nur wenige Seiten zu ausgewählten Windows-Themen enthalten.
Betriebssystem Das Software-Fundament eines PC
Umgebung Umgebungs-Variable für alle Programme
Konsole Das DOS-Fenster ('Eingabe-Aufforderung') und moderne Ergänzungen
Hilfsprogramme Kontrollfelder, Assistenten und andere Hilfsprogramme
Datei-Erweiterung Der Glaube an die Aussagekraft der Dateinamen-Endung
boot.ini Auswahl aus mehreren Betriebssystemen
Datum & Zeit Lesen und Ändern, Zeit-Steuerung von Programmen
WAMP Standard-Server mit Apache - MySQL - PHP & Perl

Die meist-verwendete Betriebssystem-Familie

Microsoft hat zweifellos erhebliche Bedeutung - für die Finanz-Welt, für die IT-Industrie, ...
Heute tritt das Unternehmen allerdings weniger als Entwickler oder Vorreiter neuer Technologien auf, sondern eher als Marketing-Gigant: Neue Technologie wird kaum mehr entwickelt - wenn notwendig kauft man kreative Unternehmen mitsamt ihren Ideen einfach auf.
Das Attribut 'meist verwendet' ist nicht unbedingt identisch mit 'meist gewünscht'. Jeder kennt die Praxis, dass neue PC ungefragt mit einem MS-Betriebssystem verkauft werden. Man kann sich das System nicht aussuchen, und bekommt den PC auch nicht billiger, wenn man dieses System nicht verwenden will.
Der PC-Markt zeigt wie kaum ein anderes BeĆ­spiel die Manipulation eines riesigen Marktes gegen die Interessen der KundInnen.
Das de-facto Monopol des Konzerns ist so groß, dass wenig erfahrene KonsumentInnen nicht einmal eine Alternative kennen.
Viele IT-Verantwortliche haben mit der Entscheidung für Monopol-Produkte einen bequemen und besser abgesicherten Job - nicht unbedingt im Interesse ihres Unternehmens.
Die Produkte des Herstellers sind nicht schlecht, aber man könnte sie in besserer Qualität und zu einem billigeren Preis haben, wenn es auf diesem Gebiet einen echten marktwirtschaftlichen Mitberwerb gäbe.
Welche Schlüsse kann man daraus für die Praxis der IT-Ausbildung ziehen ?
Man kann derzeit und in naher Zukunft an Microsoft Produkten nicht vorbeigehen. Wer mit einem PC arbeiten will, muss mit Windows und MS-Office umgehen können.
Wer jedoch zusätzlich alternative Produkte kennt und mit ihnen umgehen kann, ist nicht auf einen einzigen Hersteller angewiesen: Es liegt an den jeweiligen Betrieben, die sich daraus ergebenden Vorteile auch zu nutzen.

Alternativen

Die Betriebssysteme der Apple- und → Linux-Familien sind technisch überlegen, und Linux ist darüber hinaus kostenfrei.
Wegen der notwendigen Rücksicht auf die Windows-AnwenderInnen verbreiten sich jedoch viele innovative Technologien nur sehr langsam: Der Zwang zur Kompatibilität mit den oft veralteten und nicht Standard-konformen Produkten des Marktführers kostet viel Zeit und Geld.

Der aktuelle Trend zeigt allerdings in eine andere Richtung: Standard-Programme (Office-Anwendungen) werden von den Arbeits-PC zum Server verlagert. Damit wird ein eigener PC überflüssig und reduziert sich auf einen billigen Thin-Client, auf dem alle Arbeiten mit dem Browser erledigt werden.

Sogar für Spiele kann man schon bald auf den Heim-PC (und das obligate Windows Betriebssystem) verzichten: Ein Thin Client bzw. eine intelligente Konsole mit Browser und Internet-Anschluss ist in jeder Hinsicht überlegen.

LibreOffice (ehemals OpenOffice) ist heute eine mindestens gleichwertige Alternative zum Office-Paket des Marktführers. LibreOffice ist kostenfrei für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar.
Von LibreOffice werden keine Alt-Lasten mitgeschlappt. Die Programme sind wesentlich moderner konzipiert, befolgen alle gängigen Standards der IT-Welt und sind mit jenen des Marktführers voll kompatibel.
Wenn man die (weggefallenen) Anschaffungs-Kosten in eine Schulung der MitarbeiterInnen investiert, dann liegt der Nutzen für das Unternehmen weit über jenem der Marktführer-Programme, die lediglich mit jedem Jahr etwas bunter werden...

Der Erfolg des Firefox-Browsers zeigt, wie ein erstklassiges Produkt auch in ein Monopol erfolgreich vordringen kann. Diese Entwicklung hat mehr Gewicht, als es zunächst erscheint: Ein Browser ist schon jetzt das wichtigste PC-Programm. In Zukunft wird die Bedeutung von Betriebssystemen und Standard-Programmen rasch abnehmen, und jene des Browsers als zentrale Drehscheibe für alle PC-Arbeiten weiter zunehmen.

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