Windows-Hilfsprogramme

Kontrollfelder, Assistenten, Konsole und andere

Mit Windows Betriebssystemen werden zahlreiche Hilfsprogramme ausgeliefert. Das ist sinnvoll und erfreulich. Die meisten dieser Programme werden nicht erwähnt oder kommentiert, sondern bleiben in irgendeinem Winkel versteckt. Diese Seite soll dabei helfen, sie zu entdecken und bei Bedarf zu verwenden.
Die Angaben sind nicht vollständig, sondern willkürlich ausgewählt. Manche Programme können evtl. auf ihrem System fehlen.
Manche der Programme können bei unsachgemäßer Verwendung Schaden an System, Programmen und Daten anrichten.
Die Verwendung der Programme erfolgt auf eigenes Risiko !
Windows Windows-Betriebssysteme, Server (WAMP)
Hilfsprogramme Übersicht
Assistenten Starthelfer bei der Konfiguration
Kontrollfelder Die zahlreichen Bestandteile der Systemsteuerung
System32 Hilfsprogramme mit Fenstern und Maus-Bedienung
Management Die Programme der Management-Konsole
Konsole Hilfsprogramme für die Konsole   cmd.exe
Server Werkzeug Hilfsprogramme zur Server-Verwaltung
Ergänzungen Empfohlene Hilfsprogramme aus anderen Quellen
PATH Einfacher Start von Hilfsprogrammen

Hilfsprogramme

Jedes Standard Windows System enthält bereits bei Installation eine größe Anzahl nützlicher Hilfsprogramme.

Nur wenige davon sind im Startmenü | Programme als Verknüpfungen (Alias, Softlinks) enthalten. Diese Seite soll dabei helfen, das verfügbare Angebot etwas klarer darzustellen.
Leider verfolgt der Hersteller seit Jahren die Politik, heikle Programme und Daten zu verschleiern und möglichst tief zu verstecken. Das soll vermutlich ungeübte AnwenderInnen davon abzuhalten, diese Programme zu verwenden.
Das ist auf Linux wesentlich angenehmer gelöst: Alle Daten sind transparent, die Zugriffsrechte sind jedoch strikt geregelt. So wird sie Sicherheit gewährleistet, jedoch niemand bevormundet. Das mühsame Suchen nach versteckten Komponenten ist dort nicht notwendig...
Die Software ist historisch gewachsen, daher gibt es für den gleichen Zweck oft mehrere Varianten. Probieren sie, mit welcher Variante sie am besten arbeiten können.
Programme von älteren Betriebssystemen laufen nicht immer, oder nicht so wie erwartet !
Viele Programme lassen sich auf andere Systeme kopieren, auch wenn sie dort im Original noch nicht (Win2k) oder nicht mehr (Vista) installiert sind. Das erfolgt natürlich auf eigenes Risiko !
Bevor sie ein Programm anwenden, sollten sie allfällige (unangenehme) Konsequenzen bedenken.
Lesen sie nach Möglichkeit - im Zweifel immer! - die Hilfe (Menü ?). Meist erhalten sie zu den Stichworten zusätzliche Informationen im Internet.
Vor jedem heiklen Eingriff sollten alle Daten gesichert werden.
Ideal ist ein Test auf einem älteren PC, der keine Daten enthält und nur für diesen Zweck verwendet wird.
Wenn ein Programm vor Beginn der Arbeits-Phase ausdrücklich fragt, ob die Arbeit wirklich ausgeführt werden soll, dann ist immer größte Vorsicht geboten. Klicken sie im Zweifel Abbrechen

Start mit Doppelklick

Die meisten hier angeführten Programme können durch Doppelklick auf das Datei-Icon gestartet werden.

Start an der Konsole

Alternativ starten sie durch Eingabe des Datei-Namens auf der Konsole:
Öffnen sie eine Konsole (Eingabeaufforderung) cmd.exe und geben sie z.B. ein
C:\> charmap.exe
Die Datei-Erweiterung ausführbarer Programme (z.B. *.exe ) kann man weglassen:
C:\> calc

Umgebungs-Variablen

Die → Umgebungs-Variablen PATH, PATHEXT können die Arbeit bei guter Einstellung sehr erleichtern.

Details zur (Änderung der) Umgebungs-Variablen PATH in einem ↓ Kapitel dieser Seite (kurz) und auf einer eigenen Seite zu diesem Thema.

Programm-Verzeichnis

Wenn sie ein Programm nützlich finden, dann können sie einen Link (Verknüpfung, Alias) dorthin anlegen:

Rechtsklick auf eine Datei, Verknüpfung erstellen.
Dabei wird eine Datei *.lnk erzeugt, deren Namen sie beliebig wählen können. Die Datei-Erweiterung .lnk wird von Windows normalerweise versteckt.

Die erzeugte Verknüpfung verschieben sie in ihr Programm-Verzeichnis, z.B. nach
C:\Dokumente und Einstellungen\Username\Startmenü\Programme\*.lnk
Alternativ verwenden sie das Programmverzeichnis für alle AnwenderInnen:
C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Startmenü\Programme\*.lnk

Assistenten

Assistenten helfen bei der erstmaligen Einrichtung von System-Komponenten und anderen Programmen.
Dateien *.cpl werden mit dem Dientprogramm rundll32.exe ausgeführt.

Bei Bedarf kann man alle Assistenten auch von einer → Konsole (Eingabeaufforderung) starten, z.B.
C:\> netsetup.cpl
Wenn ihnen bei der Ausführung unverständliche Fragen gestellt werden, dann finden sie zu diesem Stichwort meist Informationen im Internet. Meist kann im Zweifel der Standard-Vorschlag gewählt werden. Sie können fast alle Optionen zu einem späteren Zeitpunkt korrigieren.

Wenn ein Dienst bereits eingerichtet ist, dann wird zur Kontrolle und Änderung der bestehenden Konfiguration meist nicht ein Assistent, sondern ein ↓ Kontrollfeld oder ein Hilfsprogramm (↓ Fenster oder ↓ Konsole) verwendet.
AssistentDateiKommentar
Eingabehilfenaccwiz.exe Alternativen zur Maus einrichten
Bluetoothfsquirt.exeAnschluss von Bluetooth Geräten
Hardwarehdwwiz.cplInstallation neuer Hardware
Installeriexpress.exeErzeugt selbst-installierende Archive
Netzwerknetsetup.cplInternet, Firewall, Drucker, ..
Verzeichnis-Freigabe shrpubw.exeOrdner (Verzeichnis) im Netzwerk freigeben

Administrations-Werkzeug

Zur Administration von Windows-Systemen hat sich eine Kombination der hier vorgestellten Programme bewährt. Die meisten Werkzeuge findet man in diesem Verzeichnis und seinen Unter-Verzeichnissen:
C:\Windows\...

SoftLink:
Man erzeugt (z.B. mit Rechtklick) eine Verknüpfung (SoftLink, Alias) zu einem Programm und verschiebt den SoftLink an einen brauchbaren Pfad, z.B.
C:\Dokumente...\Admin...\StartMenü\Programme
Ein SoftLink ist selbst eine kleine Datei *.lnk deren Erweiterung versteckt wird.
Windows-SoftLinks sind nur für Ziele in fix eingebauten Laufwerken sinnvoll, da in den Pfaden die längst überholten 'Laufwerks-Buchstaben' enthalten sind. - Diese sind für mobile Speicher (USB), Netzlaufwerke und Virtuelle PC leider variabel...

Systemsteuerung:
Menü Extras | OrdnerOptionen | Ansicht | Systemsteuerung unter Arbeitsplatz einblenden
Man kann mit Rechtsklick einen SoftLink zur Systemsteuerung herstellen.
Die Systemsteuerung control.exe zeigt viele Kontrollfelder *.cpl an, zu denen man eigene SoftLinks herstellen kann.

Kontrollfelder
Viele Dateien *.cpl, meist im Pfad
C:\Windows\System32
Man kann SoftLinks zu häufig verwendeten Kontrollfeldern herstellen, z.B. zu den 'SystemEigenschaften' ( sysdm.cpl).

SystemKonfigurationsProgramm
Das Programm msconfig.exe bietet viele wichtige Optionen, z.B.
BOOT.INI - Bequeme Konfiguration des BootLoaders
SystemStart - Bequeme Konfiguration aller Optionen. Angabe der Methode (AutoStart SoftLink, Registry) und des Pfades zum gestarteten Programm. Hier kann man die zahlreichen unerwünschten automatischen Software-Updater abschalten.

ComputerVerwaltung
Das Programm compmgmt.msc bietet in guter Übersicht zahlreiche andere Programme und Kontrollfelder, z.B. Benutzer und Gruppen lusrmgr.msc, Datenträger-(Festplatten)-Verwaltung diskmgmt.msc und -Defragmentierung dfrg.msc, Dienste (Server-Programme) services.msc, ...

TaskManager
Das Programm taskmgr.exe kann man jederzeit auch mit Strg-Alt-Entf starten. Man kann damit u.a. (abgestürzte) Programme beenden, das System neu starten und das Verhalten laufender Programme (Prozessor-Zeit, Speicherplatz) beobachten.

Kontrollfelder

Dateien *.cpl werden mit dem Dienstprogramm rundll32.exe ausgeführt.
Bei Bedarf kann man alle Kontollfelder auch von einer → Konsole (Eingabeaufforderung cmd.exe ) starten, z.B.
C:\> inetcpl.cpl
Alternative: Start mit dem (nicht dokumentierten ?) Programm control.exe, z.B.
C:\> control powercfg.cpl
C:\> control userpasswords
Ohne Argument wird die Systemsteuerung geöffnet.
Einige Registry Schlüssel für Kontrollfelder
HKLM | SOFTWARE | Microsoft | Windows | CurrentVersion | ControlPanel | Extended Properties | {*}
HKLM | SOFTWARE | Microsoft | Windows | CurrentVersion | Explorer | Control Panel | Flags
HKLM | SOFTWARE | Microsoft | Windows | CurrentVersion | Explorer | Control Panel | NameSpace

Fenster-Programme (System32)

Die meisten dieser Programme befinden sich im Verzeichnis
C:\WINDOWS\System32\*.exe
Die Zahl 32 (für 32-Bit System) bezeichnet Programme mit bequemer Fenster- und Maus-Bedienung. Im Gegensatz dazu werden ↓ Konsolen-Hilfsprogramme durch Text-Eingabe gesteuert.
Bei Bedarf kann man alle Hilfsprogramme von einer → Konsole (Eingabeaufforderung) starten, und zwar auch ohne Angabe der Datei-Erweiterung, z.B.
C:\> calc
Insbesondere das Programm msconfig.exe ist sehr brauchbar und (deshalb ?) gut versteckt. Damit kann man u.a. viele der lästigen Programme abschalten, die beim Systemstart ungefragt und oft unerwünscht ausgeführt werden.

Management-Konsole

Von M$ wurde die Management-Konsole mmc.exe als universelles Verwaltungs-Werkzeug entwickelt. Das Programm arbeitet mit *.msc Dateien, denen es eine einheitliche Bedienungs-Oberfläche zur Verfügung stellt. Die Konsole sollte auch von anderen Software-Anbietern verwendet werden, dieser Möglichkeit folgten jedoch nur wenige Hersteller.
Die Verwaltung ist als hierarchischer Baum organisiert, d.h. übergeordnete Komponenten können andere enthalten.
Besonders übersichtlich und praktsich ist die zentrale PC-Verwaltung compmgmt.msc
Darin sind die meisten anderen Verwaltungs-Teile enthalten.

Konsolen-Hilfsprogramme

Eine Text-Konsole ist ein Fenster, in dem ausschließlich Text eingegeben und angezeigt wird. Diese Technik stammt noch aus der Informatik-'Urzeit' und wird oft einem der damals verwendeten Betriebssysteme (DOS) assoziiert.

Auch heute haben Konsolen-Programme durchaus eine Berechtigung, vor allem bei Verwaltungs-Aufgaben und Automatisierung.

Details zur Windows-Konsole
Ein Konsolen-Programm braucht keine Resourcen für das aufwändige User-Interface eines Programms mit Fenstern und Maus-Bedienung. Solche Programme brauchen viel weniger Speicher und laufen wesentlich schneller.

Spezialisierte → Linux-Server können optional auf das User-Interface verzichten und werden dann nur über die Shell-Konsole oder mit einem Browser (fern)-gesteuert. Diese besonders schnelle Variante ist bei Windows nicht vorgesehen.
Vom Windows-Hersteller wird nur eine Konsole cmd.exe geliefert, dazu eine Anzahl Dienstprogramme, die in der Konsolen-Umgebung laufen. Die Qualität der Programme ist unterschiedlich, da sie in einem sehr langen Zeitraum entstanden sind.

Core-Befehle

Die folgende Liste zeigt die wichtigsten Core-Befehle, d.h. jene Konsolen-Befehle, die fix integriert sind:

Start der Konsole

Wählen sie Menü-Befehl Start | Ausführen | cmd
oder Start | Programme | ...| Eingabeaufforderung
Wenn sie die Konsole oft benötigen, dann legen sie eine Verknüpfung zu diesem Programm an:
C:\WINDOWS\System32\cmd.exe
Tipp: Die integrierte Hilfe ist sehr umfangreich und für fortgeschrittene AnwenderInnen interessant (ohne / mit) Ausgabe in eine Text-Datei:
C:\> cmd /?
C:\> cmd /? >> c:\cmd_help.txt

Konsolen-Programme

Jedes ausführbare Programm kann so erstellt werden, dass es in einer Konsolen-Umgebung läuft. Wenn sich ein derartiges Programm in einem Pfad befindet, der in der → Umgebungs-Variablen PATH enthalten ist, dann kann sein Name direkt an der Konsole verwendet werden, genauso wie ein Core-Befehl.
Die folgende Liste zeigt die wichtigsten Befehle, die in Form ausführbarer Dateien verfügbar sind:
Vorsicht - Sehen sie vor Verwendung im Internet nach, was diese Programme tun ! - Manche arbeiten ungefragt bereits beim Versuch, die Hilfe anzuzeigen ...

Microsoft bietet für die meisten Arbeiten der Systemverwaltung 2 Programme an: Ein bequemes, aber stark abgemagertes Fenster-Programm, und ein Konsolen-Programm mit uneingeschränkten Fähigkeiten.

Mit Programmiersprachen wie → C/C++ lassen sich relativ einfach eigene Konsolen-Programme *.exe für besondere Aufgaben erstellen und ebenso verwenden, d.h. man kann damit die Liste verfügbarer Konsolen-'Befehle' ergänzen.
"DOS"-Links
Im Internet findet man zahlreiche Konsolen Hilfs-Programme, z.B. durch Kombination von Stichworten wie dos, tools, utilities, ...

Es gibt keine Funktions-Garantie - Im Gegenteil: Leider können viele dieser Programme Schaden anrichten. Testen sie daher - am besten auf einem → Virtuellen PC, jedenfalls aber ohne wichtige Daten. Datei-Namen wie killdisk.exe sollten als Warnung verstanden werden ...

Verwenden sie - wenn überhaupt - nur solche Programme, die es in einer Windows-Version nicht gibt, und die versprechen, die Stärken von Konsolen-Programmen zu nutzen.

Verwenden sie keine Programme, die aus DOS bzw. aus der Konsole ein grafisches System machen wollen: Grafik, Layout, Schriften, Bearbeitung von *.doc oder anderen Dateien ... ist unnötiger, manchmal gefährlicher Unsinn.

Einige Tipps zu Programm-Paketen finden sie unverbindlich im Kapitel ↓ Hilfsprogramme aus anderen Quellen.

Hier finden Sie nützliche Informationen vom Hersteller:
Microsoft Command Line Reference A-Z

SoftLinks zu Konsolen-Programmen

SoftLinks (Alias, Verknüpfungen) lassen sich sehr nützlich einsetzen, z.B. als Icons am Desktop oder als Einträge im Programme-Menü.

Einen SoftLink zu einem Konsolen-Programm erzeugt man am besten mit Menübefehl Datei | Neu | Verknüpfung: Danach wird der Pfad zum Ziel manuell eingegeben.

Wenn man das gewünschte Konsolen-Programm als Ziel angibt, wird es zwar kurz geöffnet, jedoch sofort nach Ausführung wieder geschlossen. Der rechts gezeigte Trick behebt dieses Problem.

So erzeugt man funktionierende SoftLinks zu Konsolen-Programmen:
Das Konsolen-Programm cmd.exe wird als Ziel-Programm angegeben.
Die Option /K hält das Fenster zur Anzeige offen.
Das gewünschte Programm wird als Argument übergeben.

Beispiel: SoftLink-Pfad zum Programm tasklist.exe
cmd.exe /K tasklist.exe

Konsolen-Programm   fsutil

Dieses Programm bietet zahlreiche Optionen zum Thema 'DateiSystem'. Man kann es u.a. verwenden, um in beliebigen Programmiersprachen Daten zu erhalten, die ansonsten nicht oder nur mit viel Aufwand zugänglich sind.
Hilfe: Angabe des Programm-Namens ohne sonstige Agumente, z.B.
C:\> fsutil
C:\> fsutil fsinfo
C:\> fsutil volume

Ausgewählte Beispiele:
Liste aller verwendeten ('gemounteten') Volumes (Festplatten, CD/DVD-Laufwerke, USB-Laufwerke, ...):
C:\> fsutil fsinfo drives
Typisches Ergebnis:
Laufwerke: C:\ D:\ E:\

Für alle weiteren hier vorgestellten Beispiele ist die Angabe eines bestimmten Volumes aus dieser Liste erforderlich. In den Beispielen wird das Volume C:\ verwendet, weil es (als erste Festplatte) auf fast jedem Windows-System vorhanden ist.

Laufwerk-Typ des angegebenen Volumes:
C:\> fsutil fsinfo drivetype c:
Ergebnisse je nach System, z.B.
Eingebautes Laufwerk, CD-ROM-Laufwerk, Austauschbares Laufwerk, Remote-/Netzlaufwerk, ...

Speicherplatz (gesamt, verfügbar) des angegebenen Volumes:
C:\> fsutil volume diskfree c:

Fehler: Test auf fehlerhafte Volumes:
C:\> fsutil dirty query c:

Details: Volume-Informationen (z.B. Name, SerienNummer, Dateisystem, ...) zum angegebenen Volume:
C:\> fsutil fsinfo volumeinfo c:
Low-Level Daten (z.B. Sektoren, Cluster, ...)
C:\> fsutil fsinfo ntfsinfo c:
Low-Level Zugriffs-Statistik:
C:\> fsutil fsinfo statistics c:

Diverse Hilfsprogramme

Cygwin

ist eine kostenfreie Portierung der Linux-(Shell)-Konsole auf Windows. Damit kann man die meisten Programme der professionellen Linux Konsole auf Windows verwenden.
Für fortgeschrittene AnwenderInnen sehr empfehlenswert !

Man kann die Windows-Konsole so einrichten, dass man Shell-Funktionen und Linux-Dienstprogramme direkt verwenden kann, genauso wie die oben angeführten → Windows Konsolen Programme.
Details im Kapitel Cygwin

C/C++

ist die klassische Programmiersprache zur Erzeugung von Konsolen-Programmen. Mit C/C++ hergestellte Programme laufen besonders schnell. Deshalb sind all jene Programme und Programm-Teile mit C/C++ programmiert, bei denen höchste Geschwindigkeit erwünscht ist.

Die Programmierung ist allerdings relativ aufwändig. Man braucht ein Compiler-Programm zur Erzeugung der fertigen 'ausführbaren' Programme und diese sind nicht portabel.

Details zur Programmiersprache C/C++

Perl

Die Programmiersprache → Perl ist Bestandteil aller gängigen Linux Distributionen. Perl-Programme arbeiten ausgezeichnet mit der leistungsfähigen (Shell)-Konsole zusammen und bilden das Rückgrat der Systemverwaltung.

Auf Windows muss man Perl selbst → installieren
Das wird für alle PC sehr empfohlen, die mit Administration zu tun haben. Perl kann man in verschiedenen kostenlosen Versionen aus dem Internet beziehen.

Details zur → Programmiersprache Perl und zur Installation von → Perl auf Windows-PC.

Perl ist eine 'komplette' moderne Programmiersprache und wird dort ideal eingesetzt, wo die Fähigkeiten der Konsole enden.

Perl ist System-unabhängig und daher portabel: Viele Lösungen können auf jedem gängigen Betriebssystem eingesetzt werden.

Es gibt Perl-Compiler: Damit kann man aus Perl-(Script)-Programmen *.pl ausführbare Windows-Programme *.exe erzeugen - Diese laufen auf allen Windows-PC auch ohne Perl-Installation.

PHP

Mit der Programmiersprache PHP können genauso wie mit Perl Konsolen-Programme entwickelt werden. PHP ist kostenlos für alle Betriebssysteme erhältlich.

Details zur Programmiersprache PHP, zur Installation von PHP auf Windows-PC und zur Verwendung von PHP für Konsolen-Programme ( Commandline Interface CLI).

PHP ist portabel, d.h. kann auch auf einem USB-Stick arbeiten.
Ein besonderer Vorteil: PHP-Kenntnisse sind oft vorhanden, weil PHP die populärste Programmiersprache für dynamische Webseiten ist.

FreeDOS

ist ein nicht-kommerzielles SourceForge-Projekt, das in erster Linie der DOS-Nostalgie (Spiele) zu dienen scheint.
Siehe auch GNU/DOS

In den FreeDOS-Distributionen sind zahlreiche nützliche Konsolen-Programme mit Doku (!) enthalten, z.B. auch ein einfacher C-Compiler.

GNU

ist eine nicht-kommerzielle Organisation, die eigentlich ein freies Betriebssystem verbreiten wollte.

Das ist zwar von Linux überholt wirden, aber bei GNU werden zahlreiche nützliche Programme verwaltet, auch DOS-Werkzeug.

SourceForge

Größte Organisation zur Koordination und Verbreitung von OpenSource Software, zuletzt teilweise kommerzialisiert.
Derzeit werden >100000 Projekte betreut.
SourceForge verwaltet Software aller Betriebssysteme, auch System-unabhängige Software.

Eine eigene Such-Maschine (in der SF-Titelzeile) liefert Treffer zu fast allen Suchbegriffen.
Stichwort dos+utility liefert >2000 Treffer.

CS1300

Diese Utility collection wird u.a. von der Colorado University angeboten. Sie enthält ca. 70 Programme, Bibliotheken usw, darunter den GNU Fortran Compiler, GNU Debugger, ... inkl. Doku.

Schwerpunkt dieser Sammlung ist die technische und naturwissenschaftliche Anwendung.

Windows Server 2003 Resource Kit

Bei Microsoft gut versteckt, aber sehr nützlich.
Das kostenlose Paket enthält in einem Installer rktools.exe fast 200 Dateien, von denen die meisten nicht nur an einem Server 2003 sindern auf allen gängigen Windows-Systemen funktionieren.

Schwerpunkt dieser Sammlung ist die System-Verwaltung. Für einige dieser Programme findet man im Internet sogar recht gute User Interface Programme zur bequemen Bedienung.

7Zip und InfoZip

Bieten gute Konsolen-Programme für (ZIP)-Archive. 7Zip gibt es fü die Konsole (commandline), installierbar und portabel (USB-Stick).
zip und unzip lassen sich ausgezeichnet automatisieren, z.B. durch Einfügen in *.cmd Script Programme oder durch Aufruf aus Perl- oder PHP-Programmen.

Umgebungs-Variable PATH

Wenn sich ein Hilfs-Programm als nützlich erwiesen hat, dann sollte seine Anwendung so bequem wie möglich sein. Die Suche und Eingabe komplizierter Pfade ist lästig. Durch Änderung der Umgebungs-Variablen PATH ist es einfach, diesen Punkt für alle Hilfsprogramme zu verbessern.
Die → Umgebungs-Variable PATH enthält in ihrem Wert (Text) eine Liste jener Pfade, in denen das Betriebssystem nach ausführbaren Programmen sucht. Wenn sich ein Programm in einem dieser Pfade befindet, dann genügt zum Start der Programm-(Datei)-Name ohne Pfad.
Man erzeugt ein eigenes Verzeichnis (Ordner) für Hilfsprogramme, z.B.
C:\Programme\_Hilfsprogramme

Das _ Underline-Zeichen vor dem Namen lässt dieses Verzeichnis in jeder Verzeichnis-(Directory)-Liste an erster Stelle erscheinen.
Alle Hilfsprogramme *.exe, *.cmd usw. werden in dieses Verzeichnis verschoben. Vorsicht: Das gilt nur für einfache, sauber programmierte Programme, die an jedem Pfad funktionieren.
Alternativ kann man in diesem Verzeichnis Softlinks (Alias, Verknüpfungen) zu den gewünschten Programmen anlegen. Solche Alias funktionieren (nur auf Windows) jedoch auch nach Jahren noch nicht immer genauso wie die Originale.
Der Pfad zum Hilfsprogramme-Verzeichnis wird an die vorhandene Liste angefügt:
Systemsteuerung | System | Erweitert | Umgebungsvariablen
Sowohl die Benutzervariablen als auch die Systemvariablen können eine Variable mit dem Namen PATH enthalten.
An die bestehende Liste wird am Ende ein ; Strichpunkt als Trennzeichen angefügt, danach das Hilfsprogramme-Verzeichnis.
Kontrollieren sie, ob die Variable auch nach einem Neustart den zusätzlichen Pfad enthält:
C:\> path
Als Lohn der Mühe lassen sich nun alle im Hilfsprogramme-Verzeichnis enthaltenen Programme ohne Angabe des Pfades und/oder der Datei-Erweiterung starten. Alle Beispiele starten das gleiche Programm:
C:\> c:\programme\_hilfsprogramme\test
C:\Programme\_Hilfsprogramme> test.exe
C:\> test
D:\> test.exe
D:\Daten> test

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