Standards

Chancen ohne Monopole !

In diesem Web werden Standards verwendet, wo immer das möglich ist. International anerkannte Standards gewährleisten die Kompatibilität von Software und Daten. Falls möglich, werden Offene Standards bevorzugt, d.h. solche, die ohne Lizenzgebühren zugänglich sind, und die nicht von einem einzelnen Hersteller abhängig sind.
Offene Standards für AnwenderInnen, HerstellerInnen, Monopolisten
Datum und Zeit ISO-8601, Unix-Timestamp, Y1900-Datum und andere ...
Ethernet Standard IEEE-802 als Grundlage der meisten Netzwerke
Farbe RGB, CMY, HSB und andere: Farbe in der Informatik
MIME-Type text/plain, text/xml, image/png und andere ...
BinHex Codierung beliebiger Dateien als Texte
Netzwerk Ethernet, IPv4, IPv6, TCP, UDP, ICMP, DHCP, HTTP, ...
Papierformate Standard-Formate und US-Formate in verschiedenen Einheiten
RichText Standard für formatierten Text
Schriftgröße Typografische Einheiten in Theorie & Praxis, mit Live-Rechnung
Staaten Standard-Codes für Staaten (ISO-3166, fi, kfz, tel, tld, ...)
Zahlen Bin-Oct-Dec-Hex, Ziffern, Ganze Zahlen, Gleitkomma (IEEE-754)
Zeichencodes Zeichen: ASCII, ISO-8859, Unicode, UTF, Schriftgröße, -Familie,...
Unfaire Patente ? Kampagne gegen unfaire Software-Patente
Links Ausgewählte Standard-Links Links zum Thema 'Standards'

Freud und Leid mit Offenen Standards

Offene Standards sind weltweit ohne Lizenzgebühren zugänglich und nicht von einzelnen Herstellern abhängig.
Für AnwenderInnen bieten Offene Standards große Vorteile.
Zur Bearbeitung standardisierter Fachgebiete (z.B. Textverarbeitung) lassen sich beliebige Werkzeuge einsetzen.
Wenn es am Markt neue, verbesserte Werkzeuge gibt, lassen sich diese problemlos verwenden.
Daten lassen sich weltweit ohne Umwandlung austauschen. Man kann sie überall mit jeder Standard-Software bearbeiten.
Man kann von Schulungen mehr profitieren: Das erlernte Wissen lässt sich auf ein ganzes Fachgebiet (z.B. Kalkulation) anwenden, nicht nur auf ein einzelnes Produkt.
Für EntwicklerInnen bieten Offene Standards große Vorteile.
Die eigene Software kann weltweit ohne Änderung (abgesehen von Sprache/Text) eingesetzt werden und fügt sich problemlos in die Arbeits-Umgebung jedes PC ein.
Das bietet gute Chancen für gute Produkte.
Man kann sich auf das Kernthema einer Entwicklung konzentrieren. Alle anderen Bereiche werden ja durch Standard-konforme Software abgedeckt. Das macht gute Software schlank und preisgünstig.
Für Monopol-Hersteller bieten Offene Standards leider nur Nachteile.
KundInnen werden nur dann neue Software kaufen, wenn diese wirklich besser ist. Man kann sie leider nicht zum regelmäßigen Kauf neuer Versionen nötigen.
Man muss in Weiterentwicklung investieren, um am Markt zu bleiben, da die KundInnen viel leichter auf andere Produkte umsteigen können.
KundInnen können ihre Software nach Bedarf zusammenstellen und kaufen daher nur einzelne Produkte, wenn diese benötigt werden und gut genug sind. Ohne Standards kann man sie zum Kauf ganzer Produktgruppen nötigen, dabei bringt man auch minderwertige Ware am Markt unter.
Sie haben die freie Wahl, Standard-konforme Software einzusetzen. Heute ist für jedes Fachgebiet eine Auswahl erstklassiger Software verfügbar. Sie können das für ihren Bedarf beste und preisgünstigste Produkt verwenden.

Allerdings können sie auch dem geschickten Marketing mächtiger Hersteller folgen, das sie gerne vom Gegenteil überzeugen möchte . . .

Webstandards Now ! Free Standards Group

Keine unfairen Software-Patente !

Viele Fachleute, Organisationen und Unternehmen nehmen an der laufenden Kampagne gegen unfaire Software-Patente teil. Dabei geht es nicht darum, kreativen Entwicklern den Lohn ihrer Arbeit vorzuenthalten, sondern ziemlich genau um das Gegenteil.

Derzeit laufen Betrebungen, auch in der EU ein Patentrecht einzuführen, das großen Konzernen praktisch eine Art von Patent-Monopol einräumt. Die Bestrebungen gegen dahin, Patente für allgemeine Verfahren einzuräumen, unabhängig von deren technischer Realisierung.

Stark vereinfacht: Wer z.B. ein Patent 'zum Fangen von Mäusen' hat, der soll damit automatisch das Patentrecht auf alle zukünftig noch zu erfindenden Mausefallen haben. Wenn später ein anderer Mensch eine geniale neue Mausefalle erfindet, dann könnte er diese Idee nicht verwerten, sondern wäre demjenigen Konzern lizenzpflichtig, welcher das allgemeine Patent hält.

Dieser absurd KonsumentInnen-feindliche Ansatz könnte sich auch in der EU auf Druck der großen US-Konzerne durchsetzen. M$ spielt dabei eine besonders unrühmliche Rolle - Man möchte eben lieber prozessieren als gute Produkte herstellen ...
Die Folge wären:
Geistiger Stillstand: Große Konzerne mit vielen Patenten brauchen kein Geld für Entwicklung auszugeben. Viel billiger sind ein paar schlaue Anwälte, die ihnen die Rechte an möglichst vielen zukünftigen Entwicklungen 'im voraus' sichern.
Kleine innvoative Unternehmen können nicht entwickeln, denn die Ergebnisse ihrer Arbeit wären schon im vorhinein an die wenigen großen Patent-Inhaber vergeben.
Für die europäische Intelligenz wäre das de facto eine Versklavung an die großen multinationalen Konzerne.
Die Verbraucher haben sich auf Informatik-Gebiet ohnehin schon großteils in die Abhängigkeit begeben, aber mit solchen Patenten könnte der IT-Marktführer die lästige Konkurrenz von Linux & co. rasch loswerden - Ganz ohne eigene Ideen und Produkte, einfach mit ein paar Prozessen . .
Das juristische Kapern fremder Erfindungen oder auch bestehender Teile von Natur und Kultur ist im Raub-Kapitalismus kein Einzelfall:

Im deutschen Sprachraum hat ein Süßwaren-Konzern das Wort "Kinder" für kommerzielle Verwendung besetzt. Wer z.B. Kinder-Zahnbürsten erfindet, bewirbt oder verkauft, wird erfolgreich verklagt.
Im privatern Bereich darf man das Wort vorläufig noch lizenzfrei verwenden...
Ein US GenTech-Konzern hat bereits in vielen Staaten Patente auf Erbgut erhalten, das in ganz gewöhnlichen Schweinen enthalten ist. Damit wird bald jeder Schweinebauer der Welt lizenzpflichtig, selbst wenn er seine Schweine aus uralten Rassen züchtet, die nie etwas mit dem Konzern zu tun gehabt haben...
NoSoftwarePatents Free Patents


XHTML CSS