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Schnittpunkt von Kultur und Informationstechnik - Kalender - Zeit |
Astronomie
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Monat |
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Ein Mond ist nichts Besonderes: Fast alle Planeten haben einige, manche sogar
zahlreiche Monde. Die Erde hat nur einen Mond, der allerdings relativ groß
im Verhältnis zu seinem Planeten ist. Der Mond umkreist auf seiner Bahn die Erde. Die Ebene seiner Bahn liegt fast in der gleichen Ebene wie die Erdbahn (Ekliptik). Auch das ist nicht ungewöhnlich, denn fast alle Monde aller Planeten bewegen sich ebenfalls in dieser Ebene. Als Ursache wird die gemeinsame Entstehung aller Planeten und der meisten ihrer Monde aus einer die Ur-Sonne umkreisenden Staub-Scheibe angenommen. Es ist ein seltener Zufall, dass von der Erde aus Sonne und Mond ungefähr gleich groß erscheinen. Das war allerdings nicht immer so und wird sich in langen Zeiträumen wieder ändern. |
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Mondphasen:Der Mond erhält ebenso wie die Erde Licht von der Sonne. Genau eine Hälfte ist hell beleuchtet, die andere ist so dunkel, dass man sie von der Erde nur in besonders klaren Nächten sehen kann.Der Winkel Erde - Mond - Sonne ändert sich bei jedem Mond-Umlauf zwischen 0..360°: Wenn man von der Erde aus zum Mond blickt, dann zeigen sich die typischen Muster einer seitlich beleuchteten Kugel: ● Wenn wir die Sonne genau im Rücken haben, dann sehen wir die voll beleuchtete Scheibe des Vollmonds. ● Wenn der Mond genau die Erdbahn kreuzt, dann sehen wir ihn "von der Seite", d.h. wir blicken genau auf die Grenze zwischen Licht und Schatten (Terminator) und sehen Halbmond. Je näher der Mond in die Sichtlinie zur Sonne gerät, desto schmaler wird seine Sichel. ● Wenn er von der Erde aus in Richtung der Sonne steht, dann können wir nur seine Schattenseite sehen, den Neumond. |
Sonnen- und Mond-Finsternis:Meist befindet sich der Mond geringfügig oberhalb oder unterhalb der Ebene der Erdbahn (Ekliptik). Manchmal kreuzt er jedoch genau dann diese Ebene, wenn Sonne, Mond und Erde genau auf einer Linie liegen:● Wenn sich dabei die Erde zwischen Sonne und Mond befindet (lunar eclipse), dann fällt der Schatten der Erde auf den Mond - Eine Mond-Finsternis ist nur bei Vollmond möglich. ● Wenn sich der Mond zwischen Sonne und Erde befindet (solar eclipse), dann fällt der Schatten des Mondes auf die Erde - eine Sonnen-Finsternis ist nur bei Neumond möglich. Die Bahn des Mondes ist allerdings nicht genau kreisförmig sondern etwas elliptisch. Wenn sich der Mond gerade nahe zur Erde befindet (Perigeum), dann kann er die Sonne vollständig abdecken. Wenn er sich gerade in maximaler Entfernung (Apogeum) befindet, dann sehen wir eine ringförmige Sonnenfinsternis. Da sich die meisten Planeten und Monde in der gleichen Ebene (Ekliptik) bewegen, sind Verfinsterungen durchaus häufige Ereignisse. Man kann z.B. gut beobachten, wie die Schatten von Jupiter-Monden über die Oberfläche von Jupiter ziehen. |
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| Größe und Abstand von Erde und Mond (ungefähr Maßstab-gerecht): | ||||||||||||||||||||||||||||||
Vergleichs-Daten:
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Mond-Bahn:
1 Monat - die Zeit zwischen 2 gleichen Mondphasen - ist jedoch länger ! |
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Synodischer Monat:Bei Beobachtung von der Erde beachtet man meist die Mondphasen, die sich durch seitliche Beleuchtung des Mondes ergeben. Die Mondphasen sind vom Sichtwinkel Erde - Mond - Sonne abhängig.Während eines Mond-Umlaufs (27.32 Tage für 360°) bewegt sich die Erde selbst auf der Bahn um die Sonne (365.25 Tage für 360°) Dabei ändert sich der Sichtwinkel zur Sonne um 27.32 / 365.25 * 360 = 26.93°
Um diesen Winkel muss sich der Mond zusätzlich bis zur gleichen Phase drehen.
Dabei ändert sich wieder der Sichtwinkel ein wenig, usw.Wenn man diese Rechnung weiterführt, erhält man als Grenzwert die synodische Monatslänge zwischen 2 gleichen Mondphasen. Allgemeine Berechnung für Monde von Planeten:
us = um + um2/uz + um3/uz2 +
um4/uz3 + ...
us..synodische Umlaufzeit (gleiche Beleuchtungs-Phase) des Mondesum..Umlaufzeit des Mondes (für 360°) uz..Umlaufzeit des Zentralkörpers (Erde um Sonne) |
Das Wort 'synodisch' bezeichnet relative Daten, die sich bei Beobachtung von der Erde aus ergeben. Da die Erde rotiert, sich auf ihrer Bahn bewegt, und ihren Sichtwinkel zur Sonne laufend ändert, sind synodische Daten zwar leicht zu messen, aber zur Berechnung der Himmels-Mechanik kaum zu verwenden. In der Astronomie verwendet man vorzugsweise Daten, die an ein 'Inertialsystem' gebunden sind, d.h. an ein im Raum fixiertes Koordinatensystem. Das Äquator-(Ekliptik)-System mit der Sonne im Mittelpunkt (Ursprung) und der Erdbahn als xy-Fläche eignet sich gut als Bezugssystem für die Körper des Sonnensystems. Da sich das Sonnensystem jedoch selbst in der Galaxis bewegt, verwendet man für die Sterne (unserer Galaxis) besser das Galaktische System - unsere Galaxis (Milchstraße) mit dem zentralen Schwarzen Loch als Mittelpunkt und die Haupt-Ebene dieses Spiralnebels als xy-Fläche. Noch weitreichendere Systeme sind nicht notwendig: Die individuelle Bewegung naher Sterne ist größer als ihre systematische innerhalb der Galaxis. Darüber hinaus ändert sich die Lage des Sonnensystems in der Galaxis so langsam, dass sich das äquatoriale und das galaktische System praktisch fix umrechnen lässt. |
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Durchschnittliche Länge eines Monats im Jahr 2000:
1 Monat = 29 Tage + 12:44:02.90 =
1 Synodischer Monat = 29.53058912 Tage |
Wikipedia:
Synodisch
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Mond-Kalender |
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Alle Völker entwickelten zusammen mit einer hochstehenden Zivilisation auch einen
Kalender. Die Umlaufzeiten der Erde (Jahr) und des Mondes (Monat) passen nicht
ganzzahlig zusammen: Ein Jahr (365.2422 Tage) hat derzeit 12.37 Monate (29.53 Tage) Man musste sich daher entscheiden, entweder die Sonne oder den Mond als Maßstab zu verwenden. |
Unser heute mehrheitlich verwendeter gregorianischer Kalender ist ein Sonnen-Kalender.
Die Mond-Kalender sind sozusagen (derzeit) historisch unterlegen. Dennoch sind Kenntnisse darüber historisch und technisch interessant. |
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Der Mond als Kalender-Maßstab hat den großen Vorteil, dass jeder Mensch
ihn ohne Hilfsmittel selbst beobachten kann: Die Position des Mondes am Himmel und
seine Phase ändern sich täglich eindeutig. Andererseits fällt ein bestimmtes Datum (z.B. der Frühlings-Anfang) in jedem Jahr auf eine andere Mondphase. Zur richtigen Interpretation der sichtbaren Mondphase werden daher Experten benötigt - ein ebenso schwer wiegender Nachteil. |
Der Monats-Nullpunkt wurde je nach Kultur anders gewählt: Der Vollmond kann gut, aber nicht sehr genau beobachtet werden. Der Halbmond kann ziemlich genau beobachtet werden, hat jedoch wenig ideologischen Wert. Der Neumond kann kaum beobachtet werden, an seiner Stelle wurde manchmal die erste sichtbare Mondsichel als Nullpunkt gewählt. |
| Mond-Kalender verwenden meist abwechselnd Monate von 29 und 30 Tagen Länge - Damit wird die Länge eines synodischen Monats näherungsweise wiedergegeben. Allerdings ist ein derartiger Monat im Mittel etwas zu kurz und muss regelmäßig korrigiert werden. | Die Umlaufzeit des Mondes (erkennbar an seiner Position am Himmel) und die Mondphasen verschieben sich um ca. 2.2 Tage pro Monat. |
| Beispiele für Mond-Kalender: Keltischer, alter Römischer, Islamischer, | |
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Wikipedia:
Lunarkalender,
Lunisolarkalender,
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