| Die zufälligen momentanen Daten für einige Körper des Sonnensystems bestimmen alle Bereiche des Lebens auf der Erde. | Die astronomischen Aspekte von Kalender und Zeit werden auf einigen Seiten demonstriert. |
Datum & Zeit
|
Schnittpunkt von uralter Kultur und Informationstechnik |
Kalender
|
Spezielle Aspekte der Informationstechnik |
| Astronomie | |
| Jahr | Umlauf der Erde um die Sonne |
| Monat | Umlauf des Mondes um die Erde |
| Tag | Drehung der Erde um die eigene Achse |
| Sternzeit | Die Uhren der Astronomen gehen anders |
| Planeten | Datum & Zeit auf anderen Planeten des Sonnensystems |
Astronomie |
|
|
Die Ursachen für die Grundlagen unseres Kalenders liegen in der
zufälligen momentanen Anordnung des Sonnensystems. ► Mit dem Umlauf der Erde um die Sonne ändern sich die Jahreszeiten, die Sonnenhöhe zu Mittag, sowie die Richtung zum Sonnenaufgang und -Untergang. ► Durch den Umlauf des Mondes um die Erde entstehen die sichtbaren Mondphasen sowie Ebbe und Flut ► Wegen der Rotation der Erde um die eigene Achse erleben wir Tag und Nacht. |
Diese Erscheinungen prägten die Erde bereits lange vor den ersten Lebewesen,
sie beeinflussten durch Millionen von Jahren (fast) alle Organismen und sie
bestimmen noch immer das Leben der meisten Menschen - Selbst bei elektrischer
Beleuchtung in geheizten Zimmern. Ein Kalender versucht, Jahr, Monat und Tag durch ein System von Regeln zu beschreiben. Das hatte schon für die Urmenschen große praktische und spirituelle Bedeutung. Durch genaue astronomische Beobachtung fanden die Menschen aller Kulturen zahlreiche Hinweise zur Gestaltung guter Kalender. Auf dieser Seite werden einige dieser empirisch gefundenen Regeln und die daraus abgeleiteten Theorien dargestellt. |
|
■
Es wäre ein extrem unwahrscheinlicher Zufall, wenn etwa die Umlaufzeit
des Mondes oder der Erde ganzzahlige Vielfache der Tageslänge wären. Ein Monat (Zeit zwischen gleichen Mondphasen) fällt zwischen 29 und 30 Tage, ein Jahr zwischen 356 und 366 Tage sowie zwischen 12 und 13 Monate. |
■
Daher ist es prinzipiell unmöglich, ein Jahr in eine konstante Anzahl
gleich langer Monate oder Tage aufzustellen, oder Monate mit einer konstanten
Anzahl von Tagen. Alle Versuche, derartige Systeme durchzusetzen, scheiterten: Die solcherart berechneten Monate oder Jahreszeiten stimmten bald nicht mehr mit der beobachteten Realität überein. |
|
■
Alle Bemühungen, welche die Menschheit seit Jahrtausenden anstellte,
um zuverlässige Kalender zu entwickeln, drehen sich um die Aufstellung von
Regeln zur näherungsweisen Beschreibung der astronomisch begründeten
Erscheinungen. ■ Die ältesten Bauwerke aller Kulturen haben ausnahmslos Bezüge zu astronomischen Kalender-Daten. Sie selbst oder bestimmte Achsen sind nach den Richtungen von Tag- und Nachtgleiche oder der Sonnenwende ausgerichtet. Die Kalender weit entfernter Kulturen gelangten auch ohne Kontakt miteinander zu ganz ähnlichen Ergebnissen. |
|
|
Kalender und Zeit sind höchst lokale Aspekte einer erdgebundenen Zivilisation. Es ist schon schwierig, diese Begriffe auf mittlerweile alltägliche wie die Raumfahrt zu übertragen. Auf Raumstationen gibt es "täglich" ca. 16mal Sonnenaufgang und "Mittag". |
Es ist interessant, wenn "Außerirdische" in SF-Filmen von Jahren,
Monaten oder Tagen 'sprechen' - Die Rotationszeiten und Umlaufzeiten auf anderen
Welten sind sicher unterschiedlich, und das Vorhandensein von genau einem
großen Mond wäre ein extrem unwahrscheinlicher Zufall. Aber auch sonst
beschränken sich ja die Unterschiede zu irdischen Menschen oft auf spitze Ohren ...
|
| Verbesserte Technik erlaubt immer genauere Messung der astronomisch relevanten Zeiten: Heute ist bekannt, dass auch die Rotationszeit der Erde veränderlich ist, ebenso wie die Umlaufzeiten des Mondes und der Erde. |
Eine eigene internationale Behörde
(
|
BeobachtungenIn vielen Kapiteln dieses und anderer Webs werden Beobachtungen beschrieben, die mit Datum und Zeit in Zusammenhang stehen.Die beobachteten und gemessenen Ereignisse dienen einerseits als Anregung zur Aufstellung von Hypothesen, andererseits kann man die Brauchbarkeit von Kalender-Regeln daran messen, ob und wie genau man damit zukünftige Ereignisse voraussagen kann. |
AstronomieDie genaue Beobachtung der Himmelskörper liefert zahlreiche Daten. Bei kluger Interpretation kann man daraus Theorien entwickeln und die Bewegungen der Körper beschreiben und vorhersagen.Die Astronomie hat den Vorteil, dass sie viele Ereignisse mit sehr großer Genauigkeit und über sehr lange Zeiträume berechnen kann. Gute Kalender-Regeln kann man u.a. daran messen, ob es möglich ist, sie auf andere Himmelskörper zu übertragen, wenn man deren Bewegungs-Daten kennt. Deshalb werden viele der hier vorgestellten Regeln zumindest im Gedanken-Experiment auf andere Himmelkörper übertragen. |
|
|
|
■
Anlass zur Verwirrung gibt die Tatsache, dass sich BeobachterInnen auf der
Erdoberfläche nicht nur um die Erdachse, sondern einmal jährlich auch um die
Sonne bewegen. Dadurch ergibt sich eine "unbemerkte" Umdrehung pro Jahr. Für BeobachterInnen ausserhalb des Sonnensystems (Sternzeit) erscheint 1 Erdumlauf um die Sonne = 366.24219 Erdumdrehungen
Für BeobachterInnen auf der der Erdoberfläche (Sonnenzeit)
gilt
1 Erdumlauf um die Sonne = 365.24219 Erdumdrehungen
In den entsprechenden Einheiten bedeutet das
1 Mittlerer Sonnentag = 24:03:56.55 siderische Zeit (Sternzeit)
Die Differenz ergibt im Laufe eines Jahres genau 1 Tag (1 Umdrehung).1 Siderischer (Stern)-Tag = 23:56:04.1 Sonnenzeit. ■ Als Nullpunkt für die Berechnung von Siderischer und Sonnenzeit wird der Frühlingspunkt gewählt (Tag- und Nachtgleiche). Das ist jener Punkt, an dem Nord- und Südhalbkugel genau gleich viel Licht von der Sonne erhalten. |
■ Mittlerweile ist die Genauigkeit der Zeitmessung so groß, dass man Veränderungen in der Rotations- und Umlaufzeit der Erde messen kann. Die Erde verringert ihre Rotationsgeschwindigkeit lamgsam. Daher wird die Zeit heute nicht mehr nach astronomischen sondern nach physikalischen (Cäsium-Uhren) Grundlagen bestimmt. ■ Die irregulären Abweichungen werden mit Schaltsekunden zur Mitte und/oder am Ende eines Kalenderjahres korrigiert. Die derzeit letzte Schaltsekunde wurde zur Jahreswende 2008 eingefügt. • Schaltsekunden stellen für Computer kein Problem dar, da weltweit alle wichtigen und gut gewarteten Server mit Zeit-Normalen fast beliebig genau synchronisiert werden (→ NTP). Wenn wegen die unkontrollierten Emissionen der Industrie die Polkappen der Erde schmelzen, kommt es zu einer Verlagerung sehr großer Massen. Das wird u.a. eine deutliche Veränderung der Erdrotation bewirken. |
|
Letzte Änderung dieser Seite: 2011-11-30 00:33:19
|