| Die Verwendung von Java ist heute aus der Informatik nicht mehr wegzudenken. Deshalb ist Java ein fixer Bestandteil moderner Betriebssysteme. | Auf Windows ist normalerweise die Java VM (Virtual Machine) von Microsoft installiert. Es ist empfehlenswert, den Original Java von Sun/Oracle zu installieren, je nach Bedarf für Anwendung (JRE) oder Entwicklung (JDK). |
Java
|
Starker Kaffee |
| Strategie | Neu oder Update, JRE oder JDK, ... |
| JRE | Java Runtime Engine zur Ausführung von Java Programmen |
| JDK | Java Solution Developer Kit zur Entwicklung von Java Programmen |
| Test | Überprüfung der Java-Installation |
| JavaCpl | Das Java Control Panel |
| Update | Der ungefragt laufende Update Scheduler und seine Abschaltung |
| NetBeans | Komfortable Entwicklungs-Umgebung |
| Tomcat | Ausführung von Java Servlets |
Strategie |
|
|
Es ist klug, vor der Installation von Java die beste Strategie zu überlegen.
Das ist nicht lebenswichtig, kann jedoch viel Arbeit und Zeit sparen. ♣ Tipp: Nehmen sie sich dafür Zeit und führen sie die Arbeiten ohne Störung aus (z.B. abends oder am Wochenende). Führen sie ein Update niemals unter Stress oder Zeitdruck durch ! |
Die Wahl der Strategie wird hauptsächlich durch 2 Punkte bestimmt: ▶ Java ist eine Resource, die von vielen wichtigen Programmen verwendet wird. Jedes davon muss von einer neuen Java Version informiert bzw. dafür konfiguriert werden. ▶ Java kann gleichzeitig in mehreren Versionen installiert werden. |
VersionMan muss nicht jede neue Version installieren.• Analysieren sie, welche Version auf ihrem PC installiert ist, und lesen sie zumindest die kurzen Notizen zu den Änderungen der neuesten Version. Die Installation kostet einige Arbeit und kann die Installation neuer Versionen anderer Programme notwendig machen. Das gilt auch umgekehrt: • Vor der Installation einer neuen Haupt-Versionen z.B. von OpenOffice ist die Installation der aktuellen Java-Version sinnvoll, damit die neue Software optimal funktioniert. |
Installation oder UpdateJava kann in mehreren Versionen installiert werden. Das kostet Speicherplatz, ist unübersichtlich und oft nicht einmal wirksam.● Ein 'einfaches' Update macht weniger Arbeit und installiert die neue Version neben den bestehenden. Allerdings ist dann nicht gesichert, welche Version von ihrer Software verwendet wird. ● Löschen und Neu-Installation macht mehr Arbeit, spart jedoch Platz und schafft klare Verhältnisse. |
Andere ProgrammeJava ist eine Resource, die von zahlreichen Programmen verwendet wird. Eine neue oder zusätzliche Java-Version wird von den Programmen leider nicht automatisch verwendet. Installation oder Update von Java ist ohne nachfolgende Konfiguration und Kontrolle nicht sinnvoll !● Auto-Update
Einige Standard-Browser werden bei der Java-Installation automatisch konfiguriert
(↓ Java Control
Panel), sie sollten daher vor Java bereits installiert sein.● PATH
Die meisten anderen Programme verwenden die
→ Umgebungs-Variable PATH. Der Pfad zu Java
muss dort eingetragen und nach jedem Java Update genau kontrolliert werden.● Konfiguration
Einige Programme (z.B.
OpenOffice)
müssen für Java konfiguriert werden.• Wenn sie neu installiert werden, sucht der Installer meist automatisch nach verfügbaren Java Versionen. • Bereits installierte Programme müssen nach einem Java Update neu konfiguriert werden ! (Details im Kapitel ↓ Java Control Panel dieser Seite). |
AnwenderIn oder EntwicklerInOriginal Sun/Oracle Java wird in 2 Versionen angeboten. Entscheiden sie sich für eine davon:● JRE (↓ Java Runtime Engine) ist für die Anwendung konfiguriert. Nach Installation und Konfiguration wird Java von allen Browsern, von OpenOffice und anderen Programmen verwendet. Für alle gängigen Betriebssysteme gibt es eigene JREs. ● JDK (↓ Java Developer Kit) ist für die Entwicklung konfiguriert und enthält als Bestandteil den kompletten JRE. Der Bedarf an Resourcen ist weit größer und für die reine Anwendung sinnlos. Java Entwicklung:
Für EntwicklerInnen gibt es eine Menge zusätzlicher Software,
z.B. ↓ NetBeans,
Glassfish, ↓ Tomcat.
Installieren sie entweder kombinierte Pakete (z.B. JDK+NetBeans) oder zuerst
den JDK, danach die Entwicklungs-Umgebung.
|
Pfade, Namen, VersionenJava kann in mehreren Versionen installiert werden. Sie werden durch komplizierte Versions-Nummern voneinander unterschieden. Das zieht nach jedem Java Update einige Arbeit nach sich !♣ Tipp: Löschen sie alte Java-Versionen und installieren sie Java neu. Dann liegt nur eine Java-Version vor, die leichter kontrolliert werden kann. Mehrere Versionen schaffen komplizierte Verhältnisse. ♣ Nehmen sie sich die Zeit, jede manuelle Pfad-Änderung sehr sorgfältig zu kontrollieren. Winzige Tippfehler können die korrekte Funktion verhindern und sind schwer zu entdecken. ● Original Namen
Die meisten AnwenderInnen belassen die komplizierten Original-Namen der Verzeichnisse
(Ordner) und Dateien. Danach müssen diese Namen an allen Stellen manuell
geändert werden, wo sie eingetragen wurden, d.h. im Betriebssystem
(
→ Umgebungs-Variablen) und in den meisten Programmen, die Java verwenden
(OpenOffice).
Wenn man das nicht beachtet, wird Java nicht richtig oder gar nicht verwendet.● Kurz-Namen
Alternativ kann man die Original-Namen kürzen (die Versions-Nummern entfernen).
In diesem Fall genügt die einmalige Eintragung der Kurz-Namen im Betriebssystem
(Umgebungs-Variablen) und in allen Programmen, die Java verwenden
(OpenOffice).
Dafür muss man nach jedem Java Update die Namen so kürzen,
dass sie mit den eingetragenen Namen genau übereinstimmen.
|
Offline oder OnlineVor dem Download kann man meistens wählen, welche Art der Installation man wünscht. In beiden Fällen ist das Download-Volumen etwa gleich groß, bei der Online-Installation wird jedoch zusätzlich der relativ kleine Installer geladen...● Die Online-Installation eignet sich für wenig versierte AnwenderInnen. Der Installer wird geladen und gestartet. Er führt den gesamten 'eigentlichen' Download und die Installation durch. Vorteil: Wenige Fragen. Nachteil: Muss bei jeder Installation am gleichen oder an anderen PC wiederholt werden. ● Die Offline-Installation ist meist besser und vor allem sparsamer. Man erhält eine Installer-Datei, die am eigenen PC oder auf jedem anderen PC ohne weiteren Download beliebig oft installiert werden kann. Für EntwicklerInnen die einzige sinnvolle Variante. |
TestEs ist empfehlenswert, unmittelbar nach einem Java Update die korrekte Funktion der wichtigsten Programme zu testen (Browser, OpenOffice).AdministratorInnen legen dazu eine CheckListe an und bereiten Daten vor (z.B. eine einfache Webseite mit Ausgabe der Java-Version und einem → Java-Applet). |
|
Java Runtime Engine - JRE |
|
| Wenn sie Java Programme auf ihrem PC ausführen wollen, dann muss eine Java Virtual Machine (VM) installiert sein. Die JVM ist ein virtuelles Betriebssystem, auf dem Java-Programme *.class in Byte-Code ausgeführt werden. | Die JVM stellt die Schnittstelle zwischen Betriebssystem und den portablen Java-Klassen her, und ist daher für jedes Betriebssystem unterschiedlich. Der Java Runtime Engine (JRE) von Sun/Oracle enthält die JVM für ihren PC. |
Installierte Version ?● Stellen sie vor einer Installation fest, ob Java auf ihrem PC bereits installiert ist: Hier sollten sie eine allfällige Installation unter dem Stichwort "Java" finden.● Falls JRE bereits installiert ist, befindet sich auf ihrer Festplatte mindestens ein Programm java.exe, z.B. C:\Programme\Java\jre*\bin\java.exe
Wenn sie dieses Programm in einer
→
Konsole cmd.exe starten, dann wird die Hilfe angezeigt.
C:\> java -version
|
● Sie können gleichzeitig mehrere JRE-Versionen verwenden. Falls dazu kein besonderer Grund besteht, löschen sie besser die alte JRE-Version vor Installation einer neuen. So wird der JRE gelöscht: ● Nach Installation oder Update sollten sie alle wichtigen Programme, die Java verwenden, konfigurieren bzw. kontrollieren. |
Die aktuelle Version von JRE finden sie auf der
Java-Homepage beim Hersteller
Sun /
Oracle. |
Die Größe des Installers beträgt derzeit ca. 16MB, der
Platzbedarf auf der Festplatte ca. 80MB. Der Installer wird durch Doppelklick aktiviert und arbeitet so wie jedes andere Installations-Programm auf Windows. |
TestNach Installation von Java sollten Java-Programme problemlos laufen.Zur → Java-Testseite in diesem Web. |
● Das JRE-Verzeichnis enthält im Namen meist zusätzlich die Versions-Nummern - Ändern sie diesen Namen nicht ohne genaue Überlegung ! |
UpdatesMit jeder Java-Version wird derzeit das Programm jusched.exe (↓ Java Update Scheduler) installiert: Es verbindet mit Sun und sieht nach, ob es schon eine neue Version gibt. |
Tipps zur ↓ Abschaltung. |
Java Solution Developer Kit - Java SDK oder JDK |
|
EntwicklerInnen besorgen sich die neueste stabile Arbeitsversion des Java SDK (JDK)
von Sun: DownloadDer JDK ist im Web von Sun erstaunlich gut versteckt und hat öfters die Adresse gewechselt. Vermutlich will man sicherstellen, dass normale AnwenderInnen nicht irrtümlich den JDK installieren.Derzeit aktuelle Adressen: http://developers.sun.com/ http://developers.sun.com/downloads/ http://java.sun.com/javase/downloads/index.jsp (mit Java Doku !) |
●
Wenn sie den JDK installieren, benötigen sie keinen
↑ JRE, dieser ist bereits
im JDK enthalten. ● Der JDK enthält die Konsolen-(Commandline)-Programme zur Umwandlung von Java Quelltext in ByteCode (und zusätzlich im JRE das Programm zur Ausführung von ByteCode). Die meisten EntwicklerInnen erwarten mehr Komfort und installieren daher zusätzliche Werkzeuge. Die Größe des JDK Installers beträgt derzeit ca. 80MB, der Platzbedarf auf der Festplatte ca. 200MB. (Dazu kommen meist weitere Java Werkzeuge). Der Installer wird durch Doppelklick gestartet. |
|
Planen sie vor Installation den für sie sinnvollen
Pfad: Übersichtlicher ist C:\Programme\Java
für reine Java-Entwicklung besser ist meist
C:\Java
In jedem Fall sollten sie eigene Entwicklungen in einen
anderen Pfad setzen. Ansonsten besteht Gefahr, dass ihre Dateien bei einer neuen
Java-Installation irrtümlich gelöscht werden.
|
●
Ihre eigene Entwicklungs-Umgebung sollte den Pfad zu den Java-Resourcen am besten 'Live'
aus dern Umgebungs-Variablen CLASSPATH und PATH entnehmen.
Das funktioniert bei
Neu-Installation des JDK problemlos. ● Wenn sie ihre Pfade jedoch fix als Texte festlegen, dann kann es besser sein, die komplizierten Versions-Nummern aus den Verzeichnis-Namen zu entfernen. Auch dann müssen sie die Umgebungs-Variablen (nächster Absatz ) auf die richtigen Pfade weisen ! |
Umgebungs-VariableJava-Programme suchen in 2 Umgebungs-Variablen (Linux, → Windows) nach den benötigten Java-Resourcen. Manche Installer setzen diese Variablen selbst. Allerdings sollten sie diese Daten unbedingt kontrollieren und evtl. korrigieren !Analysieren sie zuerst die → Umgebungs-Variablen. Öffnen sie ein Konsolen-Fenster (Windows-Eingabeaufforderung cmd.exe) und geben sie ein:
C:\> set classpath
Die aktuellen Daten ihres Systems werden angezeigt.C:\> set path Diese beiden Umgebungs-Variablen werden auch auf Linux verwendet. |
Auf Windows verwenden sie zur Änderung der Umgebungs-Variablen
Menübefehl In diesem Fenster finden sie zwei Sätze von Variablen: • Für alle BenutzerInnen des PC gelten die System-Variablen (unten). Gleichbleibende Daten wie z.B. Java-Resourcen sollten unbedingt hier eingetragen werden. • Ihre privaten Benutzer-Variablen (oben) sollten nur jene Angaben enthalten, welche von den allgemein geltenden Einstellungen abweichen - Das trifft nur selten zu, für Java keinesfalls. ♦ Details zu Windows Umgebungs-Variablen. |
PATHDie Umgebungs-Variable PATH muss für Anwendung (↑ JRE) und Entwicklung (JDK) korrekt eingestellt sein.Sie enthält (mehrere) Pfade zu ausführbaren Programmen. Sie sollte die Pfade zu den Programmen (binaries) des JRE und des JDK enthalten. Stellen sie zuerst fest, wo sich die ausführbaren Programme befinden (appletviewer,exe, java.exe, javac.exe, ... ), z.B:
C:\Programme\Java\jre*\bin\
C:\Programme\Java\jdk*\bin\ |
Das Windows-Trennzeichen für Listen ist ein ; Strichpunkt. Linux verwendet als Trennzeichen einen : Doppelpunkt. Die einzelnen Einträge (Pfade) in PATH werden damit getrennt. Ergänzen sie PATH am Ende durch ein Trennzeichen und die beiden Pfade zu den Programmen(in dieser Reihenfolge), z.B.
PATH=C:\Windows;...;
(Ersetzen sie den * durch die aktuelle Versions-Bezeichnung)
C:\Programme\Java\jre*\bin; C:\Programme\Java\jdk*\bin |
CLASSPATHDiese Umgebungs-Variable wird nur zur Java Entwicklung (JDK) benötigt.(Linux verwendet entweder CLASSPATH oder mehrere Variable, die alle mit J* beginnen) • Sie muss bei der ersten Installation von JDK neu angelegt werden. • Sie bezeichnet den Pfad zu den Java-Bibliotheken. In neueren Java-Versionen sind diese in der Datei src.zip enthalten (derzeit ca. 20 MB). Diese Archiv-Datei sollte nicht ausgepackt werden - Verwenden sie eine Kopie an anderer Stelle, wenn sie die Dateien ansehen wollen. |
Beispiel:
CLASSPATH=C:\Programme\Java\jdk*\src.zip
(Ersetzen sie den * durch die aktuelle Versions-Bezeichnung)Wenn sie zusätzlich weitere Java-Pakete laden, und wenn sie eigene Java-Resourcen anlegen, müssen die Pfade dorthin ebenfalls in CLASSPATH eingetragen werden. ♣ Zur Einstellung der Umgebungs-Variablen gibt es auch andere Möglichkeiten als die Windows-Systemsteuerung. Manche davon wirken jedoch nur für die laufende Session. Kontrollieren sie deshalb die Daten nicht nur nach der Einstellung, sondern auch nach Neustart des Systems. |
Neustart und Kontrolle:Nachdem die beiden Umgebungsvariablen gesetzt sind, wird das Betriebssystem zweckmäßig neu gestartet.Nach dem Neustart kontrollieren sie die Variablen mit den gezeigten Konsolen-Befehlen. Weitere Tests finden sie auf der → Java-Testseite. |
Test der Umgebungs-Variablen auf Windows:
C:\> echo %path%
oder
C:\> echo %classpath%
C:\> set path
Das Ergebnis sollte für alle BenutzerInnen des PC
gleich sein !
C:\> set classpath |
| Nun sollte sich auch der Java-Compiler javac.exe an der Konsole melden. Der Compiler ist das wichtigste Programm des JDK. Er kann aus Java-Quelltext *.java den ausführbaren Byte-Code *.class erzeugen. |
C:\> javac
Ohne Argumente (Parameter) gibt der Compiler einen Hilfe-Text aus.Ein weiteres wichtiges Programm ist der AppletViewer zum Test selbst entwickelter Applets. |
Java Versions-NummernDie Original Installer erzeugen Verzeichnisse (Ordner) mit Versions-Nummern, z.B.C:\Programme\Java\jdk1.6.0_17
Achten sie auf exakte Übereinstimmung der PATH-Angaben
mit dem Verzeichnis-Namen - insbesondere nach einem Update.
|
● Der Verzeichnis-Name sollte nicht geändert werden, da sich der Installer evtl. daran orientiert. ● In diesem Fall müsen sie die PATH-Daten nach jedem Java-Update ändern, d.h. die aktuelle Versions-Nummer eintragen. |
Java Control Panel |
|
Das Java Control Panel javacpl.exe ist ein Programm,
welches die Werkzeuge zur Einstellung der Java-Funktionalität zusammenfasst.Aus verschiedenen anderen Java Werkzeug-Programmen gelangen sie mit Menü-Befehlebenfalls dorthin, z.B. aus dem Programm Java Web Start (javaws.exe). |
Beide Programme finden sie bei den →
JRE-Programmen, z.B.
C:\Programme\Java\jre\bin
Weitere Werkzeug-Programme finden sie - falls installiert - im
→ JDK
C:\Programme\Java\jdk\bin
|
Cache-VerzeichnisJava speichert die verwendeten Resourcen temporär in einem eigenen Cache-Verzeichnis, das bei Installation automatisch angelegt wird.Wenn eine dieser Dateien (z.B. ein Applet) mehrfach verwendet wird, dann muss es nicht jedesmal aus dem Internet geladen werden, es wird sparsamer und schneller die lokal gespeicherte Version verwendet. Alte, nicht mehr verwendete Dateien werden automatisch aus dem Cache gelöscht, das begrenzt den verwendeten Speicherplatz. |
Cache-Zwischenspeicher werden auch von anderen Programmen verwendet, z.B. von jedem
Browser. Java verwendet allerdings einen eigenen Cache-Bereich. Sie sollten Cache-Bereiche verschiedener Programme nicht zusammenlegen, da sich evtl. Konflikte beim Löschen alter Dateien ergeben. Besser ist es, die Größe jedes Cache-Verzeichnisses sinnvoll zu begrenzen. Im Java Control Panel verwenden sie zur Cache-Einstellung Wenn sie Festplatten-Platz sparen wollen, dann verwenden sie ein kleines Cache (z.B. 10-30MB) mit hoher Kompression, wenn sie dagegen schnell arbeiten wollen ein großes Cache (50-200MB) ohne Kompression. |
Applets sind öffentlichJedes auf einer Webseite verwendete Java-Applet wird in das Cache-Verzeichnis geladen, wenn auch meist unter einem anderen Zufalls-Namen. Niemand kann verhindern, dass Java-Applets von dort kopiert und beliebig weiter verwendet werden. Auch die Webseiten, welche die Applets enthalten, sind offen einsehbar. Dort kann man mit wenig Fachwissen auch entnehmen, wie die Applets gesteuert werden. |
Daher sind die Versuche mancher Java-EntwicklerInnen eher lächerlich,
den Download ihrer Applets mit viel Aufwand zu unterbinden. - Wer ein Applet im
Internet anbietet, der sollte es auch zur Verwendung freigeben. Natürlich kann man Applets auch etwas besser gegen unerlaubte Kopie schützen, das macht sie jedoch meist langsam und den Entwicklungs-Aufwand unverhältnismäßig teuer. |
AktualisierungEin Java Update sollte nicht spontan ausgeführt werden, sondern geplant, vorbereitet und mit ausreichend Arbeitszeit. |
♣ Tipp: Automatische Aktualisierung (ebenso wei bei allen anderen Resourcen und Programmen) gnadenlos abschalten. |
BrowserDie Standard-Browser Firefox (+ gesamte Gecko-Familie) und M$IE verwenden für Java Applet Programme ein Java PlugIn.Sie werden bei einem Java Update automatisch aktualisiert. Menü : Alle angeführten Browser markieren. |
Opera Browser werden ohne Java installiert (man verwendet besser das selbst installierte Original Sun Java). Die Browser finden normalerweise selbst die installierte Java Version. Kontrolle: Opera Browser öffnen, Menü |
Erweiterte EinstellungenMit dem Menü sind mehrere Einstellungen zugänglich, die ausreichend erklärt werden. |
♣ Tipp: Im Zweifel wählen sie jeweils die Option "Benutzer fragen". |
Dieses professionelle Office-Paket ist für alle gängigen Betriebssysteme
kostenlos erhältlich und in jeder gängigen Linux-Distribution enthalten. Es ist
wesentlich moderner organisiert als die meisten anderen Office-Pakete und verwendet
internationale Standards. |
OpenOffice verwendet Java. Zur Konfiguration wird eines der Office-Programme geöffnet, Menü . Nach der OpenOffice Erst-Installation oder nach einem Java Update ist das Fenster evtl. leer: Klicken sie , um Java zu suchen und markieren sie den runden "Radio-Button" der gewählten Java Version. |
Java Update Scheduler jusched |
|
Wie viele andere Programme installiert auch Java meist ungefragt einen Update
Scheduler jusched.exe, der sie an ein Update erinnern soll.
Man kann das auch als Resourcen-Diebstahl auffassen, denn das Programm kann das
Betriebssystem erheblich langsamer machen !
Kontrolle mit TaskmanagerStarten sie den Task Manager mit Konsolen-Befehl taskmgr oder mit Strg-Alt-Entf und kontrollieren sie, ob ein Prozess jusched.exe läuft. |
Wenn sie sich selbst um Updates kümmern, dann schalten sie diesen (und ähnliche Dienste anderer Hersteller) am besten ab: Sie sparen wertvollen Speicherplatz (Arbeitsspeicher) und Rechenleistung für dieses häufig oder gar ständig laufende Programm. |
AbschaltenWenn sie dieses Service nicht wünschen, gibt es dazu einige Varianten.• Von Java vorgesehen ist das ↑ Java Control Panel. Andere Methoden verwendet man nur dann, wenn das nicht funktioniert. • Man kann das Programm durch einen Firewall blockieren. Es läuft dann trotzdem, jedoch ohne Funktion: Man hat nur den Schaden ohne Nutzen. |
• Man kann das Programm jusched.exe löschen. Nicht empfohlen, weil man es danach auch bei Bedarf nicht mehr starten kann. • Man kann Jusched mit msconfig.exe oder mit regedit.exe abschalten (Nächster Absatz - Vorsicht !). |
|
Achtung: Unsachgemäßes Abschalten von Diensten kann Schaden an
System, Programmen und Daten anrichten !
Sie folgen diesen Tipps auf eigenes Risiko ! |
|
Abschalten mit msconfigMenüoderC:\WINDOWS\...\msconfig.exe
(Pfad kann je nach System unterschiedlich lauten).Öffnen sie das Register Systemstart Entfernen sie das Kreuz neben jusched Beim nächsten Start sollte der Dienst nicht mehr laufen. |
Abschalten mit regedit.exeAlternativ können sie aus der Registry Datenbank mit dem Registry Editor regedit.exe alle verdächtigen Einträge von jusched.exe löschen, z.B. aus |
NetBeans |
|
Prinzipiell kann man jeden Text-Editor zur Erstellung und Änderung von Java
Quellcode-Dateien *.java verwenden.
Zur Herstellung von ByteCode *.class genügt der
CommandLine-Compiler im
↑ JDK.Mehr Komfort bieten zahlreiche (meist kostenfreie) Java Editor Programme und andere Hilfs-Programme. ● Bedingung für die Installation von NetBeans und anderer Hilfsprogramme ist die vorherige Installation des Java ↑ JDK. |
NetBeans bietet nicht nur
Editor-Funktionen, sondern eine umfangreiche Entwicklungs-Umgebung. Sie müssen
NetBeans nicht verwenden, sollten es jedoch unbedingt kennen, wenn sie Java-Programme
für PC oder Mobiltelefon, Applets oder Servlets
(GlassFish, Tomcat) selbst entwickeln. Java bietet Entwickler-Pakete in mehreren Kombinationen an, die öfters wechseln. Informieren sie sich auf der Java EntwicklerInnen Seite. |
Tomcat |
|
Apache Tomcat ist ein professioneller Java Server, der kostenlos als OpenSource
Projekt erhältlich ist. Damit können u.a. Servlets
ausgeführt werden, das sind (analog zu Applets) Java-Programme, die auf einem
Server ausgeführt werden. Die meisten Servlets erzeugen als Produkt
HTML-Quelltext, der vom Server als 'Dynamische Webseite' an den Browser gesendet wird.Tomcat stellt die ideale Ergänzung zu einem Standard Webserver dar. |
Dynamische Webseiten können auch mit anderen Programmiersprachen erzeugt werden
(z.B. → Perl,
→ PHP, ..).
Allerdings werden Java-Programme meist wesentlich rascher ausgeführt.
Je komplexer ein Programm und je höher die Server-Belastung, desto wertvoller
ist daher ein Tomcat Server. In größeren Webs wird der Tomcat Server oft zusammen mit dem → Apache Webserver eingesetzt. |
Applets oder ServletsJava-Applets dürfen nicht auf das Dateisystem des PC zugreifen, auf dem sie ablaufen. Deshalb sind Applets anderen Programmen (z.B. → ActiveX) schon allein aus Sicherheitsgründen unbedingt vorzuziehen. |
Wenn man jedoch auf Webseiten gerade mit Daten des eigenen PC arbeiten will, dann bieten sich dazu Java-Servlets an. Java bietet alle Möglichkeiten einer professionellen Programmiersprache, z.B. Arbeit mit Dateien, Text, Grafik, Internet, Datenbanken, usw. |
Server am eigenen PC:Heutige PC bieten so hohe Leistungen, dass die Installation eines privaten → Webservers und Java-Servers problemlos möglich ist. Das eröffnet enorme Möglichkeiten. Insbesondere mit dynamischen Webseiten ist es möglich, Programme aller Größenordnungen sehr rasch und kostengünstig zu entwickeln.Die Verwendung von Java Servlets ist nicht auf EntwicklerInnen begrenzt. Sauber programmierte Servlets (z.B. die mitgelieferten Tomcat-Beispiele) sind portabel und laufen sofort auf jedem System. |
LAN-Server:In jedem lokalen Netzwerk (LAN) ist ein Webserver selbstverständlich, (z.B. → Apache). Am Server werden zweckmäßig alle Resourcen konzentriert, die für alle PC im LAN nutzbar sein sollen. Das ist schneller, sicherer und wesentlich einfacher zu verwalten.Ein zusätzlich installierter Tomcat Server erweitert die Möglichkeiten des Servers um alle Fähigkeiten von Java - Die Grenze liegt dann nur bei den technischen Möglichkeiten und der Phantasie der EntwicklerInnen. |
Firewall:Tomcat am eigenen PC ist ein mächtiges Werkzeug und muss im Interesse ihrer Sicherheit unbedingt gegen unbefugten Zugriff geschützt werden. Tomcat 'lauscht' (listen) normalerweise auf → Port 8080 auf ihre Aufträge.• Übliche Firewall-Programme sperren diesen Port ungefragt gegen alle Zugriffe. Sie müssen den Zugang vom eigenen PC elauben - normalerweise von den Adressen localhost, 127.0.0.1 Geben sie die Adresse ihres Tomcat-Servers auf dem Browser ein, z.B. http://192.168.0.1:8080
Ersetzen sie 192.168.0.1 durch die Adresse ihres PC.
Am eigenen PC muss sich Tomcat melden, von jedem anderen PC darf keine
Antwort erfolgen.
|
• Ein LAN-Server muss für alle PC des eigenen Netzwerks erreichbar sein, daher muss sein Tomcat-Port für Anfragen aus dem eigenen Netzwerk geöffnet werden. Die Sperre erfolgt in diesem Fall an jenem Punkt, wo ihr LAN mit dem globalen Internet verbunden ist (→ Router, Proxy-Server): Dort muss ein Firewall jede Anfrage von außen an Port 8080 sperren. Wenn sie zusätzlich im LAN nur selektiven Zugriff auf Servlets erlauben wollen, dann bietet Java alle Möglichkeiten der Kontrolle mit Name und Passwort. |
| Tomcat enthält eine umfangreiche Dokumentation und ausführliche Beispiele mit Original Quelltext. Sie können Tomcat ohne Beeinträchtigung anderer Funktionen oder Programme ausführlich studieren. | Für die Entwicklung eigener Servlets ist ↑ Netbeans besonders gut geeignet. |
|