C/C++ |
Klassiker der modernen Programmiersprachen, Compiler |
| GCC | Die GNU Compiler Collection |
| GCC auf Linux | Standard C/C++ Compiler auf jeder Linux-Distribution |
| MinGW auf Windows | Die auf Windows portierte Version des GCC |
| Test | Ist ihr Standard-Compiler sauber installiert ? |
| Entwicklungs-Umgebung | Verwendung des GNU Compilers mit komfortablen GUI's |
| Verwandte Themen | Code::Blocks IDE, Eclipse IDE (Entwicklungs-Umgebungen) |
GNU Compiler Collection |
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| Das GNU-Projekt wurde 1983 von Richard Stallman mit dem Ziel gegründet, das freie (OpenSource) Betriebssystem GNU („GNU’s Not Unix“) zu entwickeln. Das ist bis heute nicht wirklich abgeschlossen, im Rahmen des Projekts entstanden jedoch viele freie Sub-Projekte, die weit verbreitet sind. Eines dieser Projekte war der GNU C-Compiler, der allerdings im Laufe der Zeit vielfach ergänzt wurde und heute als GNU Compiler Collection (GCC) fixer Bestandteil vieler Entwicklungs-Systeme ist. | Die GNU Compiler Collection wird auf der Wikipedia-Seite recht gut beschrieben. Das original GCC-Web http://gcc.gnu.org bietet u.a. zahlreiche Downloads, Dokumentation mit einem eigenen Wiki sowie umfangreiche Unterstützung für EntwicklerInnen. |
KonsoleAuf dieser Seite wird nur der im GCC enthaltene klassische C/C++ Compiler vorgestellt. Das Programm läuft an einer → Konsole, z.B. → Linux-Shell oder → Windows-Eingabeaufforderung cmd.exeDer GCC lässt sich mit zahlreichen Optionen flexibel an jede bei der C/C++ Entwicklung auftretnde Aufgabe anpassen. Die direkte Anwendung des original GNU C/C++ Compilers an der Konsole ist allerdings eher den fortgeschrittenen EntwicklerInnen vorbehalten. Die Verwendung von → Konsolen-Programmen ist nicht so veraltet, wie es auf den ersten Blick aussieht: Konsolen-Programme sind viel kleiner, viel schneller und lassen sich ausgezeichnet fernsteuern und automatisieren. |
GUIEs gibt mehrere C/C++ Entwicklungs-Umgebungen, die ein bequemes und leicht verständliches grafisches User-Interface (↓ GUI) bieten, sich aber intern auf den GCC Compiler stützen.Beispiele dafür sind die Programme ↓ Code::Blocks, ↓ Eclipse, CodeLite |
LinuxAuf allen Linux-Distributionen ist der GCC Compiler entweder bereits installiert, oder lässt sich vom jeweiligen Software-Manager mit Mausklick installieren, z.B. Synaptic, apt, aptitude, apt-get (Debian, Ubuntu), YAST (SuSE), ...Selbstverständlich kann man auch auf Linux ein grafisches User-Interface (GUI) zur bequemen Entwicklung installieren, z.B. ↓ Code::Blocks oder ↓ Eclipse. |
Der C/C++ Compiler hat auf Linux eine große Bedeutung: Viele Programme und gelegentlich auch das Betriebssystem werden nicht in binärer Form verteilt sondern als C/C++ Quelltext. Am Linux-PC erzeugt man dann aus dem Quelltext mit Hilfe des Compilers eine für das Betriebssystem, seine Komponenten und den jeweiligen Bedarf maßgeschneiderte Programm-Version. Das klingt für Windows-AnwenderInnen kompliziert, ist aber in der Praxis kein Problem. |
WindowsIn Windows Systemen ist kein Compiler installiert und man findet darüber hinaus nur sehr wenige Windows-PC, an denen ein Compiler nachträglich installiert wurde.Das Compilieren eigener Programm-Versionen aus einem OpenSource Quelltext ist auch auf Windows möglich, wird jedoch sehr selten verwendet. GCC Compiler
Steht unter dem Namen MinGW
(Minimalist GNU for Windows) kostenfrei zur Verfügung. Der GCC Compiler wird
als Referenz und Standard für alle in diesem Web beschriebenen Projekte verwendet.
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Borland Compiler
ursprünglich weit verbreitet, jedoch seit Version 5.5 offenbar eingestellt.
Ein Artikel bei Kompf
beschreibt ausführlich Download, Installation und Anwendung.Microsoft Visual C++ Express
Abgemagerte Versionen der MS Entwicklungs-Werkzeuge werden kostenfrei zur Verfügung
gestellt. Die Eigenschaften und Möglichkeiten variieren je nach Version. Erfordert
einigen Aufwand, um saubere, von Windows unabhängige, portable Programme herzustellen.Links zur Startseite und zur Download-Seite. |
Die mit der Programmiersprache C/C++ hergestellten Programme sind zwar für das jeweilige
Betriebssystem optimiert, jedoch nicht portabel. Seriöse EntwicklerInnen programmieren
sauberen, portablen Code, und es ist sinnvoll, die fertigen Programme in verschiedenen
Versionen für alle gängigen Betriebssysteme herzustellen. |
♥ Die einzige empfehlenswerte Lösung ist der Einsatz mehrerer → Virtueller Computer. • Erzeugen sie eigene virtuelle PC für alle gängigen Betriebssysteme, mindestens jedoch für Linux (Ubuntu) und Windows (Windows-XP, Windows-7). • Erzeugen sie mindestens 2 Kopien der jeweiligen Basis-Versionen: Auf der Entwicklungs-Version des virtuellen PC werden die Compiler und Hilfsprogramme installiert, und dort werden ihre C/C++ Programme compiliert. Auf der AnwenderInnen-Version werden die fertigen ausführbaren Programme getestet. |
MinGW auf Windows |
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Der GCC Compiler wurde auf Windows übertragen und kommt hier als
MinGW (Minimalist GNU for Windows,
kostenfrei) zum Einsatz. Der C/C++ Compiler und die im GCC Projekt zusätzlich enthaltenen Entwicklungs-Werkzeuge bieten eine sehr große Vielfalt an Möglichkeiten, die für wenig geübte EntwicklerInnen unübersichtlich ist. Auf dieser Seite wird die Installation von MinGW für AnfängerInnen vorgestellt, die damit einen raschen Einstieg in die Programmierung erreichen. |
Besondere Eigenschaften des MinGW Compilers: • Beste Kompatibilität mit dem Standard GCC-Compiler auf anderen Betriebssystemen, insbesondere Linux. • Gute Zusammenarbeit mit allen wichtigen Entwicklungs-Umgebungen (GUIs). • Für wenig geübte EntwicklerInnen relativ einfach zu bedienen. • Mit zunehmender Erfahrung kann man die zahlreichen professionellen Optionen kennenlernen und vorteilhaft verwenden. |
DownloadLaden sie die neueste Version des MinGW Compilers. Der Download ist bei SourceForge organisiert und etwas unübersichtlich. Versierte EntwicklerInnen wissen bereits, welche der zahlreichen Dateien sie brauchen. |
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Tipp für wenig Geübte: Folgen sie den Links
Automated MinGW Installer |
mingw-get-inst | <aktuelle Version> | mingw-get-inst-*.exe
Laden sie das Windows-Programm mingw-get-inst-*.exe und den dazu
passenden README-Text und lesen sie den README-Text
vor der Anwendung.
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InternetStellen sie vor dem Start des Installers sicher, dass ihre Verbindung zum Internet funktioniert. Das ist notwendig, weil der Installer die benötigten Dateien automatisch aus dem Internet ladet. |
Der MinGW-Installer orientiert sich zur Verbindung mit dem Internet an den Einstellungen in |
InstallationDer Installer führt sie in gut dokumentierten Schritten, zeigt zuletzt eine Liste der gewählten Optionen und startet erst dann die eigentliche Installation.Während der Installation können sie den Verlauf an einem Konsolen-Fenster verfolgen. Greifen sie in den automatischen Ablauf nicht ein. Wenn die Installation erfolgreich war, wird die Konsole wieder geschlossen, ansonsten sehen sie dort eine Fehler-Meldung. Details zu evtl. aufgetreteten Fehlern finden sie im Internet, wenn sie nach den wichtigsten Stichworten der Fehlermeldung suchen. Der Installer bewältigt eine beachtliche Aufgabe: Je nach den gewählten Optionen enthält das Verzeichnis (Ordner) MinGW nach Installation einige 1000 Dateien und belegt 150...250MB auf der Festplatte. ● Starten sie das Installer-Programm mingw-get-inst-*.exe Rechts finden sie Tipps zu den einzelnen Schritten. |
(1) Repository Catalog (Liste der verfügbaren Dateien) Wenn sie den Installer kurz vorher geladen haben, wählen sie Use pre-packaged repository catalog Wenn der Installer schon älter ist, wählen sie Download latest repository catalog (2) License Agreement (Kostenfreie Lizenz) Nehmen sie an: I accept... (3) Destination Location (Installations-Pfad) vorgeschlagen wird meistens C:\MinGW, besser ist eine Änderung auf C:\Programme\MinGW (4) Start Menu Folder (Einordnung in das Menü Start / Programme) Wählen sie einen passenden Ordner oder schalten sie diese Option ab. (5) Select Components (Auswahl der zu installierenden Module) Markieren sie mindestens C-Compiler, C++Compiler und MSYS (6)Ready
Lesen sie die kurze Übersicht der geplanten Installation, die mit Klick auf
beginnt und mehrere Minuten dauern kann. Der Installer
ladet alle benötigten Dateien vom Internet und installiert sie am angegebenen Pfad.(7) Completing
Klicken sie
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KonfigurationKontrollieren sie den Inhalt des Verzeichnisses MinGW:• Im UnterVerzeichnis /bin müssen sich zahlreiche Dateien befinden, darunter c++.exe, cpp.exe, g++.exe, gcc.exe • Im UnterVerzeichnis /msys/<version>/bin müssen sich die installierten Werkzeug-Programme befinden, darunter make.exe Die Compiler-Programme sind vorläufig nur bedingt verwendbar: Man müsste jedesmal umständlich zum jeweiligen Installations-Pfad navigieren, um sie zu starten. Insbesondere eine Entwicklungs-Umgebung (z.B. → Code::Blocks, → Eclipse, ...) muss das Compiler-Programm automatisch finden. ► Daher werden die Pfade zu den Compiler- und Hilfsprogrammen in die → Umgebungs-Variable PATH eingetragen (rechts). Dazu brauchen sie Administrator-Rechte. |
System-Umgebungs-Variable Path
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Öffnen sie • Markieren sie die Variable Path und klicken sie . Zur Änderung des Werts ist nur ein winziges Fenster vorgesehen. Kopieren sie den darin enthaltenen Text in das Fenster eines Editors (Notepad++ oder notepad.exe) und ändern sie es dort: Der Text enthält mehrere Pfade, jeweils durch ; Strichpunkt getrennt. Fügen sie am Ende die beiden Pfade an, z.B.
%SystemRoot%\system32; ... ;C:\Programme\MinGW\bin;C:\Programme\MinGW\msys\1.0\bin
Achtung: Der Text darf zwischen den einzelnen Pfaden keine Leerzeichen enthalten !• Ersetzen sie den Wert der Variablen Path durch den neuen Text und schließen sie das Fenster mit Kontrolle
Öffnen sie eine Konsole (Eingabeaufforderung cmd.exe) und
geben sie ein:
C:\> path
Die Ausgabe muss die beiden soeben eingetragenen Pfade enthalten.
Starten sie nun das Compiler-Programm: C:\> gcc -v
Die Ausgabe enthält Angaben zur installierten Version des GCC-Compilers. Wenn sie ein
Text erhalten wie Befehl ... nicht gefunden, dann enthält die
System-Variable Path vermutlich einen falschen Wert.
C:\> make -v
Die Ausgabe enthält Angaben zur installierten Version des
GNU-Programms make
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Projekt-Verzeichnis• Legen sie für ihre C/C++-Projekte ein eigenes Verzeichnis (Ordner) an, z.B.:C:\CPP
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• Der Pfad zu den C/C++ Projekten sollte kurz sein und weder Leerzeichen noch Sonderzeichen (Umlaute...) enthalten. |
TestWenn der MinGW Compiler installiert und konfiguriert ist, können sie damit jedes C/C++ Programm compilieren, d.h. sie können den C/C++ Quelltext in ein ausführbares Windows-Programm umwandeln. |
• Führen sie die auf dieser Seite vorgestellten ↓ Tests durch. Damit werden die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche C/C++ Entwicklungs-Arbeit sichergestellt. |
OptionenDer MinGW/GCC Compiler bietet zahlreiche Optionen zur professionellen Anwendung. Besuchen sie die umfangreiche Dokumentation für EntwicklerInnen in den Webs von GCC und MinGW. |
Entwicklungs-Umgebung ↓ GUIWenn die Konsole für sie zu spartanisch ist, dann installieren sie eine bequeme grafische Entwicklungs-Umgebung (Graphical User-Interface ↓ GUI). Ein derartiges Programm legt eine zusätzliche Schicht über den Compiler, die sich leicht bedienen lässt und automatisch die relativ komplizierten Compiler-Optionen bedient. Kostenfreie Beispiele sind ↓ Code::Blocks oder ↓ Eclipse. |
Linker OptionenWenn sie nur einfache Programme erstellen und am gleichen PC ausprobieren, dann sind keine zusätzlichen Linker-Optionen notwendig.libgcc_s_dw2-1.dll
das kann sich jedoch mit anderen Versionen von GCC und/oder Windows ändern.
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● Gute Lösung
Verwenden sie diese Linker-Optionen (für C bzw. C++):
-static-libgcc
Damit wird der Linker angewiesen, auch die verwendeten Teile der entsprechenden
Bibliothek(en) in das Programm aufzunehmen. Damit wird die Programm-Datei nur unwesentlich
größer, sollte jedoch problemlos auf jedem (Windows)-PC laufen.-static-libstdc++ ● Weniger gute Lösung
Transportieren sie zusammen mit ihrer Programm-Datei *.exe auch alle
vom Programm benötigten Bibliotheken, derzeit z.B. libgcc_s_dw2-1.dll Am Ziel-PC sollte sich die *.dll Datei im gleichen Verzeichnis (Ordner) befinden wie das Programm, oder in einem der durch die → Umgebungs-Variable PATH angegebenen Pfade, z.B. C:\Windows\system32\libgcc_s_dw2-1.dll
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Hilfe-TextDer Compiler bietet die Möglichkeit zur Ausgabe eines Hilfe-Textes.• Öffnen sie eine Konsole (Eingabeaufforderung cmd.exe); Die erste Anweisung gibt den Text der C-Compiler-Hilfe an der Konsole aus, die zweite schreibt ihn in die nach dem >> Operator angegebene Datei (4 kiB), die dritte gibt auch die Optionen der Sub-Prozesse (gesamte Collection) aus (120 kiB):
C:\> gcc --help
C:\> gcc --help >> C:\gcc_help.txt C:\> gcc -v --help >> C:\gcc_help2.txt |
Die gleiche Arbeit mit dem C++ Compiler:
C:\> g++ --help
C:\> g++ --help >> C:\gpp_help.txt C:\> g++ --help=C++ >> C:\gpp_help2.txt Nach der Ausgabe können sie die erzeugten Text-Dateien mit jedem Editor-Programm öffnen, z.B. mit Notepad++ oder notepad.exe |
Tests |
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| Die Erfahrung zeigt, dass Probleme bei der Programmierung mit C/C++ oft durch eine unsaubere Installation des Compilers verursacht sind. Derartige Probleme treten meist erst dann auf, wenn man die ersten Schritte ('Hallo Welt') beherrscht und zur Entwicklung Klassen und professionelle Bibliotheken verwenden will. | In diesem Kapitel werden 3 Tests beschrieben, mit denen alle typischen Vor-Bedingungen kontrolliert werden. Führen sie die Tests in der angegebenen Reihenfolge aus, wenn sie mit C/C++ noch wenig Erfahrung haben. |
GNU GCC CompilerDie Beispiele dieses Kapitels (und dieses Webs) gehen davon aus, dass der meist-verwendete offene GNU GCC Compiler installiert wurde, auf Windows in der Version als MinGW-Compiler.Der GNU GCC Compiler funktioniert auf allen gängigen Betriebssystemen gleich, man kann daher sowohl den C/C++ Quelltext als auch die Entwicklungs-Erfahrungen portieren. |
Auf Windows werden gelegentlich andere Compiler verwendet, die zwar ebenfalls sauber arbeiten, jedoch teilweise anders zu konfigurieren und zu verwenden sind. In diesem Fall müssen sie die Angaben für ihren Compiler adaptieren. ♣ Tipp: Man kann den GNU GCC Compiler problemlos zusätzlich zu anderen Compilern installieren und alternativ verwenden. |
Die Umgebungs-Variable PATH (oder path)
ihres Betriebssystems muss den Pfad zu den C/C++ Compiler-Programmen
enthalten. Starten sie eine Konsole und lassen den Wert der Variablen anzeigen: |
Windows
Die Compiler-Programme sollten sich hier befinden:
C:\Programme\MinGW\bin\gcc.exe
Windows-Konsole (Eingabeaufforderung cmd.exe):
C:\Programme\MinGW\bin\g++.exe C:\> path
Typische Ausgabe:
PATH=C:\Windows\system32; ... ;C:\Programme\MinGW\bin; ...
Der Ausgabe-Text muss der Pfad zum Compiler-Ordner enthalten.Auf Windows muss man selbst installieren und konfigurieren. Wenn dabei die Einstellung der Umgebungs-Variablen PATH vergessen wurde, dann holen sie das vor jeder weiteren Arbeit mit C/C++ nach. ♦ Details zu Umgebungs-Variablen auf Windows |
Test 2: VersionWenn die Umgebungs-Variable PATH richtig konfiguriert wurde, dann muss man die Compiler-Programme immer erreichen, unabhängig vom momentanen Arbeits-Verzeichnis (Current working directory CWD).In diesen Test wurde auch das Compiler Hilfs-Programm make einbezogen. Man braucht es zwar nicht für ganz einfache Programme, jedoch für alle größeren C/C++ Projekte. Windows Konsole (Eingabeaufforderung cmd.exe):
C:\> gcc -v
Der Versions-Text wird angezeigt. Wenn eine Fehlermeldung angezeigt wird,
dann ist die Umgebungs-Variable PATH nicht so
konfiguriert wie erforderlich.
C:\> g++ -v C:\> make -v |
Linux Shell-Konsole
# gcc -v
Das Compiler-Programm zeigt seine Version und einige weitere Daten an.
Hier darf keine Fehler-Meldung auftreten.# g++ -v # make -v Auf Linux wird normalerweise auch das Manual installiert: # man gcc
Sie können mit den Pfeil-Tasten navigieren und das Manual mit
Taste q wieder verlassen.
# man make |
Test 3: Minimal-Programm• Legen sie für ihre C-Projekte ein eigenes Verzeichnis (Ordner) an, z.B. (Linux, Windows): /home/<user>/cpp
(Ersetzen sie <user> durch ihren Linux User-Namen).
Der Pfad zu den C/C++ Projekten sollte kurz sein und weder Leerzeichn noch Sonderzeichen (Umlaute...) enthalten. C:\CPP • Erzeugen sie eine einfache C-Quelltext-Datei /home/<user>/cpp/test3.c
und tragen sie diesen Text in die Datei ein:
C:\CPP\test3.c #include <stdio.h>
int main() {printf("Hier ist Programm test3\n"); return 0; } # cd /home/<name>/cpp
C:\> cd cpp • Lassen sie zur Kontrolle den C-Quelltext anzeigen: /home/<name>/cpp # cat test3,c
C:\CPP> type test3.c |
• Übersetzen sie ihr Programm mit dem Compiler: /home/<name>/cpp # gcc -o test3 test3.c
•
Nach dem Schalter -o wird der Pfad zur Ausgabe-(output)-Datei
angegeben. Wenn diese im gleichen Verzeichnis erzeugt werden soll, genügt der Datei-Name.C:\CPP> gcc -o test3.exe test3.c • Als letztes Argument der BefehlsZeile wird der Pfad zur C-QuellText-Datei angegeben. Wenn man bereits vorher dorthin navigiert hat, dann genügt der Datei-Name (hier test.exe). • Wenn das Compilieren funktioniert, dann erhalten sie keine Meldung. • Andernfalls erhalten sie Fehler-Meldungen. • Starten sie ihr Programm: Sie können auf Windows die Endung .exe weglassen:
/home/<name>/cpp # test3
Als Ausgabe sollten sie die im Quelltext angegebe Text-Zeile erhalten.
C:\CPP> test3.exe C:\CPP> test3 |
Test 4: Ausgabe-DateiIm Verzeichnis ihrer C/C++ Projekte sollten sie Schreib-Rechte haben:• Erstellen sie eine Quelltext-Datei, z.B. /home/<user>/cpp/test4.c
und tragen sie den rechts vorgestellten Text ein.C:\CPP\test4.c • Starten sie den GCC Compiler:
/home/<user>/gcc # gcc -o test4 test4.c
Dabei sollte keine Fehler-Meldung angezeigt werden.C:CPP\> gcc -o test4.exe test4.c • Führen sie das erzeugte Programm aus. Verwenden sie absolute Pfade (2.Zeile), wenn relative Pfade nicht erlaubt sind:
/home/<user>/cpp # test.bin
Bei Ausführung sollten sie 2 Zeilen Text ohne Fehlermeldung erhalten.# /home/<user>/Dokumente/test.bin C:CPP\> test4 C:\> C:\CPP\test4.exe Vom Programm wird eine Text-Datei test4.txt erzeugt. Öffnen sie diese Datei und kontrollieren sie den Text. |
Quelltext des C/C++ Test-Programms 4:
#include <stdio.h>
int main() {
char path[]="test4.txt";
}
FILE *fp; printf("Programm test4\n"); printf("Pfad = %s\n",path); fp = fopen(path,"w"); fprintf(fp,"Datei-Ausgabe-Text\n"); fclose(fp); return 0; Dieses kleine Test-Programm prüft, ob sie im verwendeten Projekt-Verzeichnis (Ordner) das Recht haben, Dateien zu erzeugen. Verwenden sie für diesen Test (ausnahmsweise) keine Entwicklungs-Umgebung (z.B. → Code::Blocks, → Eclipse, ...). |
Entwicklungs-Umgebung (GUI, IDE) |
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Ein 'Grafisches User-Interface' (GUI) legt eine bequem zu bedienende Schicht
über den spartanischen Compiler. Mit bequemer Bedienung, Integration praktischer
Werkzeuge und der Koordination von EntwicklerInnen-Gruppen wird ein derartiges Programm
auch als IDE (Integrated Development Environment) bezeichnet. Auf allen gängigen Betriebssystemen kann man die kostenfreien C/C++ GUI-Programme → Code::Blocks und → Eclipse verwenden. Hier werden nicht die Details der GUI-Programme vorgestellt, sondern lediglich ihre Verknüpfung mit dem GCC/MinGW-Compiler. |
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Auf Linux installiert man die Pakete CodeBlocks und/oder Eclipse mit dem Software-Manager
der jeweiligen Distribution. Die Konfiguration erfolgt automatisch, die GUI's sind
normalerweise sofort verwendbar. • Auf Windows muss man die GUI's manuell installieren. Die nachfolgenden Angaben beziehen sich daher nur auf Windows und sind natürlich unverbindlich. Es ist besonders wichtig, die System-Variable Path richtig einzustellen, damit die GUI-Programme den Weg zum Compiler-Programm automatisch finden (wie ↑ oben beschrieben). |
Code::BlocksDieses Programm wird für wenig geübte EntwicklerInnen empfohlen. Es ist normalerweise in 2 Versionen verfügbar, ohne oder mit integriertem GCC/MinGW-Compiler. Wenn sie den MinGW-Compiler bereits erfolgreich installiert haben, dann verwenden sie die (kleinere) Code::Blocks-Version ohne Compiler.Die Vorgangsweise hängt von der installierten Version ab, und davon, ob sie zuerst den Compiler oder das GUI installieren. • Wenn sie Code::Blocks nach dem Compiler installieren, dann wird dieser meist automatisch erkannt und sie brauchen die Code::Blocks-Konfiguration nicht zu ändern. • Wenn Code::Blocks den Compiler nicht findet, dann werden sie mittels Dialog danach gefragt. Führen sie das Programm zum Pfad des Compilers, z.B. C:\Programme\MinGW |
• Wenn sie den Compiler nach Code::Blocks installieren und in jedem Fall, wenn sie die Code::Blocks-Konfiguration nachträglich anpassen wollen: • Starten sie Code::Blocks und verwenden sie Menü Das Feld sollte auf GNU GCC Compiler lauten. • Wählen sie das Register Das Feldsollte den Pfad zum Compiler angeben, z.B. C:\Programme\MinGW • Wenn sie Code::Blocks in der Version mit integriertem Compiler installiert haben, dann befindet sich eine (zusätzliche) Version des Compilers im Code::Blocks-Verzeichnis, z.B. C:\Programme\CodeBlocks\MinGW Meistens ist die manuell installierte Version aktueller, sie können daher den Original-Pfad durch jenen zur installierten Version ersetzen. Löschen sie die mit Code::Blocks installierte (und nun überflüssige) Version jedoch erst dann, wenn die Funktion von Code::Blocks sorgfältig getestet wurde. ♦ Details zur Ausführung eines kompletten Test-Projekts mit Code::Blocks |
EclipseDieses Programm wird für erfahrene EntwicklerInnen empfohlen. Es erfordert die Installation von → Java (mindestens des JRE, besser JDK). Es ist in mehreren Versionen verfügbar und lässt sich durch zahlreiche Module ergänzen. Zur C/C++-Entwicklung installieren sie auf Windows eine aktuelle Version ähnlich eclipse-cpp-*-win32.zip |
• Wenn sie ein neues C-Projekt starten, werden sie durch mehrere Dialog-Fenster geführt. Geben sie u.a. im Fenster ein: Toolchains = MinGW ♦ Details zur Ausführung eines kompletten Test-Projekts mit Eclipse |