Windows Commandline Interpreter

Das Programm cmd.exe

DOS-Konsole Das Konsolen-Programm cmd.exe ist ein Relikt des alten DOS-Betriebssystems:
Dieses Betriebssystem wurde durch Text-Eingabe gesteuert.
Die DOS-Konsole ist jedoch nur vernachlässigt. Für die Steuerung und Automatisierung des Betriebssystems ist eine Konsole wichtiger denn je.
Das Konzept einer einfachen und flexiblen Konsolen-(shell, batch)-Sprache ist alt, nicht schlecht, aber stark vernachlässigt. In Windows Nachfolge-Versionen sollte zwar eine neue Sprache Microsoft Shell Command Language (MSCL) eingeführt werden, aber diese Ankündigung ist wie die meisten anderen dieses Herstellers seit Jahren unerfüllt...
cmd.exe Einstellung und Bedienung der Windows-Konsole
Befehle Die "Befehle" sind meist eigene Programme (*.com, *.exe)
Scripts Script-Programme mit *.cmd - Dateien
Argumente Übergabe von Argumenten (Parametern) an (Script)-Programme
Variable System-Variable, private Variable, Arithmetik und Strings
Kommentare Erklärungen und Debug-Werkzeug
Eingabe & Ausgabe Echo, Eingabe aus Dateien (<), Ausgabe an Dateien (>, >>), Filter (|)
Verzweigung Unbedigte (Goto) und bedingte (If) Verzweigung
Schleifen Wiederholung von Programmteilen (For)
Unterprogramme Wiederverwendbare Programmteile (Call)
Startmenü Ausführung von Konsolen-Programmen im Menü Start | Programme
Ergänzung der veralteten Windows-Konsole mit Cygwin, Perl, PHP, . .
PowerShell Windows-Konsole ab Windows-7
System Mit Programmiersprachen Konsolen-Befehle erteilen
Verwandte Themen Windows- Hilfsprogramme, Windows- Umgebung, Linux-Shell
Links Ausgewählte CMD-Links Links zum Thema cmd

Einstellung und Bedienung von   cmd.exe

Konsolen-Programme:

Auf Linux hat sich eine Vielfalt von Konsolen-(Shell)-Programmen entwickelt.
Sie haben die Auswahl unter mehreren sehr leistungsfähigen Programmen. Das gesamte Betriebssystem lässt sich damit ausgezeichnet steuern oder fernsteuern, was der Verwendung als Server sehr entgegenkommt.
Im Internet und in der Literatur finden sie umfangreiche Hilfe, Beispiele, usw.

Auf DOS war das Angebot auf das jeweilige Programm des Herstellers beschränkt. Das wurde zwar mit jeder DOS-Version weiterentwickelt, jedoch seit dem Umstieg auf Windows vernachlässigt.
Das Konsolen-Programm cmd.exe ist heute ein veraltetes Restprodukt. Die Dokumentation ist spärlich, das Angebot an Beispielen gering.
Das Programm cmd.exe finden sie (je nach Version) meist in
C:\Windows\system32\cmd.exe

Ihr Startmenü | Programme sollte eine Verknüpfung zum Start des Konsolen-Programms enthalten. Meist befindet sich dort bereits eine Verknüpfung, z.B. unter "Eingabeaufforderung".
In den meisten Windows-Konfigurationen finden sie die Eingabeaufforderung in Startmenü | Programme | Zubehör
Alternativ können sie eine Konsole so starten: Das Fenster Ausführen können sie alternativ mit Taste Windows-R öffnen: Geben sie cmd ein.

Sie können mehrere Instanzen der Konsole betreiben, d.h. das Programm kann gleichzeitig in mehrere Fenstern laufen, die unabhängig voneinander arbeiten.
Rechts-Klicken sie in die Titelzeile eines Konsolen-Fensters und wählen sie Eigenschaften | Layout
Stellen sie den Fensterpuffer größer ein, mindestens auf Höhe=500. So bleibt mehr Platz für die Ausgabe längerer Texte. Sie können dann im Konsolen-Fenster nach oben rollen und weiter zurückliegende Befehle oder Ausgabetexte anzeigen.
Für ungehemmte Nostalgie stellen sie die Farben so ein:
Farben | Fenstertext | Rot=0, Grün=255, Blau=0
Zum Kopieren und Einsetzen zwischen Konsole und anderen Programmen aktivieren sie QuickEdit.
Einstellungen speichern: Die Frage zum Speichern der Einstellungen wird automatisch beim Schließen gestellt - Schließen sie das Konsolen-Fenster und speichern sie die Argumente für "die Verknüpfung, welche dieses Fenster aufruft"

Command extensions:

Diese "Erweiterungen" sind normalerweise eingeschaltet. Abschalten der extensions reduziert die Möglichkeiten einiger Befehle (siehe Hilfe zu den einzelnen Befehlen)
Erweiterungen erzwingen:
cmd /x
Erweiterungen abschalten:
cmd /y
Die Standard-Einstellung der extensions wird in der Registry-Datenbank verwaltet:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Command Processor\EnableExtensions
REG_DWORD=1 ist eingeschaltet, REG_DWORD=0 abgeschaltet.
Als DOS-Reminiszenz steht auch das 16-bit-Programm command.com zur Verfügung - Ebenfalls ein Befehls-Interpreter, jedoch älter und "näher" zu DOS. Die → Umgebungs-Variable ComSpec zeigt das laufende Konsolen-Programm an:
C:\> echo %ComSpec%
Kopieren & Einsetzen im Konsolen-Fenster:
Dafür muss man aus Gründen, die nur M$ kennt, eine eigene Prozedur auf sich nehmen:
Im Konsolenfenster: Rechtsklick, Befehl "Markieren"
Der blinkende DOS-Cursor erscheint links oben.
Markieren sie mit der Maus einen beliebigen Ausschnitt.
Tastatur-Befehl <Strg>-C kopiert in die Zwischenablage
Den Inhalt können sie nun beliebig einsetzen.

Umgekehrt gehts leichter;
Text (z.B. von einem Editor) kopieren
Im Konsolen-Fenster: Rechtsklick, Befehl "Einfügen".

Wenn sie (s.o. im gleichen Absatz) QuickEdit aktiviert haben, dann können sie jederzeit Konsolen-Bereiche mit der Maus markieren und kopieren.

Not-Halt:

Mit Tastatur-Befehl Ctrl-S bzw. Strg-S wird ein laufendes Script-Programm angehalten. Mit Klick auf eine beliebige andere Taste oder Ctrl-Q wird das Programm fortgesetzt.
Test z.B. mit
C:\> tree

Mit Tastatur-Befehl Ctrl-C bzw. Strg-C wird ein laufendes Script-Programm beendet. (evtl. mehrmals eingeben).
Schließen des Konsolen-Fensters beendet normalerweise ebenfalls laufende Script-Programme.

Groß- und Klein-Schreibung

wird von der Windows-Konsole (meist) ignoriert.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu Linux, wo streng unterschieden wird !

Einzelne Windows Befehle sind jedoch sehr wohl groß/klein-empfindlich - das übliche Windows-Dilemma. - Lesen sie dazu die Befehls-spezifische Hilfe.

Optionen

Für die Ausführung der Konsole cmd.exe sind ungewöhnlich viele Optionen zulässig. Die Liste ist lang, kompliziert und wenig bekannt.

Liste der Optionen (2. Zeile mit Ausgabe an eine Text-Datei):
C:\> cmd /?
C:\> cmd /? > c:\cmd_options.txt

Konfiguration

Das Programm mode konfiguriert einige Standard Peripherie-Geräte bzw. zeigt deren Konfiguation an:
Diese Anweisung zeigt die aktuelle Konfiguration der Windows-(DOS)-Konsole, u.a. Anzahl der Zeilen und Spalten und den verwendeten → Zeichensatz (CodePage):
C:\> mode con

Mit dieser Anweisung kann man den Zeichensatz ändern:
C:\> mode con: cp select=yyy
Beispiele für die 3stellige CodePage-Nummer yyy
437 (Original US IBM-PC), 737 (Griechisch), 850 (Euro-Variante, u.a. mit de-Umlauten = Standard in deutschen Systemen), 852 (slawische Zeichen), 862 (Hebräisch), 865 (Nordeuropa), 866 (Kyrillisch), ...

CMD verboten ?

Es ist möglich, die Ausführung von cmd.exe zu verbieten. Davon wird ausdrücklich abgeraten. Manche IT-AdminstratorInnen schränken durch diese und andere als 'paranoid' eingestufte Maßnahmen die Arbeits-Möglichkeiten der User ein.
Diese Maßnahme kann man mit dem Programm gpedit.msc (Gruppen-Politik) oder direkt mit dem Registry Editor regedit.exe durchführen.
Registry-Schlüssel:
HKEY_CURRENT_USER\ Software\ Policies\ Microsoft\ Windows\ System \ DisableCMD
Man kann diesen Schlüssel (auf eigenes Risiko ! und wenn man kann...) ersatzlos löschen oder die Zahl 0 als Wert eintragen.

Konsolen-Befehle und -Programme

Unter wenig erfahrenen Windows-AnwenderInnen herrscht oft Unklarheit über die Möglichkeiten der Konsole:

Einige Konsolen-Befehle sind fix in das Programm cmd.exe integriert, z.B. die Core-Befehle
cd, copy, date, del, dir, move, rename, type...

Es gibt zahlreiche Windows Dienstprogramme, die im System-Ordner enthalten sind und nur an der Konsole laufen, z.B. die '16Bit-Programme'
chkdsk.exe, help.exe, ipconfig.exe, route.exe, ...
Mit der Eingabe des Programm-Namens an der Konsole wird ein derartiges Programm ausgeführt.
Diese Programme lassen sich zwar auch mit Doppelklick oder mit dem Menübefehl Öffnen starten, sie schließen jedoch sofort nach ihrem Ende das Fenster und man kann den Ausgabe-Text nicht lesen. Auf der Seite → Systembefehle finden sie Tipps, wie man dieses Verhalten mit Option /K unterbinden und den Text in Ruhe lesen kann.
Liste dieser und anderer Windows-Hilfsprogramme

Andere Konsolen-Programme kann man in großer Zahl aus dem Internet laden. Es handelt sich meist um einfache, aber schnelle Hilfsprogramme für erfahrene AnwenderInnen. Microsoft und einige Universitäten bieten dazu ganze → Programm-Sammlungen an.

Man kann Konsolen-Programme *.exe selbst herstellen, vorzugsweise mit der Programmiersprache → C/C++
Das ist relativ aufwändig und daher nur für wenige spezielle Zwecke sinnvoll. Informatik-StudentInnen stellen oft über viele Wochen oder Monate nur solche wenig spektakulär wirkende Programme her.

Mit modernen Programmiersprachen ( → Perl, → PHP) kann man ebenfalls (CLI)-Programme herstellen. Das ist oft ein guter Kompromiss zwischen einfacher Programmierung und schneller Ausführung. Jede Linux Distribution enthält u.a. zahlreiche in Perl erstellte Hilfsprogramme zur Systemverwaltung.

System-Aufrufe

Man kann mit allen modernen Programmiersprachen Befehle an die Konsole leiten und auf Wunsch den Ausgabe-Text dieser Befehle lesen, analysieren und verarbeiten. Es ist sogar möglich, Konsolen-Befehle mit Hilfe von 'dynamischen Webseiten' zu erteilen.

Auf der Seite → Systembefehle finden sie eine kleine Übersicht zu diesem Thema.

Scripts (Shell-Scripts, Batch-Programme)

Mit Batch-Programmen kann man im einfachsten Fall mehrere Konsolen-Befehle notieren, unter einem eigenen Namen speichern und bei Bedarf ablaufen lassen. Darüber hinaus bietet die Windows-Konsole jedoch die Möglichkeiten einer einfachen Programmiersprache, z.B. → Variable, → Verzweigungen, → Schleifen oder → Unterprogramme.
Legen sie für ihre Scripts ein eigenes Verzeichnis an, z.B.
C:\Programme\_prox
(Fast) Jeden Befehl der Scriptsprache kann man manuell an der Konsole eingeben. Die Ausgabe erfolgt ebenfalls auf der Konsole, wenn keine anderen Anweisungen dazu (Umleitung) erteilt wurden.
Manuelle Eingabe:
C:\> dir c:\programme\_prox

Längere oder komplizierte Befehle, sowie ganze Folgen von Befehlen werden besser in Text-Dateien (Script-Programme) zusammengefasst.
Konsolen-Script-Programme erhalten auf Windows die → Datei-Erweiterung (file extension) *.cmd (alte Version *.bat ).
Sie sind mit jedem Text-Editor (z.B. Notepad++, notepad.exe) leicht zu bearbeiten. Ein Script enthält Konsolen-Befehle und Anweisungen zu seiner Programm-Kontrolle.
Ein Script ist ideal zur Zusammenfassung komplizierter oder häufig verwendeter Befehle zu einem neuen kurzen Befehlswort.
Text-Datei C:\Programme\_prox\test1.cmd
Geben sie diesen Text ein:
dir c:\programme\_prox\*.*

Testen sie ihr Script an der Konsole:
C:\> c:\programme\_prox> test1.cmd
Alternativ oder zusätzlich kann man auch Scripts in anderen Script-Sprachen verwenden.
Alle hier angeführten Programme sind kostenlos und System-unabhängig, d.h. damit erstellte Script-Programme laufen auf Linux und Windows.
Cygwin portiert die professionelle Linux-Shell (zusätzlich zur DOS-Konsole) nach Windows.
PHP kann man ausgezeichnet verwenden und mit der Windows-Konsole kombinieren. Vorteil: PHP-kenntnisse sind weit verbreitet.
Perl bietet noch professionellere Möglichkeiten, wird auf Linux massiv eingesetzt.
Eine besondere Stärke von Perl ist die Verarbeitung von Texten und Text-Dateien mit → Regulären Ausdrücken. Das ist gleichzeitig eine besondere Schwäche von cmd.exe (Verarbeitung von → Text-Dateien).
Mit der Programmiersprache C/C++ kann man binäre (Konsolen)-Programme *.exe selbst herstellen.
Um ein Script zu starten, geben sie auf der Konsole den Dateinamen des Scripts an. Alternativ lässt sich jedes Script → Zeit-gesteuert vorprogrammieren oder von anderen → Script-Programmen starten. So startet man ein Script-Programm manuell:
C:\> c:\programme\_prox> test1.cmd
Da dem Betriebssystem die Erweiterung *.cmd als ausführbares Script-Programm bekannt ist ( → Systemvariable PATHEXT), kann man die Erweiterung bei der Eingabe weglassen. Start ohne Datei-Erweiterung:
C:\> c:\programme\_prox> test1
Fügen sie der System-Variablen PATH ein ; Trennzeichen und und den Pfad zu ihrem Script-Verzeichnis hinzu.
Kontrollieren sie, ob der Pfad nun im System-PATH enthalten ist.
Mit dieser Einstellung können sie ihre Scripts unabhängig vom gerade "Aktuellen Verzeichnis" einfach aufrufen.
Details zur Einstellung von → Windows Umgebungs-Variablen.
Einen Pfad zum Systempfad hinzufügen:
C:\> set path=%path%;c:\_prox
Kontrolle:
C:\> path
PATH=C:\Windows;...;...;c:\_prox
Nach PATH-Einstellung: Bequemer Aufruf eigener Programme
C:> test1
C:\_prox> test1
C:\Programme\xyz> test1
D:> test1

Namensgebung:

Der Hersteller bezeichnet sein Konsolen-Programm meist als "Batch"-Programm, gelegentlich auch als Befehlszeilen-Interpreter (commandline interpreter CLI) oder eher kurios als "Eingabeaufforderung". Offenbar wurde es nie für einen eigenen Produkt-Namen würdig befunden.

"Batch" bedeutet Stapel-Verarbeitung. Damit wird ausgedrückt, dass die Konsolen-Befehle nicht einzeln (manuell), sondern gemeinsam in einer Script-Datei als Befehls-Stapel in Auftrag gegeben werden.

In diesem Web wird es als "Konsolen-Programm" beschrieben.

Interpreter sind Programme, welche einen Script-Text lesen und "interpretieren": Der Text wird analysiert, die darin gestellten Anweisungen werden ausgeführt. Die Konsole cmd.exe ist ein solches Programm. Andere Beispiele: Die Interpreter der modernen Programmiersprachen → Perl oder → PHP, die in jedem Browser enthaltenen Interpreter für → HTML und → Javascript, der in jedem Kalkulations-Programm enthaltene Interpreter für → VisualBasic, ...

Im Gegensatz dazu stehen Compilierte Programme (auf Windows *.exe ) Hier wird der Befehlstext (source) zuerst in Maschinensprache übersetzt, anschliessend entsprechend rascher ausgeführt.

Die hohe Geschwindigkeit moderner PC begünstigt Interpreter-Programme: Die einfache Anwendung kann gut genutzt werden, die etwas geringere Geschwindigkeit spielt keine Rolle.

Script-Kommentare

Kommentare werden durch das Schlüsselwort rem ( REM, remark) oder einen 2fachen Doppelpunkt eingeleitet.
rem Das ist ein Kommentar
:: Hinweis für EntwicklerInnen
Kommentare werden in Scripts als Informationen für ProgrammiererInnen eingefügt. Sparen sie nicht mit sinnvollen Kommentaren - wenn sie das Script nach einigen Monaten ändern wollen, dann macht sich eine kleine Erläuterung meist bezahlt.
:: Fragen bitte an mich@meinweb.com
::
:: Die nächste Zeile enthält den Dateinamen
Kommentare werden auch verwendet, um einzelne Zeilen eines Scripts zeitweise abzuschalten, z.B. beim Debuggen.
Nach dem Test wird die Zeile wieder "aktiviert" - oder gelöscht.
Details zum Thema Kommentare
rem nächste Zeile abgeschaltet
:: @echo off

Konsolen-Programme aus dem Programm-Menü starten

Start-Menü

Das Menü Start | Programme ist aus "Verknüpfungen" (Alias, Softlinks) aufgebaut. Im Verzeichnis
C:\Dokumente und Einstellungen\User\Startmenü
sind Softlinks zu allen darin angezeigten Programmen enthalten.

Ein Softlink ist ein Objekt *.lnk, dessen Datei-Erweiterung normalerweise versteckt wird. Der Link enthält einen Verweis (Angabe des kompletten Pfades) zu einer Datei oder zu einem Verzeichnis. Ein Softlink verhält sich genauso wie die Original-Datei, kann jedoch an jede beliebige Stelle verschoben werden - z.B. auch ins Start-Verzeichnis.

Tipp: Das Start-Menü ist im Original-Zustand ziemlich chaotisch und wird durch Installation weiterer Programme meist bis zur Unbrauchbarkeit kompliziert. Organisieren sie das Startmenü nach eigenen Vorstellungen, fassen sie die enthaltenen Softlinks nach eigenen Programm-Gruppen (Grafik, Internet, ...) zusammen und löschen sie alle nicht benötigten Verzeichnisse und Softlinks.

Softlink zu einem Programm

Um ein Programm im Start-Menü anzuzeigen rechts-klicken sie die Programm-Datei *.exe des gewünschten Programms und wählen Verknüpfung erstellen.

Den im gleichen Verzeichnis erstellten Softlink können sie umbenennen und in ein beliebiges anderes Verzeichnis verschieben - z.B. auch in das Verzeichnis des Startmenüs.

Danach erscheint die neue Eintragung im Menü Start | Programme und startet bei Auswahl das betreffende Programm.

Softlink-Ziel eintragen

Wenn man den Datei-Namen eines Programms kennt oder wenn es sich um einen → Core-Befehl handelt, dann kann man die Anweisung direkt in die Verknüpfung eintragen:
Suchen sie im Start-Menü nach dem Softlink zur Konsole ("Eingabeaufforderung") und erzeugen sie davon eine Kopie.
Ändern sie den Namen der Kopie, z.B. auf den Namen Notepad
Rechts-Klicken sie den Softlink und zeigen sie die Eigenschaften an. Im Feld Ziel ist jener Konsolen-Befehl eingetragen, welcher das betreffende Programm startet. Löschen sie die komplette Befehlszeile und ändern sie den Befehl manuell auf
notepad
Bei Klick auf den Softlink wird das Programm notepad.exe gestartet.

Alternativ können sie mit Rechtsklick in ein beliebiges Verzeichnis und Befehl Neu | Verknüpfung einen neuen Softlink erzeugen und in seinen Eigenschaften das Ziel eintragen, d.h. den Konsolen-Befehl zum Programm-Start.

Argumente

An fast jedes Programm kan man beim Start Argumente übergeben, das sind zusätzliche Daten zur Steuerung des Programm-Ablaufs.

Argumente werden durch ein Leerzeichen vom Befehl getrennt.

In den meisten Fällen lässt sich als Argument der Pfad zu einer Datei angeben, welche vom betreffenden Programm geöffnet werden soll.

Erzeugen sie eine kleine Text-Datei
C:\test.txt
und ändern sie das Ziel (den Konsolen-Befehl) in ihrem Softlink auf
notepad c:\test.txt

Bei Klick auf den Softlink wird die angegebene Text-Datei mit dem Editor geöffnet.

Softlinks zu Konsolen-Programmen

Ein Softlink kann zu jedem beliebigen Programm führen, auch zu einem Konsolen-Programm.
Erzeugen sie eine Kopie des Softlinks zur Konsole (Eingabeaufforderung) oder einen neuen Softlink und ändern sie den Namen auf ipconfig
Rechtsklicken sie den Link und tragen sie als Ziel ein
cmd.exe /K ipconfig
Tragen sie in das Feld "Ausführen in" ein:
C:\
Bei Klick auf den Softlink wird ein Konsolen-Fenster geöffnet, ins Verzeichnis C:\ gewechselt und der Befehl ipconfig ausgeführt.
Details zum Konsolen-Programm ipconfig (Konfiguration des Netzwerk-Interface) im Kapitel → Netzwerke | IPv4

Programm cmd.exe

Konsolen-Programme können nur in einer Konsole ausgeführt werden, daher wird im Feld Ziel immer das Standard Windows Konsolen-Programm cmd.exe eingetragen.
Umfangreiche Hilfe zum Programm erhalten sie mit
C:\> cmd exe /?

Option /K

Diese Option weist die Konsole an, den nachfolgenden Befehl auszuführen, danach das Konsolen-Fenster nicht zu schließen sondern (die Ausgabe der anweisung) anzuzeigen.
Das Konsolen-Fenster wird nach Verwendung manuell geschlossen.

Konsolen-Befehl

Nach der Option /K wird ein beliebiger Konsolen-Befehl in das Feld Ziel des Softlinks eingetragen.
Der Text für den Befehl entspricht genau jenem Text, der zur Ausführung des Befehls in ein bereits geöffnetes Konsolen-Fenster eingetippt wird.
Der Konsolen-Befehl kann selbst Argumente enthalten.

Beispiel: Konsolen-Befehl ping zeigt die Verbindung zu einem entfernten PC im lokalen Netzwerk (LAN) an:
C:\> ping 192.168.0.5
So wird der Befehl in das Feld Ziel eines Softlinks eingetragen:
cmd.exe /K ping 192.168.0.5
Komplizierte Befehle (Pipes etc.) setzt man in "" Anführungszeichen, z.B.
cmd.exe /K "ping 192.168.0.5"
Details dazu finden sie in der Hilfe
C:\> cmd.exe /?

Script-Programme

Die Ausführung von Konsolen-Befehlen durch einen Softlink hat einen Schönheitsfehler: Der Befehlstext selbst wird nicht angezeigt.
Das lässt sich verbessern, wenn man den Befehl in ein ↑ Script-Programm einträgt.
Erzeugen sie eine Text-Datei, z.B.
C:\ipconfig.cmd
und tragen sie den Befehl als Text ein:
ipconfig
Legen sie einen Softlink an und tragen sie ihr Script-Programm als Ziel ein
cmd.exe /K c:\ipconfig.cmd
Bei Klick auf den Softlink wird ihr Script-Programm ausgeführt. - Nun wird auch die Befehlszeile selbst angezeigt.
Dieses Konzept lässt sich beliebig erweitern: Man kann in das Script-Programm mehrere Befehle eintragen, → Verzweigungen durchführen, ↑ Kommentare anzeigen usw.

PowerShell

Die PowerShell ist der 'designierte' Nachfolger der CMD-Konsole und seit Vista / Windows 7 in allen gängigen Windows-Versionen enthalten.
Die PowerShell wird derzeit noch wenig verwendet. Daher ist noch nicht absehbar, ob das Konzept breite Anwendung finden wird.
Einerseits wurden viele Elemente der modernen Informatik aufgenommen, andererseits scheint das Konzept sehr auf professionelle (Lizenzgebühren zahlende) Unternehmen zugeschnitten. In diesem Web wird die PowerShell nach derzeitigem Stand nur dann referiert, wenn die Entwicklungen zumindest teilweise portabel und nicht unbedingt auf die Systeme eines Herstellers beschränkt sind.

Start der PowerShell:

Es gibt mehrere Möglichkeiten, z.B.
Starten sie die klassische Konsole cmd.exe, (die wohl noch längere Zeit in Betrieb bleiben wird) und von dort die PowerShell:
C:\> powershell
PS C:\> get-help
PS C:\> get-command
PS C:\> get-alias
PS C:\> get-date
PS C:\> exit
C:\>

Starten sie die PowerShell mit Startmenü | Programme | Dateien durchsuchen | Powershell
Starten sie mit einem Alias (Verknüpfung, rechts).

Start mit Alias (Verknüpfung):
Das Programm befindet sich normalerweise hier:
(Die Pfade in den Windows-7 Dschungel sind mit Leerzeichen ergänzt, damit sie das Format des Browser-Fensters nicht sprengen):
C: \ Windows \ System32 \ WindowsPowerShell \ (Version) \ powershell.exe
Mit RechtsKlick kann man ein Alias anlegen, z.B. PowerShell.lnk
Kopieren sie das Alias z.B. an diese Pfade (ohne Gewähr):

Ein StartMenü-Alias für alle AnwenderInnen:
C: \ ProgramData \ Microsoft \ Windows \ Start Menu \ ... \ PowerShell.lnk
Ein StartMenü-Alias für eine/n AnwenderIn:
C:\ Users \ (Username) \ AppData \ Roaming \ Microsoft \ Windows \ Start Menu \ ... \ PowerShell.lnk
Ein Desktop-Alias für eine/n AnwenderIn:
C:\ Users \ (Username) \ Desktop \ PowerShell.lnk

Hilfe

Bei bereits gestarteter PowerShell: Seiten-weise Hilfe
PS C:\> help
Kompakte Hilfe
PS C:\> get-help

Hier befinden sich zahlreiche Hilfe/Info-Dateien, die man bequemer auch mit einem Text-Editor lesen kann:
C: \ Windows \ System32 \ WindowsPowershell \ (Version) \ de-DE \ *.help.txt und ... \ en-US \ *.help.txt

Ausgewählte Links zum Thema 'Commandline Interpreter'

Microsoft: CMD Dokumentation, PowerShell, Script Repository
Rob van der Woude: Batch files (en)
ss64.com: cmd.exe
DOS Tipps
NirSoft: Zahlreiche nützliche Konsolen-Programme
Notepad++ - Ausgezeichneter kostenfreier Editor (auch) für Windows CMD-Scripts

Wikipedia: command.com (de, en = wesentlich umgangreicher), cmd.exe (de, en), Command Prompt, PowerShell, Script-Sprachen