| Dieses Kartenwerk wurde 1764 unter der Kaiserin Maria Theresia begonnen und stellt nicht nur ein einzigartiges historisches Dokument dar, sondern dient teilweise noch heute als Grundlage von Karten in Mittel- und Osteuropa. | Hier werden die 282 Blätter der 3. Landesaufnahme vorgestellt. Jede Karte bildet ein Gebiet (1°x1°) ab, das entspricht in der Realität einem Gebiet von ca. 75 x 111 km. |
Kartografie
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Algorithmen zu Landkarten, Österr. Karten |
| Übersicht | Alle Blätter der k&k Generalkarte 1:200000 auf einen Blick |
| Systematik | Raster, Kartengröße, Karten-Liste |
| Namen | Karten-Namen einst und jetzt |
| Algorithmen | Berechnung von Koordinaten, Karten-Nummern, etc. |
| Nachbarn | Nachbar-Karten |
| Verwandte Themen | Österr.Karten, Nachfolge-Kartenwerk ÖK200 |
| Links |
Ausgewählte
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Klicken sie auf ein Kartenblatt, um die Daten der Karte hier anzuzeigen. Der Wiki-Link führt zur Wikipedia-Seite des Ortes, der Karten-Link zu einer Bild-Datei (typisch 3..4 MiB) der Karte. |
Koordinaten der Blatt-Grenzen (West-Ost, Süd-Nord und Zentrum). Weiter unten auf dieser Seite finden sie die Daten der ↓ Nachbar-Karten | ||||||||||||||||||||||||||||||
Systematik der k&k GeneralKarte 1:200000 |
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Raster:Die k&k österreichisch-ungarische GeneralKarte umfasst u.a. 282 Blätter im Maßstab 1:200000. Dazu wird ein Raster aus ganzzahligen Längen-Graden östl. → Ferro 25°..48° und Breiten-Graden 39°..53° über Europa gelegt. Auf jeden der 360 Schnittpunkte kann man ein Kartenblatt legen, welches je 1 Grad Länge und Breite abdeckt.Für 282 der 360 Schnittpunkte wurden Kartenblätter angelegt |
Als Null-Meridian wurde von der k&k Monarchie und anderen Ländern nicht Greenwich sondern → Ferro (17°40' westl. Greenwich) verwendet. Wenn man von den Längen-Kennzahenl 18 subtrahiert, erhält man die ungefähre Lage der Schnittpunkte (= Karten-Mittelpunkte) in Grad östl. Greenwich. |
NachfolgerIn allen Nachfolge-Staaten der k&k österreichisch-ungarischen Monarchie wurden die Blätter der Generalkarte weiter verwendet. Die Qualität der Karten war weltweit führend, und ist auch nach heutigen Maßstäben ausgezeichnet.Die Karten wurden daher in den meisten Staaten noch mehrere Jahrzehnte lang mit entsprechenden Revisionen weitergeführt. Ein Vergleich der Blätter mit modernen aktuellen Karten ist immer interessant. Die meisten Blätter sind als Grafik-Dateien verfügbar (Links sind in der ↑ Kartenblatt-Übersicht angegeben). |
In der Republik Österreich wurden 23 Blätter übernommen und als Kartenwerk → ÖK200 weitergeführt, und zwar vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV), welches aus dem ehemaligen k&k Militärgeografischen Institut (MGI) hervorging. Das Kartenwerk wurde erst ab ca. 2005 durch gänzlich neue Karten (→ Österr. Bundesländer, → ÖK50-UTM) ersetzt. Beim Vergleich historischer mit aktuellen Karten muss man berücksichtigen, dass die Generalkarte ursprünglich für militärische Zwecke angelegt war. Im Laufe der Zeit verlagerte sich der Schwerpunkt immer mehr zur zivilen Anwendung. Dieser Wandel zeigt sich u.a. beim Vergleich verschiedener Versionen der Kartenblätter. |
Bezeichnungen und Namen |
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Namen:Die Namen der GeneralKarten-Blätter enthalten die Kennzahlen für Länge und Breite und den Namen des (ehemals) bedeutendsten der abgebildeten Orte, z.B.34/48 Wien
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Blatt-Name:
Jedes Blatt ist zusätzlich nach dem größten bzw. bedeutendsten darauf
enthaltenen Ort benannt, z.B. 'Wien'.Die meisten der abgebildeten Gebiete sind mittlerweile in anderen Staaten organisiert, selten als Ausdruck der Selbstbestimmung, meist als Ergebnis von Kriegen. Daher gibt es für die meisten Orte mehrere Namen in unterschiedlichen Sprachen und selbst die Angabe des Staates ist teilweise umstritten. Hier wird versucht, die Namen möglichst genau nach dem historischen Original anzugeben. In einigen Fällen dürfte es allerdings Versionen mit unterschiedlicher Schreibweise gegeben haben. Aus praktischen Gründen werden die Orte zusätzlich mit ihren heutigen Namen angeführt. Hier wird versucht, die am häufigsten verwendeten und am leichtesten zu findenden Namen anzugeben. Die einzigen wirklich eindeutigen Daten sind nur die geografischen Koordinaten. Als Unterstützung sind Links zu den Wikipedia-Seiten der Orte angegeben. Dort findet man meist weitere Links zu Karten, Satellitenbildern und zu den offiziellen Webs der jeweiligen Orte. |
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Länge/Breite
Diese beiden Kennzahlen geben die Lage des Karten-Zentrums in Grad an (Länge
östl. Ferro). Von dort ausgehend zeigt jede Karte ein Gebiet von je
+/- 1/2 Grad, das entspricht in Mitteleuropa einer Fläche von ca. 75x110km.Im nächsten Kapitel Algorithmen wird die Umrechnung der Koordinaten in das heute verwendete System (Länge östl. Greenwich) vorgestellt. |
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| ♣ Tipp: Die Beispiel-Daten werden aus jener Karte entnommen, die mit Klick auf die ↑ Übersichts-Karte ausgewählt wurde. | |
Algorithmen |
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Berechnung des Kartenblattes aus den Koordinaten
eines Ortes: Länge östl. Greenwich, Breite nördl. Äquator → (k&k General)-Kartenblatt
klon = int(lon + 18 + 1/6)
Das berechnete Kartenblatt gibt es nur dann, wenn die Kennzahlen in diesem
Bereich liegen:
klat = int(lat + 1/2)
25...klon...48
Allerdings sind nicht alle in diesem Raster möglichen Kartenblätter
vorhanden. Verwenden sie die
↑ Übersicht oder die
↑ Tabelle um festzustellen, ob es die Karte mit dem berechneten Kennzahlen gibt.
Darüber hinaus sind (zumindest aus den hier verwendeten Quellen) nicht alle
existierenden Kartenblätter auch als öffentlich zugängliche Grafik-Datei.
39...klat...53 |
Beispiel Wien:
Vorgabe: Koordionaten des Ortes:
Länge lon = 16°22' = 16.37333°
Berechnung:
Breite lat = 48°12'30" = 48.20833°
klon = int(16.37333 + 18.167) = 34
klat = int(48.20833 + 0.5) = 48 Karte = 34/48 Ergebnis:
Die berechneten Kennzahlen liegen im zulässigen Bereich.Wien liegt auf dem Kartenblatt 34/48 . |
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Berechnung der geografischen Lage einer ausgewählten
Karte GK200 aus ihren Kennzahlen: Lon/Lat-Kennzahlen → geografische Lage Länge in Grad östl. Greenwich (linker westl. Kartenrand, Zentrum, rechter östl. Rand):
lon(west) = lon(cent) - 1/2
Breite in Grad nördl. Äquator (unterer südl.
Kartenrand, Zentrum, oberer nördl. Rand):
lon(cent) = klon - 17 - 2/3 lon(east) = lon(cent) + 1/2
lat(south) = lat(cent) - 1/2
lat(cent) = klat lat(north) = lat(cent) + 1/2 |
Beispiel
Karte 34/48 Wien
klon = 34
Berechnung:
klat = 48
lon(cent) = 34 - 17.667
= 16.333
lon(west) = lon(cent) - 0.5 = 15.833 lon(east) = lon(cent) + 0.5 = 16.833 lat(cent) = 48 lat(south) = lat(cent) - 0.5 = 47.5 lat(north) = lat(cent) + 0.5 = 48.5 Ergebnis:
Die Karte 34/48 Wien reicht von
15°50' bis 16°50' Länge
und von 47°30' bis 48°30'
Breite. Das Zentrum liegt bei 16°20' /
48°00'
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| ♣ Tipp: Die Beispiel-Daten werden aus jener Karte entnommen, die mit Klick auf die ↑ Übersichts-Karte ausgewählt wurde. | ♦ Details zu den Funktionen ganzer Zahlen, z.B. int() |
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WikiMedia (Kartenblätter als Grafik-Dateien):
Old maps of Austria,
First Military Mapping Survey of Austrian Empire,
Second Military Mapping Survey of Austrian Empire,
3rd Military Mapping Survey of Austria-Hungary, (die hier angegebenen Karten-Links führen dorthin)
Spezialkarten● Universität Ústí (CZ): Alte Landkarten von Böhmen, Mähren und Schlesien. Einige Blätter, nur mit einem Bildbetrachter-Programm. Die Bilder lassen sich mit etwas Mühe zu Karten zusammensetzen. ● Eötvös Loránd Universität (H): Ähnlich wie WikiMedia, mit Ergänzung einiger fehlender Karten. |
Wikipedia:
Josephinische Landesaufnahme (ab 1764),
Franziszeische Landesaufnahme (ab 1836),
Franzisco-Josephinische Landesaufnahme (ab 1868)Auf den meisten hier angegebenen Webseiten finden sie weiterführende Links. |