Web-Produktion

Arbeits-Umgebung am eigenen PC

Wenn sie ein eigenes Web erstellen wollen, dann ist es sinnvoll, vor Beginn ihre Werkstatt (ihren Arbeits-PC) dafür einzurichten. Hier werden einige Tipps vorgestellt, die sich für Web-AnfängerInnen bewährt haben.
Web-Start In 6 Schritten zum eigenen Internet-Auftritt
Arbeits-Umgebung  
Web-Verzeichnis Dort befinden sich alle verwendeten Dateien
Datei-Namen Strenge Regeln für die internationale Anwendung
Web-Editor Die wichtigste Software zur Herstellung von Webseiten
Web-Test Strenge Tests für saubere Webseiten
FTP Automatisierter Upload

Arbeits-Umgebung

Es ist weder schwierig noch langwierig, Webseiten herzustellen. Diese Arbeit unterscheidet sich jedoch erheblich von der Herstellung von Texten oder Tabellen.

Dieser Mini-Kurs soll dazu beitragen, ihren Web-Start solid vorzubereiten: Sie sollen rasche Erfolge haben, aber danach einen Weg zur weiteren Entwicklung finden.
AnfängerInnen achten oft nicht auf die strengen Anforderungen. Wer nur für den eigenen PC entwickelt, kann sich viele Fehler erlauben. Die Probleme beginnen, wenn man die Webseiten zum Provider hochgeladen hat, und sie werden unüberschaubar, wenn man das Ergebnis auf anderen PC und mit anderen Browsern ansieht...

Hardware

An ihren PC, Monitor, usw. werden nur geringe Ansprüche gestellt. Die Herstellung von Webseiten erfordert sehr wenig Leistung und ist mit jedem (auch älteren) PC möglich. - Ein gutes Arbeitsgebiet für Menschen, die über mehr Intelligenz als Geld verfügen...

Grafiker und Web-Designer verfügen meist über (manchmal mehrere) sehr große Bildschirme. Das verleitet manchmal zur Herstellung unbrauchbar großer Webseiten. Denken sie daran, dass ihre BesucherInnen meist kleinere Bildschirme haben, und darin oft mehrere Fenster, von denen nur eines ihre Webseite zeigt...

Betriebssystem

Stabilität ist wichtiger als der letzte Schrei. Webseiten lassen sich auf jedem System herstellen - und sie müssen auch auf jedem System funktionieren !

Sie sollten zum Test über mehrere Betriebssysteme (zumindest Linux und Windows) verfügen.
Ideal geeignet sind → Virtuelle Computer: Man kann damit ganze PC zusätzlich zum eigenen in einem oder mehreren Fenstern betreiben.

Sie sollten - zumindest bei Bedarf - Administrator (root)-Rechte auf ihrem Arbeits-PC haben. Das ist zwar nicht unbedingt notwendig, erleichtert jedoch den Start außerordentlich.

Browser

Um die Qualität ihrer Webseiten zu testen, benötigen sie (ohne Kompromisse) alle gängigen Browser. Firefox, M$IE (nur für Windows), Opera, Safari und Chrome (nur für Windows) sind kostenlos verfügbar.
Firefox kann man in der portablen Version auch auf einem USB-Stick installieren.

Alle genannten Browser mit Ausnahme von M$IE arbeiten schnell, sicher und technisch ausgezeichnet. Damit können sie testen, ob ihre Webseiten sauber und reproduzierbar dargestellt werden.

● Der M$IE Browser weist zahlreiche Fehler und Schwächen auf, ist aber vorläufig noch immer der meist-verwendete. Sie müssen selbst entscheiden, ob sie einen höheren Entwicklungs-Aufwand in Kauf nehmen, um die zahlreichen M$IE-Probleme durch zusätzliche Programmierung zu kompensieren.

Mit Browser Zusatz-Programmen (PlugIns) sollten sie sehr kritisch umgehen: Web-BesucherInnen werden wohl kaum ein PlugIn installieren, nur um ihre Webseiten zu betrachten...

Grafik-Software

Sie brauchen ein einfaches Grafik-Programm zur Ausführung dieser Arbeiten: Bilder verkleinern, zuschneiden, Grafik-Formate umwandeln (GIF, JPEG, PNG).

Ideal geeignet ist z.B. IrfanView, das sich in der portablen Version auch auf einem USB-Stick installieren lässt.
AnfängerInnen neigen dazu, den Bedarf an Grafik-Software stark zu überschätzen. Ein professionelles Grafik-Programm lenkt viel Energie von der Web-Produktion ab.

Tipp: Das professionelle Grafik-Programm GIMP ist für alle gängigen Betriebssysteme kostenlos verfügbar.

Web-Editor

Diese Programme sind auf die Herstellung von Webseiten und auf die Verwaltung von Web-Dokumenten spezialisiert.
Sie brauchen unbedingt einen Web-Editor - Es gibt sie zahlreich, auch kostenlos und portabel.
Ein Textverarbeitungs-Programm ist ebenso ungeeignet wie ein Text-Editor (z.B. Notepad).
Details im Kapitel Web-Editoren ↓ dieser Seite.

Content Management System (CMS)

Solche Programm-Pakete erlauben es, mit viel weniger Aufwand professionell aussehende Webseiten herzustellen. Man benötigt allerdings eine anspruchsvolle Infrastruktur (→ LAMP-Server), deren Herstellung fortgeschrittene Kenntnisse erfordert.

FTP-Programm

FTP ist eine Technologie, die zum Upload von Dateien auf den Webserver ihres Providers verwendet werden kann. FTP ist für komplexe und kommerzielle Webs unverzichtbar, für kleine oder experimentelle Webs jedoch mehr eine Last als ein Vorteil.
Ein ausgezeichnetes FTP-Programm ist z.B. FileZilla: kostenfrei für alle gängigen Betriebssysteme, auch portabel für USB-Stick.
Details im Kapitel FTP dieser Seite.

Aufwand

In professionell betreuten Kursen schaffen es Teilnehmerinnen mit IT Grundkenntnissen innerhalb von 1-2 Stunden, funktionsfähige Webseiten herzustellen und in das Internet zu laden.

Wenn sie sich ohne Betreuung allein durchschlagen müssen, dann ist eine Urlaubs-Woche oder die Wochenenden eines Monats für den ersten sichtbaren Erfolg angemessen.
Ausnahmen sind ohne Begrenzung in jede Richtung möglich...

Zielsetzung

Für den Anfang sind bescheidene Ziele empfehlenswert: Versuchen sie, 2-3 einfache Webseiten herzustellen, die im Internet wirklich funktionieren. Die Seiten sollten durch Links verbunden sein und ein paar Bilder enthalten.
Wenn das funktioniert, experimentieren sie weiter mit dem Layout: Tabellen, Farben, etc.

Wenn sie ihre Ziele zu hoch ansetzen, dann verbrauchen sie dazu unnötig viel Zeit. Es ist wesentlich effizienter, ein Experiment abzubrechen, und die Nachfolge-Version komplett neu zu beginnen.

An einem einfachen Erst-Web lernen sie so viel, dass sie ihr nächstes Web viel besser planen und rascher herstellen.
Oft ist schon der 2. oder 3. Versuch von so guter Qualität, dass ihr Web real verwendbar (und herzeigbar) wird.

Web-Verzeichnis

Alle Bestandteile ihres Webs müssen sich in einem gemeinsamen Verzeichnis (Ordner) befinden !

Legen sie ein eigenes Verzeichnis für ihr Web an, das leicht zugänglich ist, z.B. auf Linux
/home/ich/web
oder auf Windows
C:\web
Tipp: Verzeichnisse mit langen und komplizierten Pfaden, mit Umlauten oder Leerzeichen sind ungeeignet, z.B.
C:\Dokumente und Einstellungen\Ich...\...
In ihr Web-Verzeichnis kommen alle von ihrem Web verwendete Dateien, z.B.:
Alle Webseiten *.htm *.html
Alle Bilder *.gif *.jpeg *.jpg *.png

In ihrem Web dürfen keine Dateien verwendet werden, die sich nicht im Web-Verzeichnis befinden. Wenn sie eine Datei brauchen, dann kopieren sie diese in ihr Web-Verzeichnis.
Umgekehrt sollte ihr Web-Verzeichnis auch keine Dateien enthalten, die nicht in ihrem Web verwendet werden.

Als angenehmer Neben-Effekt wird ihr Web transportabel:
Sie können das gesamte Verzeichnis problemlos auf einen USB-Stick kopieren.

Mehrere Webs

Im Laufe der Zeit werden sie eventuell mehrere Webs anlegen, die bei unterschiedlichen Providern laufen.

Für jedes Web legen sie dann ein eigenes Verzeichnis an, z.B. web_privat, web_sportverein, usw.

Jedes Web muss alle verwendeten Resourcen enthalten, d.h. eine gemeinsame Nutzung ist nicht möglich ! Wenn sie z.B. ihr Portrait ich.jpg in mehreren Webs verwenden, dann kopieren sie es in jedes einzelne Web-Verzeichnis.

Upload

Ihr Web-Provider richtet für sie ein eigenes Verzeichnis auf seinem Server-PC ein.
Damit ihr Web im Internet läuft, müssen alle Bestandteile später dorthin kopiert werden (Upload).
Das entfernte Verzeichnis ihres Providers sollte daher stets genau den gleichen Inhalt haben wie ihr Web-Verzeichnis am eigenen PC !
Wenn sie an ihrem Web etwas ändern, dann müssen sie anschließend alle neuen oder geänderten Dateien auf den Server ihres Providers kopieren.
Wenn sie den Upload einer Datei (z.B. ein Bild) vergessen, dann ist diese Datei im Internet unbekannt (das Bild wird nicht angezeigt).

Datei-Namen

Für das Internet gelten wesentlich strengere Regeln als für ihren eigenen PC !
Der Grund dafür liegt an der Vielzahl der verwendeten Computer, Betriebssysteme und Programme.
Es ist relativ einfach, Webseiten herzustellen, die (nur) am eigenen PC funktionieren. Wenn dabei Fehler auftreten, dann kann man sie meistens rasch finden und beseitigen.
Wenn ihre Web-Dateien auch im Internet funktionieren sollen, dann müssen sie Transport, Speicherung und Verarbeitung auf vielen anderen PC und Programmen unbeschadet überstehen.

Dabei kann es vorkommen, dass illegale Namen von Verzeichnissen (Ordnern) oder Dateien geändert werden. Dadurch entstandene Fehler sind nur sehr schwer zu finden.
Verwenden sie für die Namen von Verzeichnissen und Dateien nur kleine Buchstaben, Ziffern und das _ Underline-Zeichen.
Beispiele für korrekte Datei-Namen:
webseite.htm, web_seite.html, bild.gif, gustav_gans.jpg, ...
Verwenden sie in den Namen von Verzeichnissen und Dateien keinesfalls Großbuchstaben, Leerzeichen, Umlaute, Sonderzeichen oder Interpunktionen !
Beispiele für illegale Datei-Namen:
Webseite.htm, neue Seite.html, größer.gif, Robert Könner.jpg, ...

AnfängerInnen-Fehler

Illegal benannte Dateien sind die Ursache sehr vieler Fehler von Web-AnfängerInnen. Oft ist das Internet die erste Gelegenheit, Dateien mit Computern anderer Betriebssysteme (und Sprachen) auszutauschen.

Wer im privaten und geschäftlichen Alltag gewohnt ist, Dateien auch mit Personen auszutauschen, die mit anderen Betriebssystemen arbeiten, oder die sich in den USA, Japan oder Indien befinden, hat damit keine Probleme.

Am besten verwendet man auch am eigenen PC nur international brauchbare Datei-Namen. Dann braucht man zum Upload oder Versenden keine Namen zu ändern und muss nicht jedesmal überlegen, ob eine Datei nur für den eigenen Gebrauch oder auch zur Weitergabe bestimmt ist.

Fast alle Router und Server im Internet verwenden Linux Betriebssysteme in der (englischen) Original-Version - d.h. deutsche Umlaute sind etwa so bekannt wie chinesiche Zeichen und kleine und große Buchstaben werden streng unterschieden (nicht wie auf Windows gleich behandelt).

Download-Bilder

Viele Fehler entstehen beim Speichern von Grafik-Dateien. Wenn sie ein Bild (z.B. aus dem Internet) im eigenen Web verwenden wollen:
Überlegen sie, ob auf das Bild evtl. Urheber-Rechte bestehen. Wenn ja, dann kann die öffentliche Verwendung teuer werden...
Rechtsklick auf das Bild, Befehl Bild speichern, Grafik speichern, etc.
Als Ziel-Pfad geben sie ihr Web-Verzeichnis an, noch besser ein eigenes, darin enthaltenes Verzeichnis für Bilder.
Korrigieren sie den vorgeschlagenen Datei-Namen nach den angegebenen Regeln. Außerdem sollte der Name kurz und sprechend sein:
zugspitze.jpg ist besser als b27_zyx_16d9.jpg
Sprechende Namen sind auch für das spätere Marketing wichtig: Die Namen aller verwendeten Dateien werden von Suchmaschinen danach bewertet, ob sie zum Thema ihres Webs passen oder nicht.

Umbenennen:

Solange eine Datei noch nicht in ihrem Web verwendet wird, können sie den Namen mit jeder beliebigen Methode ändern.
Wenn eine Datei bereits in ihrem Web verwendet wird, dann darf zur Änderung eines Datei-Namens nur der Web-Editor verwendet werden !
Dateinamen werden in vielen Verweisen innerhalb anderer Webseiten verwendet. Wenn diese Verweise nicht gleichzeitig mit den Namen geändert werden, dann führt das u.a. zu folgenden typischen Fehlern:
Links zu den umbenannten Dateien funktionieren nicht mehr
Umbenannte Bilder werden nicht mehr angezeigt.
Upload: Alle geänderten Dateien müssen neu auf den Webserver ihres Providers kopiert werden. Das betrifft die Dateien mit geänderten Namen ebenso wie alle Dateien, deren Verweise geändert wurden (d.h. die Hinweise auf die geänderte Datei enthalten).
Alte Versionen werden beim Upload normalerweise überschrieben. Das gilt nicht für die alten Versionen von Dateien mit geänderten Namen: Sie müssen meist manuell vom Server des Providers gelöscht werden.

Web-Editor

Zur Erstellung und Betreuung eines eigenen Webs brauchen sie einen Web-Editor - Das ist ein Programm, das nicht nur auf die Herstellung von Webseiten spezialisiert ist, sondern auch auf die Verwaltung ↓ ihres Webs (Site).
Die Web-Verwaltung wird von AnfängerInnen leicht übersehen, ist jedoch ein sehr wichtiger Aspekt.
Am Markt und im Internet sind zahlreche Web-Editoren verfügbar, viele davon auch kostenfrei.
Zumindest als Ergänzung interessant sind portable Web-Editoren, die sich z.B. zusammen mit ihren Web-Dateien auf einem USB-Stick installieren lassen.
Die Wahl ihres Web-Editors ist unkritisch. Wenn sie später ein besseres Programm finden, dann können sie problemlos wechseln: Das Internet ist ziemlich gut standardisiert - Daran muss sich sogar der IT-Marktführer einigermaßen halten...

Tipp: Der Besitz einer (illegal kopierten ?) Software ist kein gutes Argument für ihre Verwendung. Achten sie besser darauf, ob die Bedienung übersichtlich ist, und ob damit saubere (d.h. Standard-konforme) Webseiten erzeugt werden.
Online-Editor
Manche Provider bieten Online-Editoren an: Das sind Editor-Programme, die über Webseiten bedient werden. Solche Lösungen eignen sich nur zum Experimentieren mit einem ganz einfachen kleinen Web. Sie sind ausschließlich auf Erst-AnwenderInnen zugeschnitten.

Nachteile: Man verfügt nicht über die Original-Dokumente am eigenen PC. Die Programme arbeiten meist lähmend langsam. Fehler sind nicht rückgängig zu machen. Nur wenige der technischen Möglichkeiten von Webseiten sind verfügbar.
Die Einrichtung und Bedienung eines Web-Editors kann hier nur allgemein beschrieben werden.
Die wichtigsten Befehle sind jedoch in jedem Editor leicht zu finden, wenn man weiß, wonach man sucht.
Tipp: Zu vielen Web-Editor Programmen gibt es Tutorials auf der Original-CD und/oder im Internet. Zumindest zu allen Problemen von AnfängerInnen finden sie sehr viele Hinweise im Internet, in Foren usw.

Site Manager

Jeder ernstzunehmende Web-Editor enthält zur Verwaltung ihres Webs einen Site-Manager. Die Verwaltung ist eine wichtige Aufgabe, die von AnfängerInnen oft übersehen wird.
Die Verwaltung sollte vor der Herstellung von Webseiten eingerichtet werden !
Die nachträgliche Einrichtung der Verwaltung - nachdem schon einige Webseiten hergestellt wurden - ist mühsam und aufwändig, und kann zu unangenehmen Fehlern führen.

Einrichtung:
Ihr Web-Editor (d.h. der darin enthaltene Site-Manager) muss den Pfad zu ihrem Web-Verzeichnis↑ kennen.
Suchen sie den Menü-Befehl zur Einrichtung eines (neuen) Webs (einer neuen Web-Site) und tragen sie den Pfad zu ihrem Web-Verzeichnis ein.
Allfällige weitere Fragen können sie vorläufig ignorieren, leer lassen oder mit der vorgeschlagenen standard-Antwort quittieren.

Web-Site

Eine Web-Site ist die Menge aller Resourcen (Webseiten, Bilder, ...), die sich in einem Web-Verzeichnis (Ordner) befinden. Jeder Site-Manager kann mehrere Webs (Web-Sites) verwalten, und für jedes Web unterschiedliche Regeln anwenden.
Verwechseln sie diesen englischen Begriff nicht mit 'Webseite' - das ist irreführend ! (Leider ist dieser Fehler einigen ÜbersetzerInnen von deutschen Programm-Versionen passiert).
Wenn der Site-Manager eingerichtet wurde, dann wird dafür ein eigenes Fenster angezeigt, in dem man eine intelligente Liste aller Dateien des Web-Verzeichnisses findet.
Ein leeres Site-Fenster ist sinnlos und kann bei AnfängerInnen Verwirrung stiften.
Nach dem Speichern der ersten Webseite (index.html) sollten sie das Site-Fenster jedoch sehen oder mit Menü-Befehl öffnen.

Upload-Adresse, FTP

Bei der Einrichtung fragen manche Programme nach einer Upload-Adresse. Lassen sie die Antwort im Zweifel leer.
Details im Kapitel ↓ FTP

Online Adresse
Manche Editoren fragen nach einer Online-Adresse. Lassen sie die Antwort im Zweifel leer. Tragen sie - wenn bekannt - jene Adresse ein, unter welcher später nach Angabe ihres Providers ihr Web zu finden sein wird, z.B.
http://www.provider-com/mein_name/

Server Technologie

Professionelle Editoren fragen nach Arbeits-Technik oder Server-Technologie.
Lassen sie die Antwort im Zweifel leer.
Wenn das nicht möglich ist, wählen sie die einfachste Variante (simple..., HTML, ...).
Ansonsten wählen sie PHP/MySQL, damit funktioniert jeder WebEditor auch dann, wenn sie diese beiden Komponenten nicht einsetzen.
Zeichensatz (encoding, character set)
Der Zeichensatz des Editors sollte so eingestellt werden, dass ihre Webseiten auf Browsern aller Systeme und Sprachen zuverlässig angezeigt werden.
Wählen sie vorzugsweise den Zeichensatz UTF-8.
Wenn das nicht möglich ist (kein guter Web-Editor !) dann wählen sie ISO-Zeichensätze, z.B. ISO-Deutsch oder ähnlich.
Das bedeutet keine Einschränkung: Im Text ihrer Webseiten können sie beliebige Zeichen aller Sprachen verwenden !
Beispiele (auch diese Webseite ist UTF-8 codiert):
Ä Ö Ü ß ä ö ü € α β γ ω ∞ ≠ ◀ ● ►

Vorteil von UTF-8: Der internationale ( → Unicode)-Zeichensatz UTF-8 ist weltweit auf allen PC, allen Betriebssystemen und Browsern verfügbar.
Nachteil von nationalen oder gar Hersteller-spezifischen Zeichensätzen: Ihre Webseiten werden (nur) am eigenen PC richtig angezeigt, auf den meisten anderen PC und mit anderen Browsern dagegen fehlerhaft.
Details zum Thema Zeichensätze
Layout und Formatierung (style)
Zur Formatierung aller Elemente von Webseiten gibt es 2 unterschiedliche Technologien: Die veraltete Formatierung mit HTML-Attributen und die moderne CSS (Cascading Stylesheets) Methode.
Beide Methoden können angewendet werden, sogar in Kombination. CSS bietet entscheidende Vorteile, die allerdings von AnfängerInnen noch nicht genutzt werden können.
Wenn möglich sollten sie ihren Editor auf CSS einstellen.

Vorteil: Wenn sie CSS verwenden, dann bemerken sie zunächst keinen Unterschied. Bei jeder späteren Layout-Änderung kann man jedoch mit von CSS sehr viel Zeit und Arbeit einsparen.
Nachteil: Wenn sie auf CSS verzichten, dann fällt später bei jeder Layout-Änderung viel Arbeit an. Ein späterer Umstieg auf professionelles CSS erfodert so viel Arbeit, dass man besser das komplette Web neu erstellt.
Details zum Thema CSS

Web-Test

Für Web-AnfängerInnen ist die Herstellung lauffähiger eigener Webseiten häufig der erste Schritt aus der gewohnten Umgebung des eigenen PC, hinaus ins weltweite Internet.
Sie sollten bereit sein, für diesen Schritt nicht nur ein neues Programm anzuwenden, sondern ungewohnt strenge Maßstäbe an ihre Produkte anzulegen.

Im schlimmsten Fall sind sie schon zufrieden, wenn die hergestellten Webseiten am eigenen PC laufen.
Normalerweise kopiert man seine Webseiten auf den Server eines Providers. Das erfordert schon wesentlich mehr Kenntnisse und Disziplin als für den eigenen PC. Wenn alles klappt, dann kann man sein Web Live online ansehen.
Wenn sie später einmal professionelles Niveau erreichen wollen, dann sollten sie ihre Webseiten jedoch wesentlich härter testen:
Mit allen gängigen Browsern und -Versionen.
Ohne Browser-Zusatzprogramme und -Plugins
Mit PC aller gängigen Betriebssysteme.
Mit Betriebssystemen anderer Sprachen.
Auf langsamen PC und kleinen Monitoren.
Aus der Sicht von Suchmaschinen.
Es ist natürlich unsinnig, an AnfängerInnen derart hohe Anforderungen zu stellen. Sie dürfen auch auf bescheidene Erfolge schon stolz sein.
Die richtige Einschätzung schadet jedoch nicht:   Wenn sie ihre Webseite am eigenen PC mit einem einzigen Browser halbwegs brauchbar anzeigen können, dann ist das angenehm, jedoch noch lange nicht professionell.

Test am eigenen PC

Der erste Test einer neuen oder geänderten Webseite erfolgt stets am eigenen PC. - Natürlich vor dem Upload auf den Server des Providers !

Manche Web-Editoren bieten eigene Menü-Befehle zur Browser-Ansicht der hergestellten Webseiten. Das ist bequem, aber nicht streng genug.

Ein besseres Urteil ist möglich, wenn sie die betreffenden Webseiten direkt mit dem Original-Browser öffnen, und natürlich auch die Links jeder Seite anklicken und real ausprobieren.

Ein einziger Browser erlaubt nur ein oberflächliches Urteil. Besorgen sie sich (kostenlos !) alle gängigen Browser: Firefox, M$IE (nur für Windows), Opera, Safari und Chrome (nur für Windows).

Ändern sie die Größe des Browser-Fensters. Saubere Webseiten passen sich automatisch an, ihr Inhalt ist auch in kleinen Fenstern noch zugänglich und bedienbar.

Test im Internet

Nur dann, wenn eine neue oder geänderte Webseite die Tests am eigenen PC erfolgreich betsanden hat, kopiert man sie per Upload auf den Webserver des Providers.

FreeWeb-Provider bieten zum Upload meist spezielle Werkzeug-Webseiten (tools, filemanager, ...), die mit dem Browser bedient werden.
Tipp: Notieren sie die Web-Adresse der Werkzeug-Seite und legen sie in ihren Browsern ein Lesezeichen (Bookmark, Favorit) dorthin an.
Lassen sie das Werkzeug-Fenster auch nach Verwendung offen - Sie brauchen es bald wieder für den nächsten Upload.

Professionelle Web-Provider bieten Upload mit FTP an. Dazu braucht man am eigenen PC ein FTP-Client Programm und/oder einen WebEditor mit integrierten FTP-Fähigkeiten.

Testen sie ihre Webseiten nach dem Upload Online: Einserseits sollten alle groben Fehler schon durch den Test am eigenen PC beseitigt sein. Andererseits sehen sie erst jetzt ihre Webseiten unter den gleichen Bedingungen wie ihre BesucherInnen.

Typische Anfangs-Fehler:
Bilder werden nicht angezeigt: Sie haben vergessen, auch die Bild-Datei auf den Server des Providers zu kopieren.

Links führen nicht an ihr Ziel
Überfahren sie einen Link mit der Maus und beachten sie die Status-Zeile (meist links unten): Die angezeigte Adresse sollte mit http:// beginnen.
Wenn sie mit file:// beginnt, befindet sich das Ziel wahrscheinlich nicht im Web-Verzeichnis, oder der Web-Editor ist falsch eingestellt.
Später sollten sie noch strengere Tests anwenden. Das Ziel sollte sein, daß ihre Webseiten unter allen denkbaren Bedingungen rasch und sauber angezeigt werden. Das sagt zwar nichts darüber hinaus, ob ihre Seiten auch interessant sind, aber bei Erfüllung strenger technischer Kriterien sind sie immerhin schon besser als etwa die Hälfte aller Webseiten-HerstellerInnen... Standards sind dabei eine wichtige Hilfe: Wenn ihre Webseiten nachweislich (HTML)-Standard-konform sind, dann sind alle eigenen Fehler mit offizieller Garantie beseitigt. Wenn sie einige Erfahrung mit eigenen Webseiten gewonnen haben, dann sollten sie darauf einen Standard-Test anwenden.

File Transfer Protocol FTP

Das File Transfer Protokoll (FTP) ist eine für IT-Maßstäbe uralte Technologie zum Transport von Dateien über das Internet.

Der große Vorteil von FTP ist die Möglichkeit zur Automatisierung. Das wird insbesondere beim Upload von Web-Dateien auf den Server des Providers häufig verwendet.
Voraussetzung: Ihr Web-Provider bietet FTP-Upload an.
Das trifft auf alle professionellen Provider zu.
Wenn ein Provider kein FTP anbietet, dann kann man dort nur kleinere oder experimentelle Webs verwenden. Verwaltung und Upload größerer oder kommerzieller Webs sind ohne FTP praktisch nicht möglich.
Umgekehrt benötigen sie für Experimente mit wenigen Webseiten kein FTP und können sich das Erlernen der FTP-Technik für später aufheben.

Einrichtung am Web-Editor:

Die meisten professionellen Web-Editoren vefügen selbst über die Möglichkeit, ihr Web vom eigenen PC mit dem Server ihres Providers zu synchronisieren.
Dazu brauchen sie die FTP Zugangsdaten von ihrem Provider:
FTP-Adresse, Name, Passwort.

Konfigurieren sie ihren Web-Editor mit diesen Daten. Man findet die Befehle dazu meist im Zusammenhang mit dem integrierten Site-Manager.

FTP-Programm

Es gibt zahlreiche, auch kostenlose FTP-Programme. Sie benötigen nur dann ein FTP-Programm, wenn ihr Provider FTP anbietet, und wenn ihr Web-Editor bzw. Site-Manager selbst kein FTP beherrscht.

Jedes FTP-Programm enthält einen einfachen Site-Manager:
Legen sie eine neue Web-Site an
Geben sie den Pfad zu ihrem Web-Verzeichnis ↑ am eigenen PC ein.
Tragen sie die FTP Zugangsdaten ein.
Lassen sie alle anderen Fragen unbeantwortet, oder wählen sie vorgeschlagene Standard-Antworten.